Box-Blog

Archive for Januar 2012

Sturm Box-Promotion auf Expansionskurs

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Wenn man den Gerüchten glauben kann, ist Sturm Box-Promotion auf Expansionskurs. Angeblich hat Felix Sturm mit dem münchner TV-Sender SAT 1 einen Vertrag über 10 Veranstaltungen geschlossen. Dabei soll Sturm selber an nur drei bis vier Abenden der Hauptkämpfer sein. Als Boxfan kann man nur froh über diese Nachricht sein. Offensichtlich ist SAT 1 willens, weiter auf Boxen zu setzen.
Gleichzeitig dürfte Sturm nun auf der Suche nach Boxern sein, die entweder schon Hauptkämpfer sind oder in kurzer Zeit zu Hauptkämpfern für diese Veranstaltungen werden können. Im Moment wären meine Empfehlungen: Markus Tomala (9 Kämpfe, 7 Siege, 3 durch KO, 2 Niederlagen), Michael Wallisch (8 Kämpfe, 8 Siege, 5 durch KO) und Erkan Teper (7 Kämpfe, 7 Siege, 5 durch KO) im Schwergewicht, Henry Weber (15 Kämpfe, 14 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage) im Super Mittelgewicht, Gabor Veto (27 Kämpfe, 27 Siege, 21 durch KO), Robert Tlatlik (7 Kämpfe, 7 Siege, 5 durch KO) und Timo Schwarzkopf (5 Kämpfe, 5 Siege, 4 durch KO) im Weltergewicht, Raja Amasheh (13 Kämpfe, 12 Siege, 3 durch KO, 1 Unentschieden) im Fliegengewicht und Özlem Sahin (14 Kämpfe, 13 Siege, 4 durch KO, 1 Unentschieden), die Interims Weltmeisterin in Junior Fliegengewicht nach Version WIBF.
Vermutlich könnte man diese Liste noch erweitern. Diese Damen und Herren sind aber die ersten, die mir einfielen. Wenn Felix Sturm also wirklich will, so hat er eine große Auswahl an möglichen Mitstreitern fürs Boxen bei SAT 1.
© Uwe Betker

Foto: Özlem Sahin vs. Corina Carlescu

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(C) Claudius Schell

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29. Januar 2012 at 23:59

Foto: Lubos Suda

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29. Januar 2012 at 23:59

Der BoxSport berichtet

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Die Zeitschrift der BoxSport berichtete über die Mechernicher Fight Night vom 10.12.2011 in einem Artikel mit den Titel: „Gevor prügelt wieder auf den Ringrichter ein“. Der Herausgeber Hans Reski meinte wohl, seine Leser über die Ausschreitungen in der Eifel informieren zu müssen. Jedoch stand er wohl nun vor einem Problem. Denn der BoxSport berichtet wohl prinzipiell über keine kleineren Veranstaltungen oder, anders ausgedrückt, über keine Veranstaltungen, die nicht vorher Werbung bei ihm gekauft haben.
Dem Artikel kann man nicht entnehmen, wer ihn geschrieben hat, was ich sehr bedauere. Ich hätte mich gerne persönlich mit dem Herrn oder der Dame unterhalten, der oder die doch wohl anwesend war. Man kann beim Lesen des Artikels zumindest den Eindruck bekommen, dass jemand vom BoxSport vor Ort war. Bedauerlicherweise habe ich am Ring aber keinen Mitarbeiter entdecken können. Ich hätte sehr gerne nach dem Tumult meine Eindrücke mit denen eines Kollegen abgeglichen. Wer auch immer diesen Artikel geschrieben haben mag, seine Wahrnehmung weicht jedenfalls in einigen entscheidenden Punkten von meiner ab.
Wenn man den Artikel liest, kann man auf die Idee kommen, Khoren Gevor und der Ringsprecher waren die Einzigen an diesem Abend, die an dem ganzen Skandal beteiligt waren. Da heißt es z.B.: „Gerade hatte Ringsprecher Dirk Spiekermann den Sieg für die Rote Ecke von Baker Barakat verkündet, da attackierte Gevor Ring- und Punktrichter Paji Peci mit einem satten Hieb. Zahlreiche Helfer stürmten in den Ring und versuchten, den tobenden Ex-Europameister unter Kontrolle zu bringen. Vergeblich.“
Jeder konnte sehen, dass Gevor den Ringrichter attackierte. Ob nun allerdings der Hieb ein „satter“ gewesen ist, kann ich persönlich nicht beurteilen, aber es sah für mich so aus, als hätte Gevor gar nicht getroffen. Ich weiß natürlich nicht, was der Autor sagen will, wenn er mitteilt: „Zahlreiche Helfer versuchten“ Gevor „unter Kontrolle zu bringen“. Für mich sah das doch eher so aus, als ob ein Mob versuchte, jemanden niederzuknüppeln. Einen Versuch der Deeskalation habe ich da auf keinen Fall erkennen können.
Weiter heißt es: „Kurz darauf kletterte Gevor wutschnaubend durch die Seile und setzte seine Randale im Publikum fort, pöbelte Zuschauer an und schmiss mit Stühlen um sich. (…) Mit großer Eskorte und unter gellendem Pfeifkonzert wurde der Armenier anschließend in die Kabine gebracht.“
Ich kann mich natürlich irren – und natürlich habe ich auch nicht alles gesehen – aber, dass hat der Berichterstatter die Menschenjagd auf Gevor nicht gesehen hat, ist mir rätselhaft. Es muss doch überall zu hören gewesen sein, wie Barakat namentlich Schläger anflehte, von Gevor abzulassen, weil er doch nur sein Kind suche und die Halle verlassen wolle. Aber der Autor hat dafür anderes gehört und gesehen. So hat er vor dem Kampf ein Versprechen von Gevor gehört, „sich anständig zu benehmen“. Und er hat beim Wiegen „Provokationen und Anfeindungen“ gesehen und gehört, die er oder sie aber nicht weiter benennt.
Wie schon gesagt, ich würde sehr gerne meine Wahrnehmung der Veranstaltung mit dem oder der Kollegin vom BoxSport abgleichen.
© Uwe Betker

Foto: Robert Tlatlik vs. Rustem Trott

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(C) Bettina Grünhäuser

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28. Januar 2012 at 23:59

Foto: Gabor Veto vs. James Kimori

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28. Januar 2012 at 23:59

Sauerland Event, WBO, Faustkämpfer Verband Austria und ein Mondmeister

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Es muss wohl eine unerträgliche Vorstellung sein, einen Kampf im Fernsehen zu übertragen, in dem es nicht um irgendeinen Titel geht. Wie kann man sich sonst diese Farce erklären: Arthur Abraham (36 Kämpfe, 33 Siege, 27 durch KO, 3 Niederlagen) gewann am Samstag, dem 14.01.2012 in Offenburg gegen Pablo Oscar Natalio Farias (21 Kämpfe, 19 Siege, 11 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und wurde damit tatsächlich European Champion, also Europameister der WBO im Super Mittelgewicht. Wohlgemerkt gegen einen Gegner, der in Buenos Aires geboren wurde, der dort lebt und der auch die argentinische Staatsangehörigkeit hat.
Diese monströse Absurdität war nur möglich, weil Sauerland Event es so wollte, die Word Boxing Organisation (WBO) und der Faustkämpfer Verband Austria (FVA) dies sanktionierten und die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) es sich gefallen ließ. Natürlich wussten die entsprechenden Herren aus Berlin, Puerto Rico und Wien, dass Argentinien nicht in Europa liegt. Daher versah man Pablo Oscar Natalio Farias kurzerhand mit einer österreichischen Notlizenz. Hier könnte man natürlich die Frage stellen, ob denn damit der Argentinier nun auch wirklich berechtigt war, um die „Europameisterschaft“ der WBO zu boxen. Hätte er dann nicht eigentlich nur um eine „internationale“ Meisterschaft boxen dürfen?
Sei es, wie es ist. Sauerland Event, WBO und Faustkämpfer Verband Austria haben ihr Ziel erreicht: Arthur Abraham darf sich wieder Champion nennen. Wenn es denn ohne Titel nun mal nicht geht, kann man aber noch kreativer werden. Wieso lässt man beispielsweise Männer nicht um Frauen Weltmeisterschaften boxen? Wenn Nicht-Europäer um europäische Titel boxen können, sollten doch wohl auch Männer um Frauentitel boxen dürfen. Man muss ihnen nur eine entsprechende Lizenz ausstellen. Ich könnte mir da sogar vorstellen, dass eine solche Weltmeisterin dann auch die Akzeptanz des Frauenboxens bei der ARD und bei Wilfried Sauerland erhöht.
Ich hätte da noch einen Vorschlag für Sauerland Event, WBO und FVA. Wenn man schon aus Arthur Abraham nicht einfach so einen „World Champion“ machen kann, warum macht man aus ihm keinen „Moon Champion“. Anstatt sich mit anderen Weltmeistern herum zu schlagen, könnte man ihn gegen irgendeinen Boxer antreten lassen und ihn zum „Mondmeister“ küren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die WBO und der Faustkämpfer Verband Austria das sanktionieren und die ARD es auch übertragen würde.
© Uwe Betker