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Evander Holyfield vs. Cecilia Braekhus

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Am 07. Mai steigt „The Real Deal“ Evander Holyfield (56 Kämpfe, 43 Siege, 28 durch KO, 10 Niederlagen, 2 durch KO, 2 Unentschieden) wieder in den Ring. „Der einzig Wahre“ boxt in Kopenhagen, Dänemark einen 12-Runder gegen Brian Nielson (66 Kämpfe, 64 Siege, 43 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO). Der 48-jährige Holyfield, der als einziger viermal Weltmeister im Schwergewicht war und vorher auch noch Weltmeister im Cruisergewicht, kann es einfach nicht lassen. Er will erklärtermaßen noch einmal um die Weltmeisterschaft boxen. Sein Gegner auf dem Weg dorthin hatte den größten Moment seiner Karriere, als er am 13.10.2001 von Mike Tyson bei dessen letztem Comeback verprügelt wurde. Nach nun 9 Jahren Pause boxt Nielson, der auch bereits 46 Jahre alt ist, wieder.
Holyfield ist nur noch ein Schatten seines früheren Selbst. Zwar reichte es noch dazu, den damaligen WBA-Weltmeister Nikolay Valuev (20.12.2008) schlecht aussehen zu lassen, aber die Zeit ging nicht spurlos an ihm vorbei. Der Kampf zwischen Holyfield und Nielson verspricht Rentnerboxen und eine weitere Selbstdemontage eines ganz großen Boxers zu werden. Ich kann mich dem Chor nicht anschließen, der fordert Evander Holyfield das Boxen zu verbieten, aber ich will es auch nicht sehen.
Den zweiten Hauptkampf des Abends bestreiten Cecilia Braekhus (17 Kämpfe, 17 Siege, 4 durch KO) und Chevelle Hallback (37 Kämpfe, 28 Siege, 11 durch KO, 6 Niederlagen, 1 durch KO, 2 Unentschieden). Braekhus will ihre WBC, WBA und WBO Titel im Weltergewicht verteidigen. Das Aufeinandertreffen der Beiden verspricht ein klasse Kampf zu werden. Zwar würde ich mir wünschen, dass Braekhus den Mut finden würde, gegen Jessica Balogun (20 Kämpfe, 19 Siege, 8 durch KO, 1 Niederlage) anzutreten, aber diese Kampfansetzung ist auch nicht schlecht. Braekhus ist die Nummer 1 der unabhängigen Weltrangliste, Hallback die Nummer 3 im Leichtgewicht. Braekhus hat flinke Hände, einen guten und schnellen Jab und sie kann sich gut bewegen. Hallback ist eine Puncherin, die im Leichtgewicht Schwierigkeiten hatte, Gegnerin zu bekommen.
Der Kampf zwischen Cecilia Braekus und Chevelle Hallback ist das klassische Aufeinandertreffen von Boxer und Fighter, und es verspricht der beste Kampf des Abends in Dänemark zu werden. Dementsprechend gewinnt auch Cecilia Braekus den direkten Vergleich gegen Evander Holyfield.
© Uwe Betker

Notizen zu Evander Holyfield (1)

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Ich bin ganz hin und her gerissen. Evander Holyfield steigt wieder in den Ring – noch einmal eine Möglichkeit „The Real Deal“ boxen zu sehen. Holyfield ist „The Real Deal“ und er war schon viermal Weltmeister im Schwergewicht und einmal Weltmeister im Cruisergewicht. Er boxte gegen – nein, die Liste wird einfach zu lang. Er boxte gegen die besten Cruisergewichtler und Schwergewichtler der letzten drei Jahrzehnte. Genau das ist es auch, was mir ein wenig Sorgen macht.
Holyfield (55 Kämpfe, 43 Sieg, 28 durch KO, 10 Niederlagen, 2 durch KO, 2 Unentschieden) ist ein wahrer Krieger und deshalb will er auch gegen die Besten boxen und er will noch einmal Weltmeister im Schwergewicht werden. Nachdem er in seinem vorletzten Kampf den mehr als ein Jahrzehnt jüngeren Nikolay Valuev (20.12.2008) furchtbar alt und langsam hat aussehen lassen – nur die Mehrheit der Punktrichter konnte er nicht für sich gewinnen -, hat er nun die Klitschkos im Visier.
Es ist zu befürchten, dass Holyfield nach möglichen Siegen gegen Sherman Williams (47 Kämpfe, 34 Siege, 19 durch KO, 11 Niederlagen, 1 durch KO, 2 Unentschieden) am 22.01.2011 und gegen Brian Nielson (66 Kämpfe, 64 Siege, 63 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) am 03.05.2011 eine ernsthafte Option für einen der Klitschkos werden kann. Holyfield ist schließlich nicht nur die jetzige Nummer 20 der unabhängigen Weltrangliste. Immerhin schafft er es auch immer noch, einen unwichtigen Kampf – es geht hier um einen so genannten Weltmeisterschaftstitel der World Boxing Federation, der allerdings völlig unbedeutend ist, – gegen Williams als Pay per View in den USA zu verkaufen, was die Klitschkos schon seit einer geraumen Weile nicht mehr schaffen.
Ich war immer für Evander Holyfield. Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen, dass er einen der Klitschkos besiegen kann. Und ich möchte nicht sehen, dass ein 48 Jahre alter Mann schwer KO geht.
© Uwe Betker