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Archive for Juni 2011

Foto: Matthew Macklin

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(C) Uwe Betker

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26. Juni 2011 at 23:59

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Foto: Felix Sturm

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(C) Uwe Betker

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26. Juni 2011 at 23:59

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Ein schwächelnder König der Spartaner, ein halbtalentierter Faxenmacher und andere (1)

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Die Veranstaltung von Sturm Box-Promotion in Köln am 25.06.2011 begann für mich mit einer Enttäuschung. Der für den ersten Kampf angekündigte Mario Lupp fiel aus. Braucht irgendjemand einen Sieg in seinem Kampfrekord, Lupp kommt und verliert. Der Kampfrekord 64 Kämpfe, 6 Siege, keinen durch KO, 56 Niederlagen, 20 durch KO und 1 Unentschieden spricht für sich. Zurzeit kann er 25 Niederlagen in Folge vorweisen. Manche sprechen hier von Fallobst. Mir nötigt er einfach nur Respekt ab.
So musste Tiran Mkrtschjan sein Profidebüt im Supermittelgewicht gegen einen geben, dessen Name ich nicht mitbekommen habe und auch nicht herausfinden konnte. Daher nenne ich ihn einfachheitshalber X. – Vermutlich ist der Wunsch der Pressevertreter nach einem Blatt Papier, auf dem die aktuelle Kampffolge abzulesen ist, für Sturm Box-Promotion nicht realisierbar. Der Kampf selbst jedenfalls zwischen Mkrtschjan und X, der auch sein Profidebüt gab, war über weite Strecken einfach ereignislos. Mkrtschjan, dem man ansieht, dass er eigentlich ein Kickboxer und kein Boxer ist, punktete mit Links-Rechts-Kombinationen und X mit Einzelschlägen zum Kopf. Ab der zweiten Runde versuchte sich Mkrtschjan als Faxenmacher. Er provozierte X, streckte sein Kinn vor, stand ohne Deckung herum, ließ seine Faust kreisen und versuchte den Naseem Hamed zu geben. Immerhin wurde durch die Showeinlagen der Kampf ein kleines bisschen kurzweiliger. Spätestens als Mkrtschjan dann seinen Mundschutz verlor, wurde mir klar, als er mal wieder seine Zunge herausstreckte, wurde allen klar, dass die berufliche Zukunft von Mkrtschjan nicht die des Faxenmachers sein kann. Ob aus dem 25-jährigen Kickboxer noch ein Boxer wird, wird sich zeigen. Jedenfalls reichte es hier zu einem einstimmigen Punktsieg.
Der Mittelgewichtler Manuel Flaißt (3 Kämpfe, 3 Siege, 2 durch KO) blieb auch in seinem vierten Kampf ungeschlagen. Bevor der Kampf aber beginnen konnte, musste der Ringrichter die Ecke von Flaißt erst einmal darüber aufklären, dass man einen Mundschutz zum Boxen braucht, auch wenn man gegen einen sehr-sehr schwachen Gegner antritt. Das hatte dann zur Folge, dass ein Betreuer loslaufen musste, um diesen unnötigen Gegenstand aus der Kabine zu holen, was natürlich seine Zeit dauerte. Aber eigentlich hätte Flaißt den Mundschutz tatsächlich gar nicht gebraucht, denn sein Gegner Torsten Roos (8 Kämpfe, 1 Sieg, 7 Niederlagen, 6 durch KO), der in keiner Rangliste geführt wird, versuchte erst gar nicht zu kämpfen. Roos konzentrierte sich auf seine Doppeldeckung. Wie beim Sandsacktraining schlug Flaißt schöne präzise Kombinationen. Er verteilte seine Schläge schön auf Körper und Kopf. Im zweiten Durchgang zwang ein Körpertreffer Roos dann zu Boden. Hiernach wurde er erst durch den Ring und dann durch die Ringseile getrieben. Der gut und unauffällig agierende Jürgen Langos brach dann endlich dieses unsägliche Mismatch ab.
Der erste richtige Boxkampf des Abends fand zwischen Adnan Redzovic und Werner Kreiskott im Schwergewicht statt. Der bereits 34 Jahre alte Bosnier Redzovic (3 Kämpfe, 3 Siege, 1 durch KO) ist Kick- und Thaiboxer, was man ihm auch ansieht, der sich seit geraumer Zeit als Boxer versucht. Redzovic ist die Nummer 251 der unabhängigen Weltrangliste. Sein Gegner Kreikott, die Nummer 476 in der Welt, ist technisch noch limitierter als Redzovic, aber er ist tapfer. Kreiskott (27 Kämpfe, 10 Siege, 7 durch KO, 16 Niederlagen, 6 durch KO, 1 Unentschieden) ist der vielleicht tapferste deutsche Schwergewichtler überhaupt. Immer wieder versucht er, mit überfallartigen Attacken und weit hergeholten Schwingern Chancen zu nutzen, die er meist gar nicht hat. So war es auch diesmal. Er war in allen Belangen unterlegen, aber er kämpfte und suchte bis zum Schluss seine Chance, obwohl sein Gegner alles daran setzte, vorzeitig zu siegen. Am Ende stand ein klarer und glanzloser Punktsieg für Redzovic. Für Kreiskott aber war es ein großer moralischer Sieg.
Allein die Ansetzung der Mittelgewichtsbegegnung zwischen Mike Keta und Gökhan Kaya grenzt, jedenfalls für mich, an Körperverletzung. Keta (10 Kämpfe, 9 Siege, 8 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) ist bereits die Nummer 160 in der Welt. Sturm Promotion vergleicht ihn sogar mit Mike Tyson. Und dann lässt man ihn gegen einen Mann wie Kaya boxen. Kaya (5 Kämpfe, 5 Niederlagen, 3 durch KO), der noch keinen einzigen Profikampf gewinnen konnte, wird noch nicht einmal in irgendeiner Rangliste geführt. Beide machten das, wofür sie bezahlt wurden. Keta verprügelte seinen Gegner und Kaya versuchte so lange wie möglich zu überleben. In der zweiten Runde wurde der Kampf, den man niemals hätte ansetzen dürfen, abgebrochen.
Tiran Mkrtschjan gegen X, Manuel Flaißt gegen Torsten Roos und Mike Keta gegen Gökhan Kaya sind drei Kämpfe von insgesamt sieben, die die Boxwelt definitiv nicht gebraucht hat. Ich würde schon gerne wissen, welcher Matchmaker für diese Kampfansetzungen verantwortlich ist und dafür auch noch Geld bekommen hat. Solche Kämpfe sind zu tolerieren bei Veranstaltungen, die insgesamt nur über ein Budget von ein paar Tausend Euro verfügen. Aber im Vorprogramm einer Weltmeisterschaft, in diesem Fall einer Titelverteidigung von Felix Sturm, sollte es solche Kämpfe aber nicht geben. Entweder will Felix Sturm so wenig Geld wie nur irgend möglich für das Vorprogramm ausgeben, oder er hat schlicht logistische Schwierigkeiten dabei, anständige Kämpfe für das Vorprogramm auf die Beine zu stellen. Wenn es nur das Letztgenannte ist, bin ich gerne bereit ihm zu helfen.
© Uwe Betker

Foto: Stephane Jamoye vs. Luis Singo

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(C) Uwe Betker

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26. Juni 2011 at 23:59

Foto: Steve Jamoye vs. Boris Berg

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26. Juni 2011 at 23:59

Der Fisch stinkt vom Kopf her

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Was ist eigentlich so schwer daran, eine vernünftige Abrechnung vorzulegen und ein paar Antworten zu geben? Der Deutsche Boxverband (DBV) jedenfalls schafft es irgendwie nicht. Es gelingt ihm einfach nicht plausibel zu machen, wofür die Teilnehmerinnen der U17/U19 Nationalmannschaft bei der WM in Antalya 2.967,00 Euro bezahlen mussten.
Zuerst hieß es, der DBV hätte ein Problem mit der Finanzierung, weil sie, die Verbandsführung, nicht wissen konnte, was ansonsten aber jedem anderen Boxinteressierten durchaus schon bekannt war, nämlich dass Frauenboxen olympisch wird. Der DBV erklärte damals leichthin: „Nach Informationen des Deutschen Boxverbandes liegt das Problem der Finanzierung des olympischen Frauenboxens an der späten Bekanntgabe der Olympiateilnahme 2012 in London. Bei der Aufstellung des Haushalts und der Einteilung der Gelder waren WM und London 2012 als Kostenfaktoren noch nicht eingeplant. Erst mit der Bestätigung des Olympischen Komitees entstand international eine entsprechende Basis.“
Was dann folgte war ein unwürdiges Schauspiel. Der DBV konnte oder wollte den Teilnehmerinnen keine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten zukommen lassen. Was sich jedoch zeigte, war, dass ein Teil der Zahlen wohl so nicht stimmen konnte (Übernachtungskosten) und ein anderer Teil schien schlicht auf Bereicherung hinauszulaufen. Wie ist es denn sonst zu erklären, dass die Frage immer noch nicht beantwortet ist, warum die Teilnehmerinnen ca. 1.567 Euro Euro für Betreuer und Trainer aufbringen mussten. Die Trainer werden doch wohl immer noch vom DBV bezahlt. Muss ich das so verstehen, dass die Trainer doppelt kassiert haben oder dass der Verband sich auf Kosten seiner Athletinnen refinanziert hat. Die Begründung, die der Sportlichen Leiters Michael Müller hierfür liefert, grenzt für mich an einer Unverschämtheit: „Wenn wir eine WM ausstatten, dann gibt es keine Kompromisse.“ Ist das nun das Alternativlos von Herrn Michael Müller?
Ein paar Worte möchte ich doch noch verlieren über den Sportlichen Leiter des DBV Michael Müller. Ich habe mich an dieser Stelle ja schon einmal gefragt, was Herrn Müller eigentlich zu diesem Amt qualifiziert. War er ein guter und erfolgreicher Boxer? War er ein renommierter Trainer? Oder war er seit Jahren schon anderweitig dem Boxsport verbunden? – Vermutlich nichts von all dem. Focus Online schrieb über Müller: „Müller war seit 1997 als Sportdirektor für die leistungssportliche Ausrichtung und Führung des Trainerteams [bei den Ruderern] verantwortlich. Unter seiner Leitung hatte die deutsche Mannschaft in Peking [bei den Olympischen Spielen] erstmals seit 52 Jahren kein Olympiagold gewonnen.“ Womit wohl meine Frage beantwortet ist.
Der DBV hat inzwischen, soweit ich weiß, den Landesverbänden und damit den Teilnehmerinnen 1.192 Euro zurück erstattet. Die Boxerinnen haben aber 2.967,00 Euro bezahlt. Für mich heißt das erstmal nur, dass es umso dringender notwendig ist, eine detaillierte Aufstellung der Ausgaben mit entsprechenden Belegen vorzulegen.
Es wird kolportiert, dass der Präsident des DBVs Jürgen Kyas damit prahlt, durch seine guten Verhandlungen hätte das Trainingslager in Antalya nicht bezahlt werden müssen. Meinen Informationen zufolge war aber das Trainingslager von vorneherein für alle Nationen kostenlos. Oder muss ich diese Äußerungen so verstehen, dass jetzt alle Amateurboxverbände der Welt Herrn Kyas zu tiefem Dank verpflichtet sein müssen, weil er den türkischen Ausrichter erst hierzu bewegt hat. Dann wäre ja Herr Kyas einer der großen unbesungenen und zu Unrecht nicht gewürdigten und gehuldigten Helden.
Offensichtlich ist der DBV aber mit sich im Reinen und findet deshalb auch nichts dabei nun 1.350 Euro für die WM-Teilnahme der U17 der Männer zu verlangen. Nein – stimmt nicht so ganz. Der DBV schickte den Landesverbänden „einen Bogen, auf dem sich die einzelnen Vertreter mit der Zahlung von 1.350 Euro pro Teilnehmer einverstanden erklären sollen. Werden weniger als 50% der möglichen Stimmen abgegeben, gibt es keine deutsche Beteiligung an dem Turnier.“ Also, in meinem persönlichen Sprachgebrauch klingt das nach Erpressung.
Apropos Sprachgebrauch: Wenn die Spitze des DBVs auf Forderungen des Präsidenten des hamburger Amateurboxverbandes, Jimmy Jamal Abboud, nach Offenlegung der Kosten für die WM in Antalya und auf andere offene Fragen mit der Androhung von Schadensersatzforderungen in Höhe von 500.000 Euro reagiert, dann verstehe ich das als einen Versuch der Einschüchterung.
Da kommt mir irgendwie der Spruch in den Sinn: „der Fisch stinkt vom Kopf her“.
© Uwe Betker

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24. Juni 2011 at 23:59

Foto: Michael Recloux vs. Suleyman Dag

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24. Juni 2011 at 23:59

Foro: Suleyman Dag

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Die seltsamen Methoden der AIBA (2)

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Nachdem die AIBA, die International Boxing Association, bzw. das Exekutiv Komitee der AIBA, wohl statutenwidrig einfach mal einen Teil der nationalen Amateurboxverbände suspendierte hatte, kam sie auf die grandiose Idee, ihren Kongress 2010 von Almaty, Kasachstan, nach Busan, Süd Korea, zu verlegen. – Vermutlich hat die Verlegung des Kongresses nichts mit der Nationalität des Präsidenten der AIBA Dr. Ching-Kuo Wu zu tun. – Wer aber schon einmal Flüge umgebucht und Hotels storniert hat, der weiß, was hier an Arbeit und Kosten auf die einzelnen Verbände zugekommen ist. Wohlgemerkt, die gleichen Herren die diese Kosten produzierten, schlossen Mitglieder aus, die die 250 US Dollar Mitgliedsbeitrag zu spät überwiesen hatten.
Nun hatte die Führung der AIBA zum zweiten Mal über den Kopf ihrer Mitglieder hinweg zweifelhafte und wohl auch nicht so ganz statutenkonforme Entscheidungen getroffen. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich nun der Widerstand gegen das meiner Meinung nach selbstherrliche und respektlose Verhalten der Führung der AIBA formierte. Verschärft wurde die Situation noch dadurch, dass die AIBA es nicht, wie es ihre Statuten doch vorschreiben, für nötig hielt, ihre finanzielle Situation gegenüber ihren Mitgliedern offenzulegen – und das in einer Situation, wo sich hartnäckig Gerüchte halten, dass gerade hier einiges sehr im Argen liegen soll. Und dann brüstet man sich auf der Website der AIBA großspurig damit, dass Transparenz und Effizienz die zwei Schlüsselingredienzen der Finanzabteilung seien. Dreizehn nationale Verbände mit Rückgrat beschlossen nun also, Widerstand zu leisten. Deutschland mit seinem DBV war nicht dabei.
Bangladesch, Belgien, Brunei, Bulgarien, England, Äthiopien, Laos, Makedonien, Nepal, Rumänien, Thailand, Ost Timor und die Ukraine beauftragten gemeinsam einen Anwalt, um vor einem Zivilgericht in Lausanne, Schweiz den AIBA Kongress in Süd Korea zu verhindern, die Suspendierung der Verbände aufzuheben und die Publikation des Finanzreports zu erzwingen.
Wie man auch am Beispiel der FIFA sieht, ist der Schweizer Gesetzgeber nicht daran interessiert, die in der Schweiz ansässigen Sportverbände auch nur einem Mindestmaß an rechtlicher Kontrolle zu unterwerfen. Daher ist es, zumindest retrospektiv, nicht verwunderlich, dass die Klage „der Aufrechten“ nicht durchkam.
Hiernach reagierte die Führung der AIBA bzw. deren Disziplinarkommission mit einer Fürsorge und einem Verständnis, die mich – ich weiß auch nicht, wieso – an Josef Stalin erinnern. Am 31. Januar 2011 leitete die Kommission ein Verfahren gegen die dreizehn „aufrechten“ Nationen ein. Der Anwalt der bulgarischen Boxföderation forderte eine Anhörung vor der Disziplinarkommission. Am 05. April 2011 wurde dem Anwalt mitgeteilt, man billig ihm eine mündliche Anhörung am 25. April 2011 zu, auch wenn man diese nicht für nötig hielte. Am 21. April teilte der Anwalt mit Bulgarien würde auf eine mündliche Anhörung verzichten, weil der Präsident des Verbandes nicht erscheinen könne. So entschied dann die Kommission nach Aktenlage.
Bangladesch, Belgien, Brunei, Bulgarien, England, Äthiopien, Laos, Makedonien, Nepal, Rumänien, Thailand, Ost Timor und die Ukraine wurden zu einer Gelstrafe von 1.000 Schweizer Franken verurteilt. Hinzu kam, kein Witz, eine Bearbeitungsgebühr von 500 Franken. Die Strafe war innerhalb einer Woche zu bezahlen. Bangladesch, Makedonien und Ost Timor gingen straffrei aus, weil sie versichert hatten, sie seien an dem Prozess gegen die AIBA nicht beteiligt gewesen, bzw. sie hätten niemals einen Prozess führen wollen.
Die letzten aufrechten Zehn wurden von der Disziplinarkommission verurteilt, weil „ihr Verhalten dem Image der AIBA und ihrer Mitglieder geschadet hat.“ Eine solche Argumentation ist schon ziemlich grotesk: Ein Weltverband verstößt massiv gegen die eigenen Statuten, schadet mutwillig finanziell ihren Mitgliedern und verschleiert vermutlich auch ihre Finanzen gegenüber ihren Mitgliedern. Und dann, wenn hiergegen juristisch vorgegangen wird, spricht er davon, dass ihm geschadet worden sei. Ich sehe das genau andersherum.
In ihrem Urteil argumentiert die Kommission lang und breit, dass durch die Beauftragung eines Anwalts die Verbände das Risiko eingegangen seien, den Interessen der AIBA schweren Schaden zuzufügen; durch eine mögliche erzwungene Absage des Kongresses wäre der AIBA finanzieller Verlust, und durch einen Prozess hätte der Reputation der AIBA Schaden zugefügt werden können.
Irgendwie scheint es aber doch fast so, als wäre man sich der Absurdität dieser Argumentation doch bewusst, denn plötzlich taucht im Urteil ein anderer Grund auf. Die aufrechten Zehn – der deutsche DBV war nicht dabei – hatten es nämlich gewagt, mit zwei Personen, die suspendiert sind, Kontakt zu haben, uns zwar mit Paul King aus England und Gen. Taweep Jantaraoj aus Thailand. King, der Vizepräsident des englischen Amateurverbandes, und Jantaraoj sind erklärte Gegner der jetzigen AIBA-Führung. Das klingt für sich so, als hätte die AIBA da eine Verschwörung gewittert. – Stalin soll auch panische Angst vor Verschwörern gehabt haben. – Die Tatsache, dass die Zehn mit den beiden Suspendierten Kontakt hatten, war schließlich wohl Grund genug dafür, sie zu bestrafen. King soll sogar geplant haben, als Präsidentschaftskandidat beim Kongress anzutreten. King und Jantaraoj bekamen ebenfalls die 1.000 Franken Strafe plus 500 Franken Bearbeitungsgebühr aufgebrummt.
Muss man noch erwähnen, dass der alte und neue Präsident der AIBA, Dr. Ching-Kuo Wu, der von sich selbst sagt, er stamme aus einem Land namens Chinese Taipei, das es ja bekanntlich gar nicht gibt – bei dieser Bezeichnung handelt sich um eine künstliche Konstruktion des Internationalen Olympischen Komitees – bei dem Kongress keinen Gegenkandidaten hatte?
© Uwe Betker

Foto: Prügelei im Ring nach dem Kampf Adnan Salihu vs. Mike Algoet

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23. Juni 2011 at 23:59