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Posts Tagged ‘Die ultimativ subjektive Liste 2012

Boxer des Jahres

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Vitali Klitschko.
Vitali Klitschko (47 Kämpfe, 42 Siege, 41 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) – WBC Weltmeister im Schwergewicht. Er hat in diesem Jahr zwar „nur“ gegen Dereck Chisora (18.02.2012) und Manuel Charr (08.09.2012) geboxt und gewonnen, aber er ist für mich der Boxer des Jahres. Er kämpfte nämlich nicht nur gegen seine Gegner im Schwergewicht, sondern auch gegen den autoritären Präsidenten der Ukraine Wiktor Fjodorowitsch Janukowitsch. Vitali Klitschko nutzte seine Popularität als Weltmeister, um sich vor dem Zugriff durch die Polizei zu schützen und für die Demokratie zu kämpfen. Das macht ihn zum Boxer des Jahres.

Boxerin des Jahres

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Goda Dailydait.
Goda Dailydait (8 Kämpfe, 8 Siege, 2 durch KO) – WBF Weltmeisterin und WIBF Interimsweltmeisterin im Federgewicht. Wie Dailydait es schaffte, innerhalb so kurzer Zeit so weit zu kommen und das noch ohne die Unterstützung eines großen Veranstalters, ist schon bemerkenswert. Sie wirkt zwar noch nicht wie eine fertige Boxerin, aber sie ist die logische Gegnerin für Ramona Kühne (20 Kämpfe, 19 Siege, 6 durch KO, 1 Niederlage), der WBF, WBO und WIBF Weltmeisterin.

Schlechteste Veranstaltung des Jahres

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Diese Kategorie sollte ich aus der Liste streichen, weil es eigentlich eine eigene Liste werden müsste. Prinzipiell ist jede Veranstaltung schlecht, bei der alle Gewinner vorher schon feststehen oder bei der Boxer und Boxerinnen um ihren verdienten Sieg gebracht werden.

Written by betker

30. Dezember 2012 at 23:59

Rookie (männlich) des Jahres

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Samy Raid Musa.
Samy Raid Musa (3 Kämpfe, 3 Siege, 3 durch KO), der aus Krefeld stammende Halbschwergewichtler, wurde erst in diesem Jahr Profi. Was er zeigte, sah gut aus. Da er bereits 29 Jahre alt ist, muss er sich beeilen, wenn er als Profi noch etwas erreichen will. Ich jedenfalls traue ihm einiges zu.

Written by betker

30. Dezember 2012 at 23:59

Rookie (weiblich) des Jahres

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Nathalie John.
Eigentlich war die Profiboxkarriere der Junior Mittelgewichtlerin Nathalie John 2012, in dem Jahr, in dem sie Profi wurde, schon zu Ende. Ihr erster Kampf, am 14.09.2012, gegen Sarah Louise Peters, steht als No Contest im Kampfrekord, weil er wegen Regens abgebrochen werden musste. Im folgenden Kampf, am 03.11.2012, gegen Lisa Cielas, musste sie eine Punktniederlage hinnehmen. Dann aber, am 21.12.2012, gewann sie überzeugend gegen Sara Schnell, die immerhin zurzeit die Nummer 2 in Deutschland und die Nummer 17 in der Welt ist. Auch ihr traue ich einiges zu.

Absteiger des Jahres

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Dominik Britsch.
Der bei Sauerland Event unter Vertrag stehende Britsch fiel in diesem Jahr mehr durch seine Haare, als durch seine boxerischen Leistungen auf. Meiner Meinung nach gewann er bereits im letzten Jahr seinen letzten Kampf gegen Billy Lyell am 22.10.2011 nicht. Aber die Punktrichter Mufadel Elghazaoui und Arno Pokrandt sahen das anders und machten ihn zum IBF Interkontinental Champion. 2012 sollte der Mittelgewichtler Britsch dann EU Champion der EBU werden. Im ersten Anlauf erreichte er gegen Roberto Santos, der damaligen 106 der unabhängigen Weltrangliste, am 25.02.2012 ein schmeichelhaftes Unentschieden. Es ist zu erwähnen, dass der Punktrichter Zvonko Rukavina Britsch mit unglaublichen 117:112 vorne hatte. Den Rückkampf, am 15.09.2012, verlor er dann durch TKO in Runde 8.
Von dem Mann, von dem Sauerland Geschäftsführer Christian Meyer mal sagte, er sei „einer der großen deutschen Hoffungsträger“, und den man deshalb nicht auf Fremdveranstaltungen lassen boxen wollte, obwohl man bei einem Purse Bid teilnahm, ist nur die Frage nach den Haaren geblieben. Mit welcher Frisur wird er wohl diesmal in den Ring steigen? Wird sein Trainer Ulli Wegner wieder zur Schere greifen müssen, damit er im Kampf etwas sieht?

Aufsteiger des Jahres

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Robert Tlatlik.
Robert Tlatlik (11 Kämpfe, 11 Siege, 8 durch KO) wurde am 05.10.2012 Internationaler Deutscher Meister im Junior Weltergewicht. Der von Stefan Freudenreich trainierte Boxer ist zurzeit die Nummer 196 der unabhängigen Weltrangliste. Er gehört zu den größten Talenten im deutschen Boxen und er ist, wie die meisten deutschen Talente mit Substanz, nicht unter Vertrag bei einem großen Veranstalter. In seinem Fall hat das wohl damit zu tun, dass deutsche Fernsehsender Angst haben, mit leichteren und schnell schlagenden Boxern ihre Moderatoren und ihr Publikum zu überfordern.