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Archive for the ‘Gastbeiträge’ Category

Gastbeitrag: Boxen in der Literatur – Jack London (2) „A Piece of Steak”

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Der alternde australische Schwergewichtsboxer Tom King [London. Best Stories. 73-88] muß am selben Abend, an dem er kämpfen soll seine Kinder hungrig ins Bett schicken. Seine eigene Mahlzeit besteht nur aus vom letzten Geld gekauftem Brot und Mehlschwitze von geliehenem Mehl. Er hat nicht einmal mehr Tabak, um seine Pfeife zu stopfen. King ist ein erfahrener Profi, der sich außerhalb des Ringes nie auf Kämpfe eingelassen hat und in seiner erfolgreichen Zeit großzügiger war als ihm guttat. Deshalb hat er jetzt auch kein Geld , um ein Steak zu kaufen, nach dem er schon seit dem Aufstehen ein unstillbares Verlangen hat.
King ist in schlechter Verfassung. Aufgrund einer Dürre in Australien ist er schlecht ernährt und selbst seine Freunde konnten ihm deshalb kein Geld mehr leihen. Selbst die drei Dollar Vorschuß, die dem Anteil des Verlierers an der Börse des bevorstehenden Kampfes entsprechen sind schon aufgebraucht. Einst war er Champion von New South Wales und nun muß er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und ohne Trainer und Sparringspartner trainieren wobei es mit 40 Jahren ohnehin schwer ist in Form zu kommen.
Der Boxer muß die zwei Meilen zur Halle zu Fuß gehen, da er kein Fahrzeug besitzt und sich kein Taxi leisten kann. Auf dem Weg sinnt er darüber nach, wie er in der Jugend ein schönes Leben führte und viele Siege errang. Ihm wird aber auch klar, daß die Gegner damals alternde Boxer waren, wie er jetzt einer ist. Besonders erinnert er sich daran, daß einer dieser Männer nach der Niederlage in seiner Kabine weinte und ihm wird bewußt, daß auch dieser Mann vielleicht hungrige Kinder zuhause hatte oder das Verlangen nach einem Steak.
Tom King soll als Prüfstein für den aufstrebenden jungen Neuseeländer Sandel dienen. Dieser beginnt den Kampf mit hohem Tempo während King mit seinen Kräften haushaltet. Der ältere Boxer hat mehr als 20 Jahre Ringerfahrung und kennt alle Tricks und indem er einem Schlag nicht ausweicht sondern ihn oben auf den Kopf treffen läßt bricht sich der Gegner einen Fingerknöchel. In der dritten und der neunten Runde gelingt es King fast, den Jüngeren mit überraschenden Schlägen auszuknocken doch der sehr gut trainierte Sandel erholt sich immer wieder. Von der zehnten Runde an wird King offensiver und sieht wie der sichere Abbruchsieger aus, als der Gong die Runde beendet. Im folgenden Durchgang setzt King alles auf eine Karte und setzt die gesamte Kraft ein, die er bis dahin aufgespart hatte. Erneut gelingt es Sandel nach einem Niederschlag kaum, rechtzeitig auf die Beine zu kommen. King weiß, daß er nur noch einen richtigen Treffer landen muß, um den Kampf zu entscheiden, doch die Kräfte verlassen ihn.
„King did not attempt to free himself. He had shot his bolt. He was gone. And youth had been served. Even in the clinch he could feel Sandel growing stronger against him. When the referee thrust them apart, there, before his eyes, he saw youth recuperate. From instant to instant Sandel grew stronger. his punches, weak and futile at first, became stiff and accurate. Tom King´s bleared eyes saw the gloved fist driving at his jaw, and he willed to guard it by interposing his arm. He saw the danger, willed to act; but the arm was too heavy.” [London. Best Stories. 87]
King geht K.O. und weiß anschließend, daß ihm im entscheidende Moment nur die Kraft, die ihm ein Stück Steak gegeben hätte zum Sieg gefehlt hat. Ihm ist klar, daß er wegen seiner zerschlagenen Hände wenigstens eine Woche nicht arbeiten kann. Von Hunger gequält macht er sich zu Fuß auf den Weg nach Hause, wo seine Frau auf ihn wartet und er bricht in Tränen aus, wie einst sein Gegner Stowsher Bill.
Diese insbesondere in der Beschreibung des Boxkampfes sehr realistische Kurzgeschichte befaßt sich mit einem grundsätzlichen Dilemma des Profiboxens. die wenigen, die überhaupt gut dabei verdienen versäumen es ihr Geld sinnvoll anzulegen und sind später gezwungen ihre Gesundheit als trial horse, also als Prüfstein für junge aufstrebende Boxer auf Spiel zu setzen.
Neben diesem tragischen Aspekt des Boxgeschäftes steht der Kampf zwischen dem alternden King und dem jungen Sandel ganz allgemein für den in den USA herrschenden Konflikt zwischen Alt und Jung im Sport, wie Michael Oriard feststellt.
“[…] Jack London in „A Piece of Steak“ (1909) created the prototype for the sports story of youth and age. London demonstrates in his brief story his recognition that this polar conflict is particularly highlighted in the sports world. Athletic careers are inescapably short – retirement is a premature „death“ that physical decline necessitates while the athlete is still a young man. In sport, as in no other American activity, the ritual replacement of the old king by the new […] occurs with crushing regularity”. [vgl. Oriard, Michael: Dreaming of Heroes: American Sports Fiction, 1868-1980, Chicago: Nelson-Hall, 1982, 5]
Die Aussage Hans Lobmeyers, London übe in dieser Kurzgeschichte Sozialkritik erscheint dagegen als haltlos. [Lobmeyer. 121] Die Gesellschaft hätte den sozialen Abstieg des Boxers nur durch einen massiven Eingriff in dessen Recht auf Selbstbestimmung davor bewahren können und er selbst scheint dies zu wissen.
“He found himself wishing that he had learned a trade. It would have been better in the long run. But no one had told him, and he knew, deep down in his heart, that he would not have listened if they had. It had been so easy. Big money – sharp, glorious fights – periods of rest and loafing inbetween […].”London. Best Stories.77 ]
Das titelgebende Stück Fleisch ist für den Athleten nicht nur als Nahrung von Bedeutung. Der Boxer selbst ist davon überzeugt, daß er gesiegt hätte, wenn er es bekommen hätte. Das Steak steht aber sicherlich auch als Symbol für das Männlichkeit und den Stolz Kings. [Bert Brecht behandelte in der Kurzgeschichte „Der Kinnhaken“ ein ähnliches Thema. Dem Boxer Freddy wird von seinem Trainer vor dem Kampf ein Bier versagt und er hat nicht den Schneid zu widersprechen, bekommt eine „schlechte Meinung von sich“ und verliert den Kampf. Vergleiche: Bert Brecht. Der Kinnhaken und andere Box- und Sportgeschichten. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1995. 7-11] Früher fütterte er seinem Hund Steaks und heute bekommt er von seinem Metzger nicht einmal mehr soviel Kredit um vor dem Kampf selbst eines zu sich nehmen zu können. Dieses piece of steak steht also auch für den Verlust des Selbstwertgefühles des einstigen Champions, der am Ende der Geschichte weint.
(C) Martin Scheja

Gastbeitrag: Frauenbeauftragte ausgeschlossen!

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Der Hamburger Boxverband überrascht erneut mit einem kaum mehr nachvollziehbaren Verhalten.
Wir zitieren Nele Walter:
„Ich bin heute als ehemalige Frauenbeauftragte und Justiziarin des Hamburger Boxverbandes von dessen neuem Vorstand ausgeschlossen worden, weil ich seit Dezember des vergangenen Jahres eine junge Sportlerin des Verbandes – in meiner Eigenschaft als Frauenbeauftragte und Justiziarin – dabei unterstützt habe, Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Trainer zu stellen und psychologische Hilfe zu bekommen. Die Sportlerin hat ihren ehemaligen Trainer bezichtigt, sie sexuell missbraucht zu haben.
Sicherheitshalber der kurze Hinweis: Eine Frauenbeauftragte ist gerade dafür da, sich um solche Mädchen zu kümmern. Dies gilt einmal mehr in einem Sportverband, der in erster Linie mit Jugendlichen arbeitet.
Zusätzlich zu dem „Ausschluss“ wurde mir ein Hausverbot erteilt. Von meinen beiden Ämtern bin ich ohnehin bereits vor Wochen zurückgetreten, weil ich im Verband nahezu keine Unterstützung erfahren habe, mir im Gegenteil Hass entgegenschlug und ich und meine Familie nicht nur einmal anonym bedroht wurden. ( Ich bin im 8. Monat schwanger aber das nur am Rande.)
Die Sportlerin hat mittlerweile die Stadt verlassen, weil auch sie – Nein gerade sie! – beschimpft und diffamiert wurde.
Sie und ich, wir stehen jetzt draußen…“
(C) Boxclub Epeios

Written by betker

12. Oktober 2017 at 23:59

Gastbeitrag: Der letzte Kämpfer tritt ab!

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Robert Stieglitz hat seinen Rücktritt als aktiver Profiboxer verkündet
„Ich habe mich in den letzten Wochen mit dieser Entscheidung sehr, sehr schwer getan. Nun sage ich aber dem Boxsport als Aktiver Lebewohl und mache Platz für die „neue Generation“!“
Auf der Pressekonferenz vor der nächsten SES-Box-Gala am 1. Juli 2017 in der neuen BallsportARENA Dresden hat sich ein ganz Großer des deutschen Boxsports als Aktiver verabschiedet.
Der zweimalige Weltmeister im Super-Mittelgewicht und aktuelle Europameister im Halb-Schwergewicht Robert Stieglitz, der auch immer wieder als „der letzte Kämpfer“ betitelt wurde und in 50 Profikämpfen als Sieger den Ring verließ, hat seinen Rücktritt verkündet.
Robert Stieglitz mit seinen Abschiedsworten auf der heutigen Pressekonferenz im Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre, Dresden Radebeul:
„Ich habe mich in den letzten Wochen mit dieser Entscheidung sehr, sehr schwer getan. Der Boxsport hat mir so viel gegeben und war in den letzten 20 Jahren „mein Leben“. In diesem tollen Sport habe ich alles erreicht, was man erreichen kann. Nach dieser langen Zeit der Überlegungen sage ich aber dem Boxsport nun als Aktiver Lebewohl und mache Platz für die „neue Generation“. Mein Wille, mein Kampfgeist sind zwar noch da, aber mit 35 Jahren will der Körper nicht mehr so, wie ich es noch brauche, um im Ring weiter auf hohem Niveau erfolgreich zu sein. Ich blicke auf eine großartige Zeit zurück und möchte mich bei so vielen Sportfreunden, Wegbegleitern und meinen Fans bedanken. Mit meinen Trainern, besonders mit meinem ersten Trainer Werner Kirsch und in den letzten Jahren unter der Regie von Dirk Dzemski, habe ich große Erfolge feiern können und ihnen gebührt ein großes Dankschön. Meinem Promoter Ulf Steinforth gilt ein besonderer Dank, denn er hat mir in den letzten 16 Jahren als Boxer und als Mensch mit seiner sehr persönlichen und verlässlichen Art so viele Türen geöffnet. Ich sage nun erst einmal danke und verspreche, ich werde auf einer besonderen Veranstaltung noch einmal vor meinem Publikum Abschied nehmen.“
Mit dem Rücktritt von Robert Stieglitz wird der Europameistertitel im Halb-Schwergewicht vakant. Die Europäische Box-Union (EBU) hat daraufhin gestern einen Kampf um den vakanten Titel zwischen dem ursprünglichen Pflichtherausforderer Dominic Bösel (Freyburg / SES Boxing Magdeburg) und der Nummer 3 der EBU-Rangliste Karo Murat (Berlin / EC Boxing Hamburg) neu angesetzt. Dieses deutsche Duell wird als Hauptkampf am 1. Juli 2017 in Dresden in der BallsportARENA ausgetragen.
(C) SES Boxing

Gastbeitrag: Boxsport-Geschichte in Deutschland geschrieben / Gemeinsame Tagung unter dem Motto: „Zusammen sind wir stark“

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Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Karlsruhe und des Präsidenten des Badischen Landessportbundes, Dr. Martin Lenz trafen sich am Dienstag, 16. Mai 2017 im Hoepfner Burghof (Gastgeber: Willy Schmidt und die Hoepfner Brauerei Karlsruhe) die Vertreter der wichtigsten Organisationen, die im deutschen Boxsport, sowohl im olympischen Boxen als auch im Profiboxen tätig sind.

Ziel war es, im Rahmen des „Come together“, durch einen intensiven Gedankenaustausch nach Verbesserungen der Zusammenarbeit und gegebenenfalls gemeinsamen Projekten zu suchen.

So haben sich im „Mälzerstüble“, zu einer historischen Besprechung, die Delegationen des BDB, DBV/AIBA und des Badischen Landessportbundes zusammengefunden. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Martin Lenz und Karlsruhes Sportbotschafter Rainer Gottwald nahmen folgende Offizielle an der Tagung teil:

Vom Bund deutscher Berufsboxer (BDB): Präsident Thomas Pütz, Vizepräsident Sport Volker Grill und Kampfrichterobmann Walter Knieps

Vom Deutschen Boxsport-Verband (DBV): DBV-Präsident Jürgen Kyas, DBV-Sportdirektor Michael Müller, DBV-Vizepräsident/Kampfrichterobmann Erich Dreke, DBV-Vizepräsident Uwe Hamann (gleichzeitig Präsident des Boxverbandes Baden-Württemberg), Baden-Württembergs Vizepräsident Marco Grund, HBV-Präsident Daniel Tischer und der Vorsitzende der Technical &Rules-Kommission der AIBA (und Berater von TS Fight Sport) Helmut Ranze, und DBV – Bundestrainer Valentin Silaghi

Von TS Fight Sport dessen Chef Thomas Schwarz

Nach ausgiebiger Diskussion und Einschätzung des derzeitigen Umfeldes im Bereich des olympischen Boxens und des Profiboxens resultierte die klare Erkenntnis, dass nur mit einer engen und effizienten Zusammenarbeit aller wichtiger Partner und hier zählen auch insbesondere die seriösen Promotoren dazu, der Boxsport in Deutschland zukunftsfähig und hochattraktiv für mögliche Fernsehsender gemacht werden kann und muss.

Aufgrund der Regeländerung des Weltverbandes AIBA ist es jetzt möglich, eine enge Zusammenarbeit zwischen Profis und olympischem Boxen zu organisieren. Hierzu laufen bereits erste Gespräche. Entsprechend ist jedoch, dass erst einmal die Grundlagen der Zusammenarbeit strukturiert werden müssen.

Gründung eines Aufsichtsrates

Als übergreifendes Führungselement wurde aus Vertretern des DBV, des BDB, der AIBA und auch Vertretern deutscher Promotoren ein Aufsichtsrat gegründet. Einstimmig wurde hier als Vorsitzender des Aufsichtsrates Dr. Martin Lenz gewählt.

Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates sind: Thomas Pütz, Jürgen Kyas, Helmut Ranze, Michael Müller und Rainer Gottwald

Einsetzung einer Arbeitsgruppe:

Als erste Arbeitsgruppe für den Bereich „sporttechnisches Regelwerk“ wurde der DBV- Vizepräsident/Kampfrichterobmann Erich Dreke sowie der Vizepräsident des BDB, Volker Grill und der Vorsitzende der AIBA-Technical & Rules Commission Helmut Ranze eingesetzt.

Ziel ist es hier die Wettkampfgrundlage zu schaffen, die bestehenden Regelwerke zu harmonisieren und anzupassen und ebenso die Arbeitsgrundlagen für Trainer und Kampfrichter zu definieren.

Eine weitere Arbeitsgruppe für Entwicklungsstrategien/Wettkampfstrukturen wird ebenfalls in Kürze berufen.

Als sehr wichtiger Punkt wurde festgehalten, dass diese Zusammenarbeit mit deutschen Organisatoren ausgerichtet werden muss.

Wichtige weitere Positionen sind ein konsequenter Anti-Doping Kampf, eine sehr hohe medizinische Absicherung der Athleten/innen, systematische Verfolgung der dualen Karriereplanung der Athletinnen und Athleten, die Kernkompetenz des DBV im Bereich der Trainerausbildung, die um beide Ausbildungsinhalte ergänzt wird, sowie die Ausbildung der Kampfrichter.

Die gesamte Entwicklung soll in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Weltverband AIBA stattfinden, um die Boxlandschaft in Deutschland so zu ordnen und zu strukturieren, dass die Hauptzielstellungen:

Medaillen bei Olympischen Spielen
Medaillen bei Weltmeisterschaften
Profi-Weltmeister
Gemeinsame Events
Gemeinsames TV

und vieles mehr angestrebt werden.

Diese Arbeiten sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein, um dann mit einem überzeugenden Gesamtkonzept den deutschen Fernsehsendern ein attraktives Angebot machen zu können.

„Gemeinsam sind wir stark“ war das Motto und Boxsport-Geschichte wurde geschrieben.
(C) DBV

Gastbeitrag: Irre Vorbereitung in den Bergen: Vincent Feigenbutz wird von Soldaten gedrillt!

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Wenn am 13. Mai Vincent Feigenbutz seinen IBF-Intercontinental-Titel gegen den ungeschlagenen Russen Andrej Sirotkin in Rheinstetten (live auf SKY und ranfighting.de) verteidigen will, dann wird er topfit in den Ring gehen. Seit Sonntag erhält der junge Karlsruher in den slowenischen Bergen für das „Heimspiel“ gegen Sirotkin nämlich ein sehr spezielles Training – von einem Elite-Soldaten!

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Jozef First, ein slowenischer Pionier und Elitesoldat, ist für das „Fitness-Training“ in den abgeschiedenen Wäldern der slowenischen Bergen zuständig. Manager Rainer Gottwald: „Über Inhalte dieses Trainings haben wir Stillschweigen vereinbart.“ Warum? „Es handelt sich um Trainings- und Ausbildungsmethoden, die eigentlich nur Special-Forces erhalten, darüber redet man nicht. Nur so viel, Vincent und seine Kameraden werden am 13. Mai topfit in den Ring steigen“, ergänzt Gottwald. Vincent Feigenbutz ist jedenfalls begeistert: „Das Training ist verdammt hart, aber es macht auch viel Spaß. Ich konnte mich im konditionellen Bereich enorm steigern – und boxerisch konnte ich mit meinem Trainer Valentin Silaghi auch zulegen. Ich werde meinen Fans am 13. Mai schon viel davon zeigen können“, schwärmt Feigenbutz, der so schnell wie möglich um die Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht boxen will.
Neben dem speziellen „Fitness-Training“ hat Feigenbutz-Trainer Valentin Silaghi für die „normale“ Vorbereitung vier Sparringspartner nach Slowenien mitgenommen. Silaghi: „Vincent entwickelt sich boxerisch immer weiter. Davon können sich alle am 13. Mai überzeugen.“ Und ergänzt: „Das Spezial-Training ist gut für die Moral in der Trainingsgruppe. Die Jungs sind sehr motiviert.“
(C) Team Sauerland

Gastbeitrag: Sport im Osten knackt national 2-Mio Marke / SES-Box-Gala Erfurt

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Der MDR feiert durch die Boxübertragung des Kampfes „Robin Krasniqi – Arthur Abraham“ vom Sonnabend einen beachtlichen Quoten-Erfolg.
In der Spitze verfolgten bundesweit 2,04 Millionen Zuschauer den WM-Ausscheidungskampf im Rahmen der SES-Box-Gala aus Erfurt (Marktanteil national 11 %).
Im Durchschnitt schalteten 1,69 Millionen Zuschauer den Kampf von Abraham ein (MA 7,84 %).
Auch im MDR-Sendegebiet war Boxen ein großer Erfolg. Hier erreichte der Kampf in der „Sport im Osten“-Sendung in der Spitze 33,4 % MA bei 710.000 Zuschauern.
Im Schnitt verfolgten 580.000 Zuschauer (MA 23,2 %) zu späterer Stunde den Sieg von Abraham über Krasniqi.
(C) SES Boxing Presseabteilung

Gastbeitrag: Der letzte Zeuge! Der letzte deutsche Weltmeister darf nicht verlieren

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Brodelnde Stimmung auf der Pressekonferenz vor der Box-WM am Wochenende! Bevor es am Samstag im Ring der Potsdamer MBS Arena zur Sache gehen wird (live ab 22.50 Uhr in SAT.1), trafen sich heute WBA-Champion Tyron Zeuge und Pflichtherausforderer Isaac Ekpo vor der versammelten Presse, um über das Duell um die Weltmeisterschaft im Super-Mittegewicht zu sprechen – am Ende schossen aber eher die Trainer verbale Giftpfeile ab!
Promoter Kalle Sauerland erhöhte in jedem Fall den Druck auf Zeuge. Sauerland: „Tyron ist der letzte Mohikaner – der letzte deutsche Box-Weltmeister. Er steht quasi in der Pflicht, den Kampf am Samstag
siegreich für sich zu entscheiden. Wir haben zwar viele junge Talente, die das Potenzial haben, in Zukunft oben anzugreifen. Trotzdem braucht es jemanden, der den anderen ein Vorbild ist und den Weg ebnet und in dieser Rolle sehe ich aktuell Tyron!“
Der 24-jährige Titelverteidiger bestätigt aber, dass er solche Forderungen nicht an sich heranlässt. Zeuge: „Ich habe mich gewissenhaft auf diesen Kampf vorbereitet und weiß, was ich kann. Am Samstag gebe ich alles für den Sieg – ich tue das allerdings für mich und für niemand anderen!“
Herausforderer Isaac Ekpo (34) verpasste sich, im Gegensatz zum Weltmeister, weitestgehend einen Maulkorb. Er gab zu verstehen, dass „nur entscheidend ist, was im Ring passiert. Am besten lasse ich immer noch meine Fäuste für mich sprechen!“
Laut Zeuge-Coach Jürgen Brähmer werden die allerdings größtenteils zum Schweigen verdammt sein, „denn mein Boxer ist einfach eine Klasse besser als Ekpo! Wenn Tyron dass abrufen kann, was er in der Vorbereitung gezeigt hat, wird das eine klare Sache für uns werden!“
Das sieht das Lager des Herausforderers hingegen ein wenig anders. Stacey McKinley, der schon Mike Tyson trainierte, sagt einen Albtraum für den letzten deutschen Weltmeister voraus: „Stilistisch wird das eine ganz schwere Geschichte für Zeuge gegen Ekpo. Isaac schlägt aus allen Lagen, geht physisch voll zur Sache. Dafür ist so ein junger Hüpfer wie Zeuge einfach noch nicht bereit!“
Viele Geschichten wurden auch zum zweiten Hauptkampf am Samstag erzählt. Die Camps um GBU-Champion Deniz Ilbay und Herausforderer Angelo Frank belegten sich teilweise so sehr mit Kraftausdrücken, dass beide Kämpfer beim obligatorischen Staredown auf Sicherheitsabstand gehalten werden musste. In drei Tagen werden die „Streithähne“ schließlich aufeinander losgelassen. Dann können alle Animositäten sportlich aus der Welt geräumt werden.
(C) Team Sauerland