Box-Blog

Überlegungen zu Pacquiao vs. Margarito (2.)

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Wenn am Samstag den 13.11.2010 Manny Pacquiao und Antonio Margarito in den Ring steigen, geht es um den vakanten WBC Junior Mittelgewichtstitel. Dieser Kampf ist ein riesiges TV-Ereignis. Trotzdem bin ich mir sehr sicher, dass ich nicht will, dass es stattfindet. Ich liebe das Boxen, und ich liebe große Boxkämpfe. Der Kampf Pacquiao gegen Margarito verspricht auch, ein großer Boxkampf zu werden. Aber selbst wenn es der beste Boxkampf aller Zeiten werden sollte, empört es mich, dass er überhaupt stattfindet. Man darf einen Antonio Margarito einfach nicht mehr boxen lassen.
Der Mexikaner Margarito hat einige klangvolle Namen in seinem Kampfrekord: Rodney Jones (28.06.1996, L 10), David Kamau (16.06.2000, W TKO 2), Frankie Randall (10.12.2000 W 4), Daniel Santos (21.07.2001, NC 1 und 11.09.2004, L10), 2002-03-16 Antonio Diaz (16.03.2002, W TKO 10), Andrew Lewis (08.02.2003, W TKO 2), Kermit Clintron (23.04.2004, W TKO 5 und 04.12.2008, W KO 6), Joshua Clottey (02.12.2005, W 12), Paul Williams (14.07.2007, L 12), Miguel Angel Cotto (26.07.2008, W TKO 11) und in seinen vorletzten Kampf Shane Mosley (24.01.2009, L TKO 9).
Jener Kampf gegen Shane Mosley ist auch der Grund, weshalb ich der Meinung bin, dass man Antonio Margarito nie wieder boxen lassen darf. Vor diesem Kampf wurde nämlich in Margaritos Bandage eine unerlaubte Einlage gefunden. Nach Augenzeugenberichten soll sie wie ein Gipsabdruck ausgesehen haben. Die Hände wurden neu gewickelt und Margarito verlor durch TKO. Er behauptet bis heute, er hätte von der Manipulation seiner beiden Fäuste nichts gemerkt. Von der California State Athletic Commission wurde er dafür lediglich zu einer einjährigen Sperre verurteilt.
Es ist empörend, dass ein Mann wie Margarito in den Ring steigen darf. Die Fäuste eines Boxers und besonders eines Profiboxers von der Qualität eines Margarito sind Waffen und wenn diese dann mit zusätzlichen Einlagen versehen werden, werden daraus tödliche Waffen. Es ist, als gäbe man ihm noch einen Schlagring in die Hände.
Auch ist nur sehr schwer vorstellbar, dass ein Boxer nicht sieht, wenn in seine Bandagen etwas eingearbeitet wird. Normalerweise beobachtet ein Boxer sehr genau das Bandagieren seiner Hände. Werden die Hände nämlich falsch oder schlecht bandagiert, so können Knochen brechen oder andere Verletzungen auftreten, die schlimmstenfalls das Karriereende bedeuten können. Selbst mal vorausgesetzt, ein Boxer achtet tatsächlich nicht auf das Bandagieren, was ich persönlich noch nie erlebt habe, so muss er doch aber merken, dass sich seine Bandage anders anfühlt. Es ist unmöglich, das nicht zu merken. Wie soll es außerdem ein Trainer denn bitte schön hinkriegen, von den Fäusten Gipsabdrücke zu machen, ohne dass es der Boxer merkt?
Ein Mann der mit „harten Bandagen“ in den Ring steigt, will sich einen Vorteil erschleichen. Er nimmt dafür billigend in Kauf, sein Gegenüber schwer zu verletzten, ihm einen bleibenden Schaden zuzufügen oder ihn gar zu töten. Ein solcher Boxer gehört, meiner Meinung nach, lebenslang gesperrt.
© Uwe Betker

Eine Antwort

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  1. So viel ich weiß, hatte der Trainer die Fäuste bandagiert. Es hieß seinerzeit, man hätte nach dem Kampf wegen der Verletzungen des Gegners die Bandagen genau angeschaut und eine Substanz gefunden, die „Plaster of Paris“, also Gipspflaster, genannt wird. In den 80er Jahren war das bei niederländischen Thai-Boxern beliebt. Beim Anlegen schien alles normal, aber durch den Schweiß härtete die ganze Sache spätestens in der 2. Runde aus.

    Ich schließe mich der Meinung an, die z.B. in der „IBRO“ veröffentlicht worden ist, dass der Trainer lebenslang gesperrt werden müßte und Margarito zumindest einige Jahre, da normalerweise der Trainer die Bandagen anlegt, also hätte wissen müssen, was er da macht und M. vermutlich auch, aber es besteht ein Rest Unsicherheit und da heißt es im Zweifel für den Angeklagten!

    M., sein Trainer, alle beide oder nur einer von beiden soll sich jetzt öffentlich über Freddie Roach, bzw. seine Parkinson-Erkrankung lustig gemacht haben. Das setzt für mich dem ganzen die Krone auf. Für mich ist es genug mit M. Ich würde ihm niemals mehr eine Lizenz ausstellen. Wenn er Geld verdienen muss, soll er doch irgend etwas anderes machen und den durchschnittlichen sozialen IQ der Boxer so herunterziehen. Ausserdem würde ich an seiner Stelle das Maul nicht so voll nehmen, denn wer kann sagen, wie es ihm in ein paar Jahren gehen wird?

    Benno Roick

    10. November 2010 at 23:59


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