Box-Blog

Archive for Oktober 2016

Foto: Radwan Boeka vs. Bai-Thaimko Conteh

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jos-erkens Radwan Boeka vs. Bai-Thaimko Conteh (6)

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27. Oktober 2016 at 23:59

Foto: Tom Schwarz

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(C) Team SES

(C) Team SES

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25. Oktober 2016 at 23:59

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Foto: Yusuf Kangül vs. Tiran Metz

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(C) Uwe Betker

(C) Uwe Betker

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25. Oktober 2016 at 23:59

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Foto: Nummerngirl

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Boxen Lübeck 1 241
(C) Reinhard Zillmer

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24. Oktober 2016 at 23:59

Boxen statt Brunchen

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Samstags, am späten Vormittag oder am Mittag, ist die Zeit, zu sich junge, hübsche und schicke Hipster in einem chic gestylten Café treffen, um dort zusammen mit Freunden einen ausgiebigen Brunch zu sich zu nehmen. Am 22.10.2016 trafen sich andere zur gleichen Zeit in einem alten Industriegebäude in Essen, um Boxen zu sehen. Zu sehen gab es in der Boxing Industry sechs Profiboxkämpfe.
Als erstes stieg der Gastgeber Sebastian Tlatlik (12 Kämpfe, 11 Siege, 10 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) zu einer Super Federgewichtsbegegnung mit Evgenij Melzer (2 Kämpfe, 1 Sieg, 1 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) in den Ring. Der Kampf war technisch gut. Melzer boxte durch die Mitte und versuchte von Anfang an, Druck zu machen. Tlatlik boxte zunächst defensiv und punktete mit Kopf- und Körperhaken als Konter. Im zweiten Durchgang wurde Tlatlik aktiver. Er beherrschte die Ringmitte und trieb seinen Gegner vor sich her. Immer wieder brachte er Kombinationen zum Körper ins Ziel. Ende der Runde ging Melzer nach einer solchen zu Boden. In den folgenden Runden behinderte ihn starkes Nasenbluten. In dem folgenden Durchgang fing Tlatlik mit Melzer an zu spielen. Er pendelte dessen Schläge lässig aus. Einmal zwang er sein Gegenüber mit einer Rechten zum Körper und Ende der Runde mit einem Schlaghagel zu Boden. In der vierten der sechs angesetzten Runden kam das Ende für den tapferen Melzer. Erst brachte ihn ein linker und rechter Körperhaken, gefolgt von einem rechten Kopfhaken, zu Boden. Später streckte ihn ein Körper- und ein Kopfhaken erneut auf die Bretter und wurde vom GBA Ringrichter ausgezählt. Sieger durch KO in Runde 4 nach 2:54 Minuten: Sebastian Tlatlik.
Die folgenden Kämpfe waren alle kürzer, wobei der zweite der kürzeste war. Nach 35 Sekunden war bereits Schluss: Im Cruisergewicht trafen Rojhat Bilgetekin (11 Kämpfe, 7 Siege, 7 durch KO, 4 Niederlagen, 4 durch KO) und Pierre Kerstan (11 Kämpfe, 11 Niederlagen, 10 durch KO) aufeinander. Bereits die erste linke Grade zum Kopf von Kerstan kam durch und brachte ihn ins Stolpern. Bilgetekin setzte nach und kam mit einer Rechten zum Kopf durch, die Kerstan fällte. Der Ringrichter Thomas Hackenberg zählte bis zehn. Sieger durch KO in Runde 1, nach 35 Sekunden: Rojhat Bilgetekin.
Im Super Federgewicht boxten Sandro Lütke Bordewick (12 Kämpfe, 6 Siege, 5 durch KO, 6 Niederlagen, 5 durch KO) und Lorans Elyas (3 Kämpfe, 3 Niederlagen, 2 durch KO) gegeneinander. Elyas schlug viel, traf aber nur die kompakte Deckung von Lütke Bordewick. Dieser beschränkte sich auf Eins-Zwei-Kombinationen. Ende der Runde stellte Lütke Bordewick ihn dann an den Seilen und deckte ihn ein. Der Trainer von Elyas warf das Handtuch. Sieger durch TKO in Runde 1, nach 2:46 Minuten: Sandro Lütke Bordewick.
Der vierte Kampf war noch kürzer als der zweite. Es kämpften im Leichtgewicht Tom Tran (2 Kämpfe, 2 Siege, 1 durch KO) und Marc Schulz (5 Kämpfe, 5 Niederlagen, 5 durch KO) gegeneinander. Bereits die erste Aktion, viele harte Schläge, schickte Schulz in die Seile, durch die er fast durchgefallen wäre. Ringrichter Hackenberg brach den Kampf ab. Sieger durch TKO in Runde 1, nach 23 Sekunden: Tom Tran.
Im fünften Kampf boxten im Super Leichtgewicht Andreas Maier (4 Kämpfe, 4 Siege, 4 durch KO) und der Veranstalter Hani El-Jarie (9 Kämpfe, 2 Siege, 1 durch KO, 7 Niederlagen, 7 durch KO). Maier beherrschte den Kampf von der ersten Sekunde an. Er boxte beherrscht und abgeklärt. Er zeigte eine gute Führhand. Schon bei der ersten schnellen Kombination zum Kopf hatte El-Jarie genug. Er gab auf. Sieger durch TKO in Runde 1, nach 1:39 Minuten: Andreas Maier.
Den Hauptkampf des Abend bestritten dann Samy Raid Musa (10 Kämpfe, 10 Siege, 7 durch KO) und Alexander Garbusov im Super Mittelgewicht. Musa nutzte seinen Reichweitenvorteil. Er boxte schön lang und gerade. Bald schon hatte er seinen Gegner mit einer Linken zum Kopf und einer Rechten zum Körper erschüttert. Dann flog auch schon das Handtuch. Sieger durch TKO in Runde 1, nach 40 Sekunden: Samy Raid Musa.
Die Anzahl der Hipster unter den Zuschauern bei der Veranstaltung in der Boxing Industry in Essen, war überschaubar. Es gab keinen Brunch, dafür nur Boxen, was aber ungefähr so lange dauerte wie ein längeres verspätetes Frühstück. Kaffee gab es aber auch. Ich persönlich finde Boxen besser als Brunchen.
(C) Uwe Betker

Foto: René Oeffner vs. Selim Sarialioglu

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(C) Ania Pospiech Photography

(C) Ania Pospiech Photography

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22. Oktober 2016 at 23:59

Foto: Werner Kreiskott (mit Thomas Hackenberg)

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(C) Uwe Betker

(C) Uwe Betker

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22. Oktober 2016 at 23:59

Foto: Pressetraining Özlem Sahin

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(C) Uwe Betker

(C) Uwe Betker

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22. Oktober 2016 at 23:59

Foto: Somay Bilal vs. Goncalo Pimenta

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jos-erkens Somay Bilal vs. Goncalo Pimenta (2)

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22. Oktober 2016 at 23:59

Das Ende des Profiboxens in Deutschland

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Wäre dies ein etwas altertümlicher Bericht über Politik, dann würde er wohl so anfangen: „Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete…“. Es ist aber ein Bericht übers Profiboxen in Deutschland – also fängt er anders an:
Es kursiert das Gerücht, dass Sat.1 zum April nächsten Jahres die Zusammenarbeit mit Sauerland Promotion praktisch einstellen will. Es sollen dann nur noch drei bis vier Boxveranstaltungen, und zwar Weltmeisterschaften, übertragen werden. Wohl gemerkt, das ist nur ein Gerücht, aber es kommt doch „aus gut unterrichteten Kreisen“.
Angeblich hat die Entscheidung auch schon Folgen. Es heißt da etwa, dass wohl die Trainer in Zukunft nicht mehr von dem Berliner Veranstalter bezahlt werden, vielmehr sollen das die Boxer selber tun. Meinem Informanten zufolge, wurde diese Entscheidung einem Trainer von Sauerland bereits mitgeteilt. Offen ist noch, ob dies auch für Ulli Wegner gelten soll. Ich werde aber nicht müde zu wiederholen, dass es sich hier nur um ein Gerücht handelt.
Eine solche Entscheidung von Sat.1 würde praktisch der Anfang vom Ende des Profiboxens in Deutschland, so wie wir es heute kennen, darstellen. Unberührt bleibt davon aber die Frage, ob, in absehbarer Zeit, danach dann vielleicht etwas Neues – und auch Erwähnenswertes – entstehen wird und kann.
Versuchen wir doch einmal durchzuspielen, was passiert:
Sat.1 überträgt nur noch drei bis vier Veranstaltungen von Sauerland im Jahr. Überträgt der Sender dann zusätzlich weiterhin Kämpfe von Felix Sturm, der bis jetzt noch keine wahrnehmbaren Anstalten getroffen hat, sich von dem Vorwurf, ein Doper, und damit ein Betrüger, zu sein, rein zu waschen. Die Frage ist, ob der Sender aus Unterföhring bei München Adnan Ćatić noch weiter geschätzte 1,5 Millionen Euro (das ist natürlich auch nur ein Gerücht) für einen Kampf überweisen will, obwohl doch die Staatsanwaltschaft weiterhin ermittelt.
RTL überträgt seit geraumer Zeit nur noch Wladimir Klitschko und Marco Huck. Was aber passiert, wenn Klitschko den Kampf, der aktuell im Gespräch ist, gegen Anthony Joshua, nicht gewinnen kann oder sogar KO geht? – Beides durchaus realistische Szenarien. Können wir davon ausgehen, dass der 40-jährige Klitschko dann noch einmal von vorne anfängt? Oder geht die Ära Klitschko endgültig zu Ende? Und was wird dann RTL weiter machen? Wird der Sender aus Köln weiter die Kämpfe von Muamer Hukić zeigen? Oder zieht er sich dann ganz aus dem Boxen zurück?
Es bleiben da noch SES-Boxing und der Mitteldeutsche Rundfunk. Hier hört man (auch dies ist nur ein Gerücht), dass der MDR schon zum Teil unzufrieden mit der Qualität der Veranstaltungen ist. Und massive Unzufriedenheit soll auch der Grund für den faktischen Ausstieg von Sat.1 aus dem Boxen sein.
Für das Profiboxen in Deutschland hieße das, es blieben nur noch das Internet, ein öffentlich-rechtliches Regionalprogramm und Spartenkanäle. Das dürfte dann der Anfang vom Ende des Profiboxens, in der jetzigen Form jedenfalls, in Deutschland sein. Zwangsläufig wird das Profiboxen schrumpfen.
Sollten sich nun Vertreter des Amateurboxens – pardon, des Olympischen Boxens – die Hände reiben und sich darüber freuen, dass „ihre“ Boxer zukünftig nun nicht mehr von den „bösen“ Profis abgeworben werden, dann ist das ein wenig kurz gedacht. Gibt es nämlich kein Profiboxen mehr im Fernsehen zu sehen, dann werden auch immer weniger Jungen und Mädchen überhaupt den Weg zum Boxen finden. Und dann haben wir nicht nur eine Krise des Profiboxens, sondern auch des Amateurboxens.
© Uwe Betker