Box-Blog

Archive for April 2018

Boxen und Boxer in der Musik: Lieder über Boxer (1)

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Es gibt erstaunlich wenige Lieder über Sportler. Daher fallen mir auch nur sehr wenige Lieder ein, die von Boxern handeln, ob nun im allgemeinen, oder im besonderen. Allerdings habe ich auch keinen besonderen Ehrgeiz entwickelt, eine möglichst vollständige Sammlung anzulegen. Viele dürften mir daher eventuell entgangen sein. Spontan fallen mir nur vier Lieder ein, die ich hier nun in chronologischer Folge vorstellen werde.
Das wohl bekannteste Lied über einen Boxer heißt auch schon so: „The Boxer“; Paul Simon schrieb es 1968. Die Folk-Rock-Ballade wurde 1969 von dem US-amerikanischen Duo Simon & Garfunkel als Single veröffentlicht. Es erreichte Platz 7 der US-amerikanischen und Platz 19 der deutschen Charts. Das Musikmagazin Rolling Stone führt es auf Platz 105 seiner Liste der 500 besten Songs aller Zeiten. 1970 wurde es im Album „Bridge Over Troubled Water“, dem letzten gemeinsamen Studioalbum von Paul Simon und Art Garfunkel, aufgenommen.
Das Lied handelt von einem Verlierer in der Großstadt. Der Ich-Erzähler beschreibt seinen vergeblichen Kampf gegen Einsamkeit und Armut in New York City. In der letzten Strophe wechselt die Erzählperspektive in beiden Versionen, sowohl der Single- als auch der LP-Version. Ein Boxer beschreibt, dass er trotz Schmerz und Niederschlägen weiterkämpft.
And a fighter by his trade
And he carries the reminders
Of every glove that laid him down
Or cut him till he cried out
In his anger and his shame
„I am leaving, I am leaving“
But the fighter still remains
Mm-mm-mm
Lie-la-lie …
(http://www.songtexte.com/songtext/simon-and-garfunkel/the-boxer-2bda7cf6.html)

In der ursprünglichen Version von „The Boxer“ gibt es noch eine zusätzliche Strophe. Hören kann man sie unter anderem auf dem Mitschnitt „Concert in Central Park“ vom 19. September 1981. Darin beschreibt der gealterte Ich-Erzählers, dass sich die Situation auch im Alter nicht geändert hat und er immer weitermacht/kämpft.
Now the years are rolling by me
They are rockin‘ evenly
I am older than I once was
And younger than I’ll be; that’s not unusual.
No, it isn’t strange
After changes upon changes
We are more or less the same
After changes we are more or less the same
(https://en.wikipedia.org/wiki/The_Boxer)

Es gibt auch eine deutsche Version von „The Boxer“ – wenn man sie denn so nennen mag. Sie erschien im Jahre 1994 auf dem Album „Himbeereis zum Frühstück“ von Hoffmann & Hoffmann. Diese Nachdichtung hat allerdings, bis auf die Musik, nur sehr wenig mit dem Original gemeinsam. Ton und Inhalt sind versöhnlicher, um nicht zu sagen weichgespült. Nur aus Gründen der Vollständigkeit bringe ich hier die letzte Strophe des Textes.
Und ich geh: Und im Ring, da steht ein Boxer und er träumt, dass er gewinnt.
Und so schwingt er seine Fäuste, doch er weiß es ganz genau, er kann am Ende nur verlieren.
Welche Blüten trägt der Wind, die Verheissung und die Träume, nur der Boxer bleibt im Ring. Leilolei, leiloleileileilei …
(http://www.songtexte.com/uebersetzung/hoffmann-and-hoffmann/der-boxer-deutsch-1bd68584.html)

(C) Uwe Betker

Foto: Yusuf Kangül vs. Tiran Metz

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(C) Uwe Betker

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22. April 2018 at 23:59

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Foto: Slim Ben Khalifa vs. René Oeffner

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Foto: Nummerngirl

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(C) Uwe Betker

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22. April 2018 at 23:59

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Foto: Rafael Lesniak vs. Ahmet Ali

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22. April 2018 at 23:59

Foto: Yaser Yüksel vs. Davor Matic

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Ein Sonntagabend in Krefeld

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Die Baslar Eventlocation war wieder einmal Austragungsort einer Sonntagabendveranstaltung von Klaus Waschkewitz. Insgesamt gab es elf Kämpfe zu sehen: ein Sparringskampf, drei Kickboxkämpfe, zwei Amateurboxkämpfe und fünf Profiboxkämpfe.

Den Anfang bei den Profiboxern machten Nazme Kurteshi (3 Kämpfe, 3 Siege, 2 durch KO) und Azad Dogru (18 Kämpfe, 18 Niederlagen, 18 durch KO). Es war ein Vierrunder im Halbschwergewicht. Kurteshi trieb Dogru vor sich her. Schon nach kurzer Zeit stellte er ihn in einer neutralen Ecke und Dogru ging nach einer Linken zum Kopf runter. Kurze Zeit später wurde er erneut angezählt, nachdem er ein weiteres Mal zu Boden gegangen war – wobei ich allerdings glaube gesehen zu haben, dass er sich freiwillig hingekniet hat. Kurze Zeit später wurde Dogru dann vom GBA Ringrichter Kornelius Bernds aus dem Kampf genommen, weil er wieder am Boden war. Diesmal war es Schlagwirkung. Drei Besuche am Boden waren wirklich genug. Sieger durch KO in der ersten Runde, nach 1:44 Minuten: Nazme Kurteshi.

Alpay Yaman (5 Kämpfe, 5 Siege, 3 durch KO) und Yesilat Berkta (45 Kämpfe, 6 Siege, 5 durch KO, 39 Niederlagen, 24 durch KO) machten einen Sechsrunder im Mittelgewicht. Mit Doppeldeckung standen beide Boxer Fuß an Fuß und suchten die Lücke beim Anderen. Yaman kam mit den härteren Treffern durch. Insbesondere die Körpertreffer mochte Berkta nicht. Einer von ihnen brachte Berkta zu Boden. Gegen Ende der Runde zählte Ringrichter Jens-Uwe Baum ihn erneut an, nachdem Berkta in einen harten linken Kopfhaken rein gelaufen war. Zur zweiten Runde trat Berkta aufgrund eines Ohrtreffers, den er sich zu gezogen hatte, nicht mehr an. Sieger durch TKO in Runde 2: Alpay Yaman.

Danach stiegen Emrullah Kaya (3 Kämpfe, 3 Siege, 1 durch KO) und Vincenzo Anzalone (3 Kämpfe, 3 Niederlagen) für einen Vierrunder im Schwergicht in den Ring. Anzalone versuchte, die Ringmitte einzunehmen und mit Kontern und Schwingern zu punkten. Kaya versuchte, mit Schwingern eine Lücke zu finden. Kaya, ein Freund des Auslagenwechsels, drosch auf Anzalone zum Teil regelrecht ein, wodurch der aber kaum erschüttert war. In der vierten Runde sah es dann danach aus, als hätten einige der harten Kopftreffer Anzalone doch beeindruckt. Mehrfach wurde er gestellt, fiel aber nicht. Anzalone ist offensichtlich ein Schwergewichtler, der einfach nicht fällt. Sieger nach Punkten: Emrullah Kaya.

Badien Hasso (15 Kämpfe, 15 Siege, 8 durch KO) traf anschließend für einen Sechsrunder im Halbschwergewicht auf Aleksandar Jankovic (77 Kämpfe, 17 Siege, 11 durch KO, 60 Niederlagen, 40 durch KO). Hasso sah beeindruckend aus. Von Anfang an schien es nur eine nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Jankovic KO gehen würde. Hasso verteilte gut, schlug schön zum Körper und zog mit Schlag- oder Führhand zum Kopf nach. Jankovic verschanzte sich hinter seiner Doppeldeckung und lief weg. In der zweiten Runde bot Hasso seinen Fans eine kleine Showeinlage, was die auch goutierten. Eine Rechte zur Schläfe zwang Jankovic in einer neutralen Ecke zu Boden. Kurze Zeit später zählte Ringrichter Bernds Jankovic erneut an. Auch dieses Mal hatte eine Rechte ihn zu Boden gezwungen. Dann kam auch schon ein Handtuch in den Ring geflogen und die ungleiche Begegnung fand ihr Ende. Sieger durch TKO in Runde 2, nach 1:34 Minuten: Badien Hasso.

Den Hauptkampf des Abends bestritten Rami Ali (11 Kämpfe, 11 Siege, 10 durch KO) und Sinisa Kondic (9 Kämpfe, 5 Siege, 5 durch KO, 4 Niederlagen, 3 durch KO). Es war die Interimsweltmeisterschaft im Halbschwergewicht nach Version WBU. Es ging munter los. Beide Kontrahenten hatten ihre Momente. Ali brachte aber ein paar Hände mehr ins Ziel. In der zweiten Runde besetzte Kondic die Ringmitte. Er machte mehr und kam auch ein paar Mal durch. Ali versuchte mit Körperhaken die Deckung von Kondic runter zu ziehen, was ihm aber nicht gelang, In der dritten Runde kam Kondic mit Schlägen zum Kopf und Ali mit Schlägen zum Körper durch. Zu Beginn der vierten Runde ging Kondic dann überraschend nach Körperhaken in seiner eigenen Ecke runter. Bereits in der nächsten Situation ging er wieder auf die Bretter. Zwar kam ein Handtuch in den Ring geflogen, doch zu Recht zählte Ringrichter Goran Morawiec durch. Sieger durch KO in Runde 4 nach 54 Sekunden: Rami Ali.
Zu erwähnen ist noch, dass Rinsprecher Thomas Bielefeld einen gewohnt souveränen Job gemacht hat.
© Uwe Betker