Box-Blog

Archive for Mai 2012

Foto: Agron Dzila vs.Peter Omondi (mit Daniel Van de Wiele)

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Written by betker

29. Mai 2012 at 23:59

Ein Ausblick auf den Kampf zwischen Jessica Balogun und Cecilia Braekhus

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Am 02.06.2012 trifft Jessica Balogun (23 Kämpfe, 22 Siege, 10 durch KO, 1 Niederlage), geb. in Aachen auf Cecilia Braekhus (19 Kämpfe, 19 Siege, 5 durch KO), geb. in Cartagena, Kolumbien. Der Kampf findet in Herning, Dänemark statt. Es geht um den WBA, WBC und WBO Titel im Weltergewicht. Braekhus ist die Nummer drei der unabhängigen Weltrangliste und Balogun die Nummer sechs. Die beiden kennen sich sehr gut, obwohl sie jetzt zum ersten Mal gegeneinander kämpfen. Balogun war schon mehrfach Sparringspartnerin von Braekhus.
Es war nahezu unvermeidlich, dass Braekhus gegen Balogun antritt. Denn es gibt kaum angemessene Gegnerinnen für die Norwegerin. Offensichtlich geht Sauerland Event, der Veranstalter von Braekhus, davon aus, seine einzige weibliche Boxerin, die allerdings keine Hauptkämpferin im deutschen Fernsehen ist, könnte nun die starke Balogun schlagen. Die Erfahrung und viel andere Faktoren sprechen für die Titelverteidigerin.
Mario Guedes, der Manager und Trainer Balogun, geht jedenfalls davon aus, dass sein Schützling, sofern die Punktrichter fair punkten, eine reelle Chance hat. Er glaubt beobachtet zu haben, dass Braekhus Probleme mit den Körpertreffern von Balogun hat. Auch wenn Balogun verlieren sollte, so hat sie dann, mit ihren 23 Jahren, immer noch genug Zeit, Weltmeisterin eines großen Verbandes zu werden.
© Uwe Betker

Foto: Foto: Odlanier Solis vs. Konstantin Airich

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(C) S. Yamada / ARENA

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28. Mai 2012 at 23:59

Foto: Felix Sturm vs. Sebastian Zbik

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(C) Pressefotodienst-Deutschland

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28. Mai 2012 at 23:59

Foto: Robert Tlatlik vs. Rustem Trott

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Doping durch Schweinefleisch?

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Der Weltergewichtler Andre Berto (29 Kämpfe, 28 Siege, 22 durch KO, 1 Niederlage) wurde positiv auf das anabole Steroid Nadrolon getestet. Berto, der amtierende Weltmeister der IBF und der ehemalige der WBC, gilt zurzeit als der zweitbeste Weltergewichtler der Welt. Er sollte in Kürze, am 23. Juni in Los Angeles gegen Victor Ortiz (34 Kämpfe, 29 Siege, 22 Siege, 3 Niederlagen, 2 durch KO, 2 Unentschieden) boxen, der ihm am 16.04.2011 seinen WBC Titel abgenommen hatte.
Nun meldete eine amerikanische Quelle, dass „ der Nadrolon-Anteil in Bertos Körper zu gering“ war, „um auf bewusste Einnahme des Stoffes hinzuweisen. Wahrscheinlicher ist, dass es über Nahrungsmittel in Bertos Körper gelangte.“ Ich muss gestehen, dass mir ein wenig der Glaube fehlt, dass der Verzehr von Schweinefleisch wirklich die Erklärung für das Nadrolon in Bertos Körper sein könnte.
Dagegen spricht nämlich: Andre Berto hat seit Jahren Victor Conte zum Fitnesstrainer und Ernährungsberater. Eben dieser Conte wurde berühmt als Hauptakteur des größten Dopingskandals des Sports. Conte war Gründer und Inhaber des Labors BALCO (Bay Area Laboratory Co-Operative), welches systematisch Spitzensportler mit Steroiden und Wachstumshormonen versorgte. Unter den Kunden waren die Weltklasse-Sprinter Marion Jones und Tim Montgomery, Baseball-Star Berry Bonds und viele viele andere.
Nachdem die Machenschaften von Conte publik geworden waren, legte er ein Teilgeständnis ab und kam mit einer lächerlichen Gefängnisstrafe davon. Jener Victor Conte also war der Mann, dem Berto hinsichtlich seiner Fitness und Ernährung vertraute.
© Uwe Betker

Foto: Özlem Sahin vs. Corina Carlescu (mit Daniel Van de Wiele)

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(C) Claudius Schell

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21. Mai 2012 at 23:59

Foto: Konstantin Airich beim Wiegen mit Ahmet Öner

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(C) S. Yamada/Arena

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19. Mai 2012 at 23:59

Foto: Odlanier Solis beim Wiegen

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(C) S. Yamada/Arena

Written by betker

19. Mai 2012 at 23:59

Gastbeitrag von Andreas Grunwald: Warum der stagnierende Boxsport dringend frischen Wind braucht

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Aus der ehemals glänzenden Gelddruck-Maschine „Profiboxen“ ist ein schwächelndes Motörchen geworden, welchem langsam der Sprit ausgeht. Während noch vor 30 Jahren eine Weltmeisterschaft im Schwergewicht von der halben Welt zu den unmöglichsten Uhrzeiten am TV verfolgt wurde, locken heutzutage selbst hochkarätige Box-Events nur noch ein paar schlappe Millionen Zuschauer vor die Glotze.
Die Boxwelt ist aufgerieben in einige große und viele kleine Verbände. In jeder Gewichtsklasse gibt es eine Unzahl an Weltmeistern, Super-Weltmeistern, Interims-Weltmeistern und darüber hinaus noch etliche geradezu lächerliche Titel, die dem Hirn eines billigen Fantasy-Roman-Autors entsprungen sein könnten.
Die Zuschauer fühlen sich anhand von dubiosen Punktrichter-Urteilen, von handverlesenen und medial zu Hochkarätern aufgepuschten Schwachmaten als Gegner für alteingesessene Weltmeister, von Weltmeistern, die ernsthaften Konkurrenten um ihre Titel mit den abstrusesten Strategien aus dem Weg gehen und der undurchschaubaren „Politik“ der großen Verbände und Veranstalter für dumm verkauft und genießen die Fernseh-Prime-Time lieber bei „Wetten Dass“ oder dem Tatort, als sich den 25. „Kampf des Jahres“ innerhalb eines
Jahres anzusehen.
Die Strukturen sind verkrustet, der mediale Rummel für die Vermarktung der immer uninteressanter werdenden Kämpfe verschlingt Unmengen an Geld, welches die Veranstalter an anderer Stelle wieder einsparen müssen, und das Interesse der großen Sendeanstalten lässt proportional mit der sinkenden Einschaltquote immer mehr nach, wodurch dem schwächelnden Markt noch mehr Geld entzogen wird.
Einer der Ersten, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, war Kalle Sauerland. So kam ihm 2009 die brilliante Idee, ein Turnier der besten Supermittelgewichtler aus allen Verbänden, das „Super Six“ ins Leben zu rufen, weil das quotenbringende (und damit geldbringende) Zuschauervolk kein Kirmesboxen mehr sehen will, sondern stattdessen wirklich die Besten gegen die Besten.
Der organisatorische Aufwand, dieses Turnier zu stemmen, die Boxer, die Veranstalter und die Verbände vertraglich unter einen Hut zu bringen und dabei auch die Interessen der übertragenden Sendeanstalten sowie die Beschaffung und Verteilung der erforderlichen Geldmittel mit allen Beteiligten abzustimmen und juristisch dingfest zu machen, war wahrscheinlich DIE Managerleistung der Boxgeschichte.
In der praktischen Umsetzung erwies sich das Super-Six-Turnier dann allerdings als ein unberechenbarer Popans. Einige Boxer stiegen mitten im Turnier ohne Begründung einfach aus, andere verletzten sich und konnten nicht mehr antreten, und es musste mit so vielen Unwägbarkeiten gekämpft werden, dass sich die ganze Schose wie zäher Honig über zwei Jahre in die Länge zog und am Ende trotz eines hochklassigen Finals nur noch als eine Karikatur seiner selbst einen Abschluss fand.
Dennoch ist der von Sauerland eingeschlagene Weg der richtige. Das Boxen braucht drei Dinge: Einschaltquote, Einschaltquote und Einschaltquote! Und der Weg dahin kann nur über neue Ideen führen, die dem Zuschauer und Quotenbringer ein Höchstmaß an Spektakel und echtem Weltklasse-gegen-Weltklasse-Boxen garantiert!
Nehmen wir einmal die Sauerland-Idee „Super-Six“ als Initialzündung und spinnen den guten Ursprungsgedanken zu einer neuen Idee weiter: Statt eines Turniers, aus welchem nach Monaten oder Jahren nur ein einziger Kämpfer als Sieger hervorgeht, könnte man auch an einem einzigen Abend zur Prime-Time ein fünf- bis sechsstündiges TV-Event anbieten, in welchem die vier oder fünf besten Boxer einer Gewichtsklasse aus Europa gegen die vier oder fünf besten Boxer vom amerikanischen Kontinent antreten. Es finden also vier oder fünf Kämpfe an einem Abend statt, wobei die jeweiligen Paarungen erst frühestens am Abend vor dem Event live im TV ausgelost werden.
Welcher Kontinent am Kampfabend dann die meisten Siege errungen hat, hat gewonnen. Selbstverständlich gibt es für jeden Kampf der Kontinente auch einen Rückkampf; die eingeladenen Boxer können sich durch interessante Ausscheidungskämpfe qualifizieren, kein Boxer muss seinen persönlichen Titel aufs Spiel setzen, die Zuschauer bekommen endlich das, was sie sehen wollen, und die Kohle fließt für alle Beteiligten wieder in Strömen. Diese Länder- oder Kontinentalkämpfe können so durchaus eine ständige Institution werden (wie es ja auch beispielsweise im Golfsport jedes Jahr einen Team-Cup Europa gegen Amerika gibt) und würden auch immer interessant bleiben, weil sich immer neue Leute an die Spitze ihrer jeweiligen Kontinente boxen, so dass sich die Besetzungen der jeweiligen Teams ständig verändern werden.
Die Vorstellung, im Cruisergewicht kämpfen so erbitterte Rivalen wie Marco Huck, Denis Lebedew, Ola Afolabi und Firat Arslan abendfüllend Seite an Seite in einem Europa-Team gegen das Team Amerika mit Joan Pablo Hernandez, Steve Cunningham, Antonio Tarver und Guillermo Jones, ist einfach nur elektrisierend.
Und die halbe Welt würde auch wieder vor dem Fernseher sitzen.Verehrte Deutsche Promoter, es gibt viel zu tun. Packt es an!
Herzlichst, Euer Andreas Grunwald, Ringfotograf (Sportfotodienst Stuttgart)
(C) Andreas Grunwald