Box-Blog

Vier Kämpfe im Freudenreich Gym

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Im Rahmen der bereits zur Tradition gewordenen Box-Gala von Stefan Freudenreich in dessen Gym in Düsseldorf, gab es am 27.05.2011 vier Profikämpfe von unterschiedlicher Qualität zu sehen. Im ersten Kampf trafen im Leichtgewicht Sergey Dydinski und Schiwan Hassan, die beide ihr Profidebüt gaben, aufeinander. Die erste Runde war ausgeglichen. Dydinski bestimmte den Kampfverlauf und versuchte mit der Führhand und mit Haken zu punkten. Hassan konnte immer wieder mit Konter durchkommen. Ab der zweiten Runde zeigte sich, dass Dydinski der bessere Boxer war. Er war dann in allen Belangen seinem Gegner überlegen und bestimmte den Kampf nach Belieben. Zum KO, den er erzwingen wollte, kam es aber nicht. So gewann er den Vierrunder einstimmig nach Punkten.
Im Junior Mittelgewicht trafen Rustem Trott (2 Kämpfe, 1 Sieg, 1 Niederlage, 1 durch KO) und Manuel Posada (3 Kämpfe, 3 Niederlagen, 2 durch KO) aufeinander. Der Kampf begann furios. Trott stürzte sich auf seinen Gegner und deckte ihn mit Schlägen ein. Posada versuchte durch Einzeltreffer sich Luft zu verschaffen. Mitte der ersten Runde nahm Trott dann das Tempo heraus, wodurch der Kampf dann mehr und mehr verflachte. Trott zeigte manchmal noch einen guten Jab oder Haken zu Körper und Kopf, aber der Kampf plätscherte nur noch vor sich hin. Posada konnte die dritte Runde für sich entscheiden, aber der Punktsieg von Trott war eindeutig.
Die beiden letzten Kämpfe des Abends waren dann sehr viel besser. Erve Mbongo (8 Kämpfe, 7 Siege, 5 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) bekam es im Weltergewicht mit dem Debütanten Nikos Böhnke zu tun. Mbongo beeindruckte. Er zeigte wie immer sehr schnelle Hände und ein systematisches Arbeiten. Seinem Gegner war er so überlegen, dass es fast so aussah, als würde er nur mit angezogener Handbremse boxen. Böhnke trat wegen einer Schulterverletzung nicht mehr zur zweiten Runde an.
Im letzten und besten Kampf des Abends boxte der ungeschlagene Besar Nimani (4 Kampfe, 4 Siege, 4 durch KO) gegen Georgius Pegios (9 Kämpfe, 4 Siege, 3 durch KO, 4 Niederlagen, 3 durch KO, 1 Unentschieden). Das Aufeinandertreffen der beiden fand im Junior Mittelgewicht statt. Nimani deckte Pegios immer wieder mit Schlagkombinationen ein. Pegios versuchte mit Schwingern und überfallartigen Angriffen zum Ziel zu kommen. Jedoch musste er immer wieder harte Schläge einstecken. Er musste mehr Treffer nehmen, als gut für ihn sein kann. Obwohl er demonstrativ so tat, als ob ihn diese Treffer ihm nichts ausmachen könnten, überzeugte er damit doch wohl niemanden. Das Publikum aber begeisterte er mit seinem Kämpferherz. Ende der vierten Runde nahm der Ringrichter ihn dann aus dem Kampf. Nimani überzeugte, wollte aber zu sehr den KO-Sieg.
© Uwe Betker

2 Antworten

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  1. lieber uwe, es kommt selten vor, dass ich mit einem artikel von dir nicht ganz konform gehe, aber im letzten absatz muss ich dich auf einen fehler aufmerksam machen: im kampf nimani vs.pegios, war das publikum ganz und gar nicht von pegios kampfgeist begeistert, es freute sich eher, dass der junge boxer recht viel dresche bekam, angesichts seines grob unsportlichen verhaltens. sein „faxenmachen“ im ring, um den gegner (der ein wirklich guter boxer war) lächerlich wirken zu lassen, hatte nichts mehr mit sport zu tun, als ringrichter hätte ich ihn verwarnt,mit punktabzug und dann mit disqualifikation bestraft.

    dirk hendriks

    30. Mai 2011 at 23:59


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