Box-Blog

Einen Klitschko fordern und einen Rosi boxen

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Der Weltmeister im Cruisergewicht nach Version WBO, Muamer Hukic alias Marco Huck (34 Kämpfe, 33 Siege, 24 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO), fordert immer wieder gerne öffentlich den einen oder anderen der Schwergewichtsweltmeister mit dem Nachnamen Klitschko heraus. Das zeugt von einem großen Selbstbewusstsein. Erstaunlich ist jedoch, dass jemand, der von seinen Fähigkeiten so überzeugt ist, solche Gegner akzeptiert wie die, die ihm von seinem Veranstalter Sauerland Event vorgesetzt werden.
Am 22.11.2011 soll der in Ugao, Serbien geborene Huck gegen den Argentinier Rogelio Omar Rossi (20 Kämpfe, 17 Siege, 2 Niederlagen, 1 durch KO, 1 Unentschieden) boxen. Der ist zwar immerhin die Nummer 1 der argentinischen Rangliste, aber nur die Nummer 20 der unabhängigen Weltrangliste. Rossis letzter Gegner, den er besiegte, war die Nummer 259 in der Welt. Davor besiegte er die Nummer 22.
Nun könnte man meinen, dass jemand, der die Klitschkos ernsthaft herausfordern möchte, auch mal irgendwann gegen einen halbwegs starken und relativ gut gerankten Schwergewichtler boxt, um seiner Herausforderung Nachdruck zu verleihen. Huck macht das allerdings nicht. Nach seinem Punktsieg am 18.12.2010 gegen Denis Lebedev, den er ja vor allem den Punktrichtern Lahcen Oumghar und Manuel Oliver Palomo zu verdanken hat, kämpfte er nur noch gegen handverlesene Gegner. Am 04.02.2011 boxte und besiegte Ran Nakash und am 16.07.2011 Hernan Garay, die auf Position 25 und 31 in der unabhängigen Weltrangliste standen. Huck und Sauerland Event konnten oder wollten keinen Rückkampf mit Lebedev, dem man m. E. übel mitgespielt hatte.
Immerhin ist Rossi, wenn man der unabhängigen Rangliste halbwegs trauen mag, der beste Gegner nach seiner Pflichtverteidigung gegen Lebedev. Und er ist eben „nur“ die Nummer 22 in der Welt.
Man kann sich schon fragen, wie Huck überhaupt auf die Idee kommt, gegen einen Klitschko eine Chance haben zu können. Sein Management jedenfalls scheint ihm noch nicht einmal einen Sieg in einem Rückkampf gegen Lebedev zuzutrauen. Wie kann es ein Boxer mit einem so großen Ego aushalten, nur gegen so schwache Gegner anzutreten? Vielleicht will er aber nur gegen die Klitschkos antreten, um das Geld zu kassieren, wissend, dass er nicht gewinnen kann? Es könnte natürlich auch sein, dass er sich nur interessant machen will. Oder …
© Uwe Betker

3 Antworten

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  1. Ich glaube, da gibt es viele Möglichkeiten. leider ist es im Boxen ja oft so, dass das Management und der Boxer verschiedene Vorstellungen und Meinungen über die Fähigkeiten der Boxer haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Käpt’n Huck von sich denkt, dass er die Klitschkos schlagen könnte. Meiner Meinung nach ist er auch ein super Boxer. Jedoch kommt er noch nicht an die klitschkos ran. Er muss noch Erfahrung sammeln. Aber er hat das Potential, die Klitschkos eines Tages abzulösen…

    Jensi

    16. November 2011 at 23:59

    • Ich habe da meine Zweifel, aber ich lasse mich gerne überraschen.

      betker

      19. November 2011 at 23:59

  2. Jensi:Meiner Meinung nach ist er auch ein super Boxer.

    Du meinst aber nicht huk, ich errinne nur an den russen

    müller n.

    4. Januar 2012 at 23:59


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