Box-Blog

Gastbeitrag: Frauenbeauftragte ausgeschlossen!

with 6 comments

Der Hamburger Boxverband überrascht erneut mit einem kaum mehr nachvollziehbaren Verhalten.
Wir zitieren Nele Walter:
„Ich bin heute als ehemalige Frauenbeauftragte und Justiziarin des Hamburger Boxverbandes von dessen neuem Vorstand ausgeschlossen worden, weil ich seit Dezember des vergangenen Jahres eine junge Sportlerin des Verbandes – in meiner Eigenschaft als Frauenbeauftragte und Justiziarin – dabei unterstützt habe, Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Trainer zu stellen und psychologische Hilfe zu bekommen. Die Sportlerin hat ihren ehemaligen Trainer bezichtigt, sie sexuell missbraucht zu haben.
Sicherheitshalber der kurze Hinweis: Eine Frauenbeauftragte ist gerade dafür da, sich um solche Mädchen zu kümmern. Dies gilt einmal mehr in einem Sportverband, der in erster Linie mit Jugendlichen arbeitet.
Zusätzlich zu dem „Ausschluss“ wurde mir ein Hausverbot erteilt. Von meinen beiden Ämtern bin ich ohnehin bereits vor Wochen zurückgetreten, weil ich im Verband nahezu keine Unterstützung erfahren habe, mir im Gegenteil Hass entgegenschlug und ich und meine Familie nicht nur einmal anonym bedroht wurden. ( Ich bin im 8. Monat schwanger aber das nur am Rande.)
Die Sportlerin hat mittlerweile die Stadt verlassen, weil auch sie – Nein gerade sie! – beschimpft und diffamiert wurde.
Sie und ich, wir stehen jetzt draußen…“
(C) Boxclub Epeios

Written by betker

12. Oktober 2017 um 23:59

6 Antworten

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  1. so ist das mit den Männervereinen, es darf nichts nach außen kommen um jemanden zu belasten. In welchem Zeitalter leben wir eigentlich? Wenn der Vorwürf der Sportlerin stimmt, gehört der Trainer auf die Anklagebank und vom Sport suspendiert auf Lebzeiten.

    Berthold Trachsel

    12. Oktober 2017 at 23:59

    • sehe ich auch so

      betker

      14. Oktober 2017 at 23:59

    • Es gab eine Anklage. Diese wird aber aufgrund mangelder Beweise von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt. D.h. das Verfahren wurde eingestellt. In diesem Sinne ist der Trainer de facto vom deutschen Rechtsstaat rehabiliiert worden.

      Anonymus

      18. Oktober 2017 at 23:59

      • Aber ist dann ein solches Verhalten eines Vereins angemessen?

        betker

        25. Oktober 2017 at 23:59

      • @betker: Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wirklich schlimm finde ich, wie damit an die Öffentlichkeit gegangen wurde. Jetzt kennt praktisch jeder den Namen des Mädchens; das macht die Situation für sie nicht angenehmer. Ansonsten empfehle ich den Vorgang im ‚Hamburger Abendblatt‘ nachzulesen (alle Artikel sind online einsehbar)

        Bekanntmachungen des jetzigen HABV-Vorstandes:

        http://www.habv.de/index.php/amtliche-bekanntmachung/98-bekanntmachung-des-habv-vorstandes

        http://www.habv.de/index.php/amtliche-bekanntmachung/102-richtigstellung-des-habv-vorstandes

        Ich weise darauf hin, dass es schon häufiger Anzeigen wegen sexuellem Missbrauch gab und wo sich schließlich herausstellte, dass alles erstunken und erlogen wurde. Daher bitte ich Vorverurteilungen zu vermeiden und dieses Thema sachlich anzugehen.

        Anonymus

        27. Oktober 2017 at 23:59

      • Anzeigen über sexuellen Missbrauch sind häufig mit Vorsicht zu genießen. Zum einen sind nicht wenige Anzeigen „erstunken und erlogen“. Zum anderen werden Täter freigesprochen und Taten vertuscht. – Es ist ein sehr schwieriges Thema.
        Wie Sie sicher bemerkt haben, ist der Beitrag über die Vorkommnisse in Hamburg nicht von mir und eindeutig als Gastbeitrag gekennzeichnet. Ich wollte weder mich, noch meinen Blog hier positinieren. Letztlich kann ich nicht beurteilen, was an welchen Vorwürfen dran ist. Genau deshalb wudre die Meldung auch als Gastbeitrag gekennzeichnet veröffentlicht. Natürlich bin ich jeserzeit bereit dem HABV die Möglichkeit einer Gegendarstellung als Gastbeitrag zu geben.

        betker

        29. Oktober 2017 at 23:59


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