Box-Blog

Die Ankündigungen von Felix Sturm

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Wenn man sich so ansieht, wie der Super Champion der WBA im Mittelgewicht Felix Sturm (38 Kämpfe, 35 Siege, 15 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO, 1 Unentschieden) immer wieder öffentlich macht, gegen wen er boxen möchte und gegen wen nicht, kann man schon ins Grübeln kommen.
Sturm hatte einen perfekten Start. Er boxte am 04.09.2010 gegen Giovanni Lorenzo. Das war der richtige Gegner nach seiner langen Zwangspause. Kaum hatte er überzeugend gewonnen und auch SAT 1 überzeugt, ging es auch schon, wie ich finde, bergab. Er watschte öffentlich die beiden deutschen Weltmeister Sebastian Sylvester (nach Version IBF) und Sebastian Zbik (nach Version WBC) ab, indem er erklärte, dass ein Kampf mit einem von diesen Beiden sportlich uninteressant sei. Lediglich ihre Titel seien für ihn von einigem Interesse. Kurz nachdem er einen Kampf mit den Beiden ausgeschlossen hatte, boxte er am 10.02.2011 gegen Ronald Hearns – ein grauenhaftes Mismatch.
Für diesen Kampf musste der Wahlkölner viel Kritik einstecken. Sturm zog hieraus die Konsequenz und verkündete munter, er wolle nun doch gegen den von ihm so geschmähten Zbik (30 Kämpfe, 30 Siege, 10 durch KO) antreten. Er betonte nun, dass eine deutsch-deutsche Titelvereinigung ja doch etwas ganz besonders Tolles sei. Richtig!
Allerdings war zu diesem Zeitpunkt schon allen Boxinteressierten klar, dass ein solcher Kampf, zumindest vorläufig, sehr unwahrscheinlich ist. Der Weltverband WBC hatte nämlich bereits einen Kampf zwischen Zbik und Julio Cesar Chavez Jr. (44 Kämpfe. 42 Siege, 30 durch KO, 1 Unentschieden) angeordnet. Zwar kommen Titelvereinigungen vor Pflichtverteidigungen, aber wenn ein Verband einen Kampf bereits angeordnet hat, muss man schon mit sehr guten Argumenten und sehr viel Geld ankommen, um diese Pflichtverteidigung noch verschieben zu können. Spätestens als der amerikanische Bezahlfernsehsender HBO angekündigt hatte, den Kampf der Beiden zu übertragen, musste also jedem klar geworden sein, dass die Verlautbarung von Sturm zumindest box-weltfremd ist. Zbik boxt am 04.06.2011 in Los Angeles gegen Chavez Jr.
Die nächste vollmundige Ankündigung von Felix Sturm folgte prompt. Nun verkündete er, er wolle Kelly Pavlik (38 Kämpfe, 36 Siege, 32 durch KO, 2 Niederlagen) boxen. Das wäre eine wirklich tolle Kampfansetzung. Aber auch hier gibt es ein Problem: Der ehemalige Weltmeister im Mittelgewicht nach Version WBC und WBO ist gerade erst aus einer dreimonatigen Alkoholentwöhnungsbehandlung entlassen worden. Außerdem hatte er schon angekündigt, ins Super Mittel aufsteigen zu wollen, wo er auch bereits gerankt ist. Das ist eine Tatsache, die jedem in der Branche bekannt ist. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass Felix Sturm das nicht weiß. Ich frage mich nun aber, wieso er dann so etwas verkündet.
Danach preschte Felix Sturm nun nicht mehr mit einer Ankündigung vor, von der jeder wissen kann, dass sie zumindest unrealistisch, wenn nicht sogar falsch ist. Vielmehr wurde jetzt versucht, im Stillen einen Gegner zu finden. Es drang dann aber doch etwas an die Öffentlichkeit, nämlich dass er Marco Antonio Rubio (55 Kämpfe, 49 Siege, 42 durch KO, 5 Niederlagen, 3 durch KO, 1 Unentschieden) im Visier hatte. Auch das wäre ein guter Kampf. Nur hatte Rubio leider bereits die Verträge für einen WM-Ausscheidungskampf gegen David Lemieux (25 Kampfe, 25 Siege, 24 durch KO) unterschrieben. Der Kampf findet bekanntlich am 8. April in Montreal statt. Eine Pressekonferenz fand in Kanada auch schon statt und der Vorverkauf hat wohl bereits vor geraumer Zeit angefangen.
Nun soll der Gegner Avtandil Khurtsidze heißen, aber dazu später mehr…
© Uwe Betker

2 Antworten

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  1. Kein Wunder, daß Sturm dem Sebastian Zbik aus dem Wege geht. Seb. würde gewinnen. Seb. ist ein Boxer, der seine Stärke nicht vor allem aus der Schwäche des Gegners zieht.

    Er bringt seine Stärken in den Fight und schafft sich selbst die Lücken und nutzt diese oft genug aus. Einer von denen, die wissen&fühlen, daß Boxen „The Sweet Science“ ist.
    Inaofern ist Sturm auch kein Boxer, sondern wie er sagt: „Unternehmer“ und seine Fights sind „Unternehmen“, wobei er stolz seine viele Millionen Euro erwähnt, wie auch so manche „Milchschnitte“. (Frag doch mal, wie wenig die Sparringspartner erhalten – die verdienen ihr Geld sauer, müssen jede Menge einstecken und wenn sie richtig zurückschlagen, sind sie draussen)

    Keine Spur von Ehre, keine Spur von Boxer-Ethik. Nur € ist, was zählt. Es ist einfach auch nicht gerecht, daß nur die höchsten Spitzenstars immense Summen erhalten. Die anderen – – – einige kann man am besten als Hyänen oder Geier bezeichnen – lasse ich hier weg. Der Spitzenboxer ist ein NICHTS ohne seine vielen Sparringsparter. Genau wie überall im Berufsleben eignen sich nur wenige den produzierten Reichtum an, während die Masse gerade so über die Runde zu kommen versucht.

    Dass Sturm den Seb. links liegenlassen kann, ist der inflationärer Vermehrung von Boxverbänden, mit jeweils verschiedenen Titeln geschuldet. Welt-,Interims-, irgendwelche anders bezeichneten „Weltmeister“ von einem Dutzend oder mehr Verbänden, macht es unvergleichlich leicht, einen Titel zu erringen.. Dazu kommt noch die Korruption. Bis in die 80er hinnein gab es jeweils DEN Weltmeister. Noch in den 90ern gab es einen „undisputed Heayweight Champion of the World. Dann schlug die Inflation endgültig zu.

    Eine gute Sache könnte CODA sein, „Champion of Dignity Association“, deren Statuten fair &einsichtig für jederman sind. Keine Korruption oder Vorteilsnahme, keine Knebelverträge für Boxer & weniger Macht den Managern & der Bürokratie, keine ungerechte Abzockerei zum Nachteil der Boxer.
    So könnte von jüngeren Bpxern&Fans nie gekannte Würde&Respekt ins Berufsboxen wieder eintreten. Wer Champion werden will, muß dann wirklich gegen die Besten boxen, es gäbe kein Ignotierten. Es wäre ein Geschenk für die Fans, die sich auf jede Menge interessanter Fight freuen könnten.

    In diesem Sinne:
    Keep punching, chin down & your ass off the canvas!

    Benno Roick

    16. März 2011 at 23:59

  2. An
    Felix Sturm bzw. zustándige Promotion

    Hallo,

    ich darf garnicht gestern an Deinem verkorksten Kampf denken, da geht mir wieder das Messer in der Tasche los! Gestern boxtest Du wie Felix Stürmchen !!
    Da kommt ein richtiger Boxer u Fighter aus Irland und zeigt Dir was kämpfen ist!
    Macklin hatte von 12 Runden 8-9 RUNDEN FÜR SICH ! DAS Fernsehpublikum hatte 60 % zu 30% eindeitig den Macklin vorne. > und Du Spüche- Klopfer machst nach dem Kampf noch grosse Reden an das _Publikum, und machsAusreden, der Junge aus Irland boxte fair!> und hat den Sieg eindeutig verdient. Du solltest Dich schämen, den Weltmeistergürten angenommen zu haben> Wenn Du ein fairer Boxer wárst, dann háttest Du die Courage haben müssen , dem Box-Zuschauer in der Halle zu sagen > das ist ein Fehl-Urteil, und ich nehme den Sieg nicht an!
    Aber dafür hast Du kein Charakter, hast mit Sicherheit nur die Kohle im Kopf, wenn Dir der Titel bleibt.Deine Fans in der Halle, die noch ggf. 50 % aus Bosnien stammen, hätten dich auspfeifen sollen. Aber dafür seid Ihr zu fanatisch bzw. habt kein Urteilsvermögen u kein Rechtsempfinden ,> das fehlt Euch aus den Balkan! Dein Trainer ,Deine Frau und Deine Betreuer sollte Dir sagen, das es Betrug war, Dich als Sieger darzustellen, , wo 2 von den drei Ringrichtern für mich eindeutig , von Deiner Box-Promotion! geschmiert wurden.
    Nach dieser schwachen Leistung , den Weltmeistertitel zu behalten, da sollten Deine Eltern nicht stolz auf Dich sein !!
    Also Stürmchen rette Deine Ehre, indem Du so schnell wie möglich Macklin Revanche gibst!, anderfalls hast Du hier bei den meisten BoxfanUnd noch eins , warum Du schlecht geboxt hast, das hat ja bei der Fernsehübtertragung Ex-Profi Axel Schulz , fast den ganzen kampf über den Zuschauern erzáhlt!> und sah auch eindeutig Macklin als Sieger!
    Solltest Dir mal die Fernseh -übertragung anschauen, dann weist Du warum du so schwach warst!
    Dieses Urtel in England, und dei zuschauer hátten Dich nebst Promotion-leute aus der Halle gejagdt und Dich u die geschmierten beiden Rinrichter gnadenlos ausgepfiffen!
    Damit Du nicht meist , ich wár ein Ausländerhasser, muss ich Dir sagen, das die Klitschko.Brüder aus der Ukraine sehr sympatisch sind!
    ausserdem war ich mit jüngeren jahren, auch einige jahre Amateur-Boxer,> als kein laie!

    Gruss von einem sehr árgerlichen Boxfan!

    S.> Robert van gerau
    und ich bilde mir ein, mit meinen 65 jahren zu erkennen, das Du gestern mehr in Volldeckung geboxt hast, wie alles andere!

    s.ROBERT VAN GERAU

    26. Juni 2011 at 23:59


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