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Gastbeitrag von Marco Huck: Das Schwergewicht braucht mich

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Soeben las ich, dass Povetkin’s Manager Hrunov einen Kampf zwischen seinem Schützling und Haye nicht ausschließen könne.
Mich überrascht dieses Selbstbewusstsein.
Wir haben vergangenen Samstag gesehen, dass Haye ein unglaublicher Kämpfer ist. Über Povetkin kann ich dies aus eigener Erfahrung nicht behaupten.
Leider musste ich bei meinem Kampf gegen Povetkin zusätzlich gegen den Ringrichter ankämpfen. Dieser war klar gegen mich eingestellt. Dies wurde mir leider zum Verhängnis.
Ich bin stets der Meinung, gegen Povetkin gesiegt zu haben. Ich habe sowohl klare als auch wirkungsvolle Treffer erzielt.
Ich bin immer noch daran interessiert ins Schwergewicht zurückzukehren.
Zu gerne würde ich erneut die Möglichkeit bekommen gegen Povetkin zu kämpfen, um meinen Fehler, ihn nicht vorzeitig besiegt zu haben, zu beheben.
Ich möchte Povetkin persönlich den WM-Titel abnehmen, um der ganzen Welt beweisen zu können, dass meine Enttäuschung und Wut über das Urteil nicht ungerechtfertigt sind.
Anschließend wäre ich bereit gegen die Klitschko’s oder Haye anzutreten.
Ich bin der Meinung, ein angemessener Gegner für alle genannten Parteien zu sein. Mit einem fairen Ringrichter stünde mir nichts im Wege. Ich habe mich entwickelt und bin stärker als je zuvor.
Vergangenen Samstag gab es nach längerer Zeit einen spannenden Schwergewichtskampf. Dies möchte ich fortsetzen.
Ich bin mir sicher, dass Povetkin keinerlei Chancen gegen Haye oder die Klitschko’s hat.
Das Publikum hätte nichts zu bestaunen, es gäbe keine Spannung, es würde lediglich Geld in die Kassen der Favoriten fließen.
Mit mir sähe das Ganze anders aus. Das Schwergewicht braucht mich – mehr denn je!
Ich hoffe, dass mein Management mir meinen Wunsch nicht verwehrt und mir die Möglichkeit gibt, das zu tun, was mir zusteht und wonach ich mich sehne.
Ich möchte auch im Schwergewicht Weltmeister werden!
Diesen Wunsch werde ich mir erfüllen!
Marco Huck
(C) Marco Huck

Unmerkung Uwe Betker: Gab es da nicht einen Kampf gegen Denis Lebedev am 18.12.2010?

Die Rückkämpfe der Susi Kentikian

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Syuzanna, genannt Susianna oder Susi Kentikian (31 Kämpfe, 29 Siege, 16 durch KO, 1 Niederlage) ist nicht mehr Weltmeisterin der WBA, WBO und WIBF im Fliegengewicht. Die aus Jerewan, Armenia stammende Boxerin machte eine beispiellose Karriere: Aus einem armen Flüchtlingskind wurde eine Werbefigur (Milch-Schnitte). Sie wurde zunächst von dem Veranstalter Universum Box-Promotion aufgebaut. Dort wurde sie dann Weltmeisterin.
Am 24.04.2010 boxte sie gegen Nadia Raoui und ihr wurde der Sieg, wie nicht nur ich finde, unverdient zugesprochen. Hiernach, am 17.07.2010, boxte sie gegen Arely Mucino. Diesmal erreichte sie ein No Contest. Der Kampf wurde abgebrochen weil sie sich einen Cut im Haaransatz zugezogen hatte. Damit hat sie vermutlich den ersten Kampf der Welt bestritten, der durch eine solche Verletzung abgebrochen wurde. Für beide Kämpfe musste sie herbe Kritik einstecken.
Nun verlor die selbsternannte „Killer Queen“, die mittlerweile für Ulf Steinforth und sein SES Sports Events boxt, gegen Melissa McMorrow. Zwei Punktrichter, nämlich Ingo Barrabas und Lahcen Oumghar, sahen die Amerikanerin wohl zu Recht mit zwei Runden vorne. Das ist schon sehr erstaunlich, denn von dem Punktrichter Lahcen Oumghar kann man wohl sagen, dass er berühmt dafür ist, für den Heimboxer zu punkten. Er war z.B. einer der Punktrichter, die Marco Huck den Sieg gegen Denis Lebedev ermöglicht haben. Wieso deutsche Veranstalter immer noch solche „verdienten“ Punktrichter an einem deutschen Ring Platz nehmen lassen, ist mir allerdings schleierhaft. Der BDB Punktrichter Frank Michael Maass sah den Kampf unentschieden.
Es sieht alles danach aus, dass der gute Frauenboxkampf eine Wiederholung erfährt. Der Veranstalter Steinforth macht es möglich. Ich wünsche Frau Kentikian viel Glück. Ich wünsche ihr auch, dass sie den Rückkampf gewinnt und wieder Weltmeisterin wird. Ich wünsche mir aber auch, dass sie einmal – eventuell in einer stillen Stunde – daran zurück denkt, was sie alles so nach ihren Kämpfen gegen Nadia Raoui und Arely Mucino gesagt hat. Ich erinnere mich da etwa an Äußerungen wie…
Eventuell kommt es nach einem Sieg über Arely Mucino ja auch zu den überfälligen Rückkämpfen mit Raoui und Mucino. Nadia Raoui (16 Kämpfe, 14 Siege, 3 Siege, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) ist mittlerweile Weltmeisterin der WIBA im Fliegengewicht und Arely Mucino (19 Kämpfe, 15 Siege, 8 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO, 1 Unentschieden) WBC Weltmeisterin.
© Uwe Betker

Marco Hucks Herausforderung

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Der amtierende Weltmeister der WBO im Cruisergewicht, Marco Huck (37 Kämpfe, 34 Siege, 25 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO, 1 Unentschieden), will offensichtlich unbedingt gegen einen der Klitschkos antreten. Immer wieder bringt er sich ins Gespräch als möglicher Gegner. Dies ist ein kluger Schachzug von dem Mann, der als Muamer Hukic in Ugao, Serbien geboren wurde. Die Schwergewichtszene ist nämlich tatsächlich sehr schwach besetzt und es gibt kaum einen Gegner, dessen Aufstellung einen guten oder spannenden Kampf gegen die alles dominierenden Klitschko Brüder versprechen könnte.
Was aber würde gerade Huck für einen solchen Kampf prädestinieren? Natürlich würden in Deutschland viele diesen Kampf sehen wollen. Im Ausland dürfte das Interesse hingegen eher mäßig sein. Was aber hat Huck sportlich zu bieten? In seinem letzten Kampf, am 05.05.2012, erreichte er gegen den Interims Weltmeister Ola Afolabi nur ein Unentschieden. In seinem vorletzten Kampf, am 25.03.2012, gegen seinen Stallkollegen, den sogenannten Weltmeister der WBA im Schwergewicht Alexander Povetkin verlor er sogar. Sicher, diese Niederlage war umstritten. Man kann aber auch sagen, dass Huck es nicht schaffte, gegen den „zaghaften Zar“ Povetkin auf einer Veranstaltung seines Promoters Sauerland Event so dominant zu sein, dass die Punktrichter ihm den Sieg hätten geben wollen.
Zuvor hatte er noch drei Gegner geboxt, die man alle getrost vergessen kann. Noch weiter davor, am 18.12.2010, wurde er von Denis Lebedev klar besiegt, wobei ihm die Punktrichter Lahcen Oumghar und Manuel Oliver Palomo jedoch den Sieg zuschanzten. Von einem Rückkampf war nie die Rede. Und noch mal davor trat er dreimal wiederum gegen Gegner an, die so stark waren, dass mir deren Namen nicht mehr einfallen wollen.
Meine Bilanz der letzten zweieinhalb Jahre von Marco Huck sieht so aus: Gute TV-Quote, sechs klare Siege über mäßige Gegner, einen Sieg über Lebedev, den er nicht verdient hatte, einen guten Kampf im Schwergewicht gegen Povetkin und ein Unentschieden gegen Afolabi. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der drei Klitschkos (Vitali Klitschko, Wladimir Klitschko und Bernd Bönte) sich Sorgen machen würde wegen eines Kampfes gegen ihn.
© Uwe Betker

Eine gute Show von Sauerland Event

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Am Samstag, dem 05. Mai will Sauerland Event in der Messehalle in Erfurt einen wirklich guten Boxabend veranstalten. Hauptkampf des Abends soll die WBO Weltmeisterschaft im Cruisergewicht zwischen Marco Huck (36 Kämpfe, 34 Siege, 25 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und Ola Afolabi (24 Kämpfe, 19 Siege, 9 durch KO, 2 Niederlagen, 3 Unentschieden)sein. Hier trifft Weltmeister Huck, der einen nicht erfolgreichen Ausflug ins Schwergewicht unternommen hatte, auf den mittlerweile inthronisierten Interims Weltmeister Afolabi. Bemerkenswert ist dabei, dass Huck sich seinem ersten starken Gegner im Cruisergewicht seit fast eineinhalb Jahren stellt. Seit seinem, wie ich finde, skandalösen Sieg gegen Denis Lebedev vom 18.12.2010 boxte er gegen keinen Cruisergewichtler mehr, der ihm auch nur einigermaßen hätte gefährlich werden können. Hier möchte ich erneut die verantwortlichen Punktrichter Lahcen Oumghar und Manuel Oliver Palomo namentlich nennen, in der – mittlerweile allerdings schwindenden – Hoffnung, sie nie wieder an einem deutschen Ring zu sehen. Der Sauerland Boxer aus Ugao, Serbien steigt als Favorit in den Ring. Er besiegte Afolabi bereits am 05.12.2009 nach Punkten. Aber immerhin ist sein Gegenüber doch so stark, dass sein Sieg keine reine Formsache sein dürfte.
Auch der zweite Hauptkampf des Abends, die Europameisterschaft im Schwergewicht, ist keine schlechte Ansetzung. Der ehemalige Titelträger Alexander Dimitrenko (33 Kämpfe, 32 Siege, 21 durch KO, 1 Niederlage) bekommt es mit Kubrat Pulev (15 Kämpfe, 15 Siege, 7 durch KO) zu tun. Auch hier ist der Sauerland Boxer der Favorit – aber im Schwergewicht ist immer alles möglich -, zumal Dimitrenko schon einmal einen Kampf verlor, mit dem keiner vorher gerechnet hat – damals den WM Ausscheidungskampf gegen Eddie Chambers.
Im dritten Hauptkampf des Abends geht es darum, dass Robert Stieglitz (43 Kämpfe, 41 Siege, 23 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) seinen Titel der WBO im Super Mittelgewicht erfolgreich gegen Nader Hamdan (53 Kämpfe, 43 Siege, 18 durch KO, 9 Niederlagen, 1 Unentschieden)verteidigen soll, um danach gegen Arthur Abraham zu boxen.
© Uwe Betker

Marco Huck im Schwergewicht

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Marco Huck (35 Kämpfe, 34 Siege, 25 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) ist amtierender Weltmeister im Cruisergwicht nach Version WBO. Nun will er sein Glück im Schwergewicht versuchen, nachdem er schon mehrfach die Klitschkos herausgefordert hat. Er tritt aber nicht gegen einen der Herausgeforderten an, sondern gegen seinen Stallgefährten bei Sauerland Event Alexander Povetkin (23 Kämpfe, 23 Sieg, 16 durch KO). Povetkin darf sich Weltmeister im Schwergewicht nennen, weil die WBA Wladimir Klitschko (59 Kämpfe, 56 Siege, 49 durch KO, 3 Niederlagen, 3 durch KO) zum Superchampion machte und dadurch einen weiteren Weltmeister erfinden konnte. Dabei dürfte allerdings wohl niemand auf der Welt Povetkin als richtigen Weltmeister ansehen.
Muamer Hukic, der sich jetzt Marco Huck nennt, will nun seine Kräfte mit Schwergewichtlern messen. Ich persönlich hätte mit gewünscht, dass er vorher noch gegen ein paar starke Cruisergewichtler geboxt hätte. Aber die will er offensichtlich nicht. Er äußerte niemals vernehmbar den Wunsch, jedenfalls habe ich es nie gehört, seine TKO-Niederlage gegen Steve Cunningham vom 29.12.2007 auszuwetzen. Auch seinen m.E. beschämend zu nennender Sieg über Denis Lebedev vom 18.12.2010 wollte er nicht geraderücken. Vielmehr besiegte er fleißig Gegner, die er besiegen konnte.
Nun also trifft er auf Alexander Povetkin, der sich über lange Jahre den Ruf eines zaghaften Boxers erarbeitet hat, weshalb er auch in Abwandlung seines Kampfnamens von mir „Zaghafter Zar“ genannt wurde. Für einen Sieg von Huck spricht, dass Povetkin sich vor kurzem von seinem us-amerikanischen Trainer Teddy Atlas getrennt hat. Das dürfte mit Sicherheit Auswirkungen auf die Vorbereitung gehabt haben. Gegen einen Sieg spricht, dass kaum ein Cruisergwichtler es schafft, Weltmeister im Schwergewicht zu werden. – Die alles überstrahlende Ausnahme stellt Evander Holyfield dar.
Man darf gespannt sein, wie der Kampf ausgeht.
© Uwe Betker

Arthur Abraham und die Kriese von Sauerland Event

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Am Samstag, den14.01.2012 boxt in Offenburg Arthur Abraham (35 Kämpfe, 32 Siege, 26 durch KO, 3 Niederlagen) gegen Pablo Oscar Natalio Farias (20 Kämpfe, 19 Siege, 11 durch KO, 1 Niederlage). Dieses Aufeinandertreffen verspricht ein netter Kampf zu werden. Abraham, der ehemalige Weltmeister der IBF im Mittelgewicht, soll nach drei desaströsen Niederlagen wieder aufgebaut werden. Da kommt der Mann aus Argentinien ganz recht. Es ist kein besonders hart schlagender Gegner. Seinen letzten Kampf hatte er verloren und war dabei auch zu Boden gegangen. Er ist aber auch nur die Nummer 71 der unabhängigen Weltrangliste.
Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass Abraham gewinnen wird. Das wie, also durch KO oder nach Punkten, dürfte auch eine Frage der Stallregie sein. Es ist gut und es ist richtig zu versuchen, Arthur Abraham wieder aufzubauen. Man kann sich aber schon fragen, wofür er aufgebaut werden soll. Erklärtes Ziel ist es natürlich, dass Avetik Abrahamyan wieder Weltmeister werden soll – im Super Mittelgewicht. Es fragt sich aber, ob er realistischer Weise überhaupt einen der Weltmeister schlagen kann?
Erstaunlich ist, dass der Kampf Abraham gegen Farias Hauptkampf der ARD ist. Es gab Zeiten – und die sind noch gar nicht so lange her – da konnte man den Eindruck gewinnen, dass alles, was unterhalb einer Weltmeisterschaft rangierte, unter der Würde der ARD war. Und nun wird ein Kampf gezeigt, in dem es um Nichts geht. Offensichtlich ist Sauerland Event in einer sportlichen Krise. Sie haben mit einem Marco Huck (35 Kämpfe, 34 Siege, 25 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) einen Weltmeister im Cruisergwicht, der wohl lieber sein Glück im Schwergewicht versuchen will als erneut in einer Pflichtverteidigung gegen Denis Lebedev (24 Kämpfe, 23 Siege, 17 durch KO, 1 Niederlage) anzutreten. Sie haben mit Yoan Pablo Hernandez (26 Kämpfe, 25 Siege, 13 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) einen Weltmeister, der nur umstritten IBF Weltmeister im Cruisergewicht wurde. Sie haben mit Alexander Povetkin (23 Kämpfe, 23 Sieg, 16 durch KO) einen Weltmeister im Schwergewicht, den niemand auf der Welt als richtigen Weltmeister ansehen mag. Sie haben mit Robert Helenius (17 Kämpfe, 17 Siege, 11 durch KO) einen Europameister, der seinen Titel auf eine sehr-sehr-sehr umstrittene Art gewonnen hat.
Sauerland Event fehlen offensichtlich die Hauptkämpfer. Daher sahen sie sich wohl gezwungen, um überhaupt Titelkämpfe in der Show zu haben, mit Sport Events Steinforth zu kooperieren, um von ihnen die Titelkämpfe, ohne die es wohl doch nicht geht, zu bekommen. Das hat zur Folge, dass Robert Stieglitz (42 Kämpfe, 40 Siege, 23 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) jetzt auch in der ARD seinen WBO Super Mittelgewichtstitel gegen Henry Weber (16 Kämpfe, 15 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage) verteidigen darf. Es darf diesmal sogar eine Frau auf einer Sauerland Show boxen. – Bekanntermaßen ist Wilfried Sauerland ein entschiedener Gegner des Frauenboxens. – Cecilia Braekhus (19 Kämpfe, 19 Sieg, 5 durch KO), die Weltmeisterin der WBC, WBA und WBO im Weltergewicht, wird geduldet, weil sie einen lukrativen TV-Vertrag hat. – Nun also darf Ramona Kühne (19 Kämpfe, 18 Siege, 5 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) sich auf einer Sauerland Veranstaltung präsentieren und ihre WIBF, WBO und WBF Titel im Super Federgewicht gegen Renata Domsodi (8 Kämpfe, 7 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage) verteidigen.
© Uwe Betker

Von dem Yeti bei der ARD

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Es gibt Gestalten, von denen erzählt wird, dass es sie geben soll. So soll es etwa in Sibirien Schneemenschen, Yeti genannt, geben. Wenn man dem Boulevard glauben darf, hatte sich sogar Nikolai Valuev erst unlängst an einer Expedition beteiligt, die einen Yeti fangen wollte. Es soll auch im schottischen Hochland, im Süßwassersee Loch Ness, ein Ungeheuer leben. Ein weiteres Fabelwesen soll es bei der ARD geben, nämlich einen Verantwortlichen, der sportlich zu schlechte Gegner für Boxveranstaltungen ablehnt.
Wenn man sich die Faktenlage aber einmal ansieht, so erscheint die Existenz eines Yetis und Nessies wahrscheinlicher als die des Fabelwesens bei der ARD. Immerhin gibt es Fotos, die Nessie oder einen Yeti zeigen sollen. Von dem Boxexperten, der Einfluss auf das Matchmaking nimmt, wird das nur auf Seiten von Sauerland Event gemunkelt.
Allein die Auswahl der Gegner für den Weltmeister im Cruisergewicht nach Version WBO, Muamer Hukic, der sich jetzt Marco Huck (35 Kämpfe, 34 Siege, 25 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) nennt, scheint eindeutig zu widerlegen, dass irgendjemand bei der ARD sich darum kümmert, wen Sauerland Event von den Rundfunkgebühren in den Ring schickt.
Sollte es aber jene Dame oder jenen Herrn bei der ARD tatsächlich geben, dann müssten sich ja kaum vorstellbare Szenen abgespielt haben. So müsste der ARD-Experte nach dem Kampf gegen Denis Lebedev am 18.12.2010 zum Sportdirektor Hagen Döring gekommen sein und gefordert haben, auf keinen Fall einen Rückkampf zu machen. Dann müsste er ausdrücklich die Leistungen der beiden Punktrichter Lahcen Oumghar und Manuel Oliver Palomo gelobt haben, weil sie für Huck gepunktet haben. Ultimativ müsste der ARD-Mann dann noch gefordert haben, dass die beiden Punktrichter wieder bei Sauerland Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Das passierte dann ja auch. Oumghar durfte am 02.04.2011 in Henning, Dänemark und Manuel Oliver Palomo am 12.02.2011 in Mülheim wieder sein Können unter Beweis stellen.
In der Folgezeit müsste das mythische Wesen von der ARD dann noch weiter auf Sportdirektor Döring eingewirkt und gefordert haben, die Qualität der Gegner für den Mann aus Ugao, Serbien immer weiter zu senken.
Im Augenblick halte ich es für sehr viel wahrscheinlicher, dass sich Horden von Yetis in Sibirien und Schwärme von Ungeheuern im Loch Ness tummeln, als dass es bei der ARD eine Person gibt, die Einfluss auf das Matchmaking bei Sauerland Event nimmt. Es kann aber natürlich auch sein, dass ich mich irre. Das würde dann entweder heißen, dass ein von Rundfunkgebühren gut bezahlter Redakteur seine Arbeit nicht macht, oder dass die ARD systematisch das Boxen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kaputt machen möchte, um dann eine Begründung für den Ausstieg zu haben.
© Uwe Betker