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Foto: Dimitri Sartison

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Dimitri Sartison (1)
(C) Uwe Betker

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30. September 2013 at 23:59

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Foto: Dimitri Sartison

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Dimitri Sartison (2)
(C) Uwe Betker

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9. Juni 2013 at 23:59

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Foto: Dimitri Sartison

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Dimitri Sartison-
(C) Uwe Betker

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7. März 2013 at 23:59

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Ein zu schneller Abbruch, zwei Go-Go Girls und drei gute Kämpfe

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Am Sonntag gab es in Heerlen, im Südosten der niederländischen Provinz Limburg, in einem Sportzentrum, eine wirklich sehr sehenswerte Veranstaltung. Im Vorprogramm gab es 15 Amateurboxkämpfe zu sehen. Außerdem waren im abgesperrten Innenraum zwei kleine Bühnen aufgebaut, auf denen zwei Go-Go Tänzerinnen in jeder Ringpause die aktionslose Zeit verkürzten. Ich bin dafür, dass bei jeder Boxveranstaltung auch Go-Go Tänzerinnen auftreten sollten.
Vier Profikämpfe gab es zu sehen. Davon waren die ersten beiden Profidebüts. Im ersten Kampf traf im Cruisergewicht der Debütant Gian Carlo Liesdek (1 Kampf, 1 Sieg) auf Antonio Manuel (14 Kämpfe, 3 Siege, 1 durch KO, 9 Niederlagen, 1 Unentschieden). Liesdek begann aggressiv und punktete mit seiner Linken. Manuel, mit großen, auf seinen Rücken tätowierten Engelsflügeln, war zu passiv. Im zweiten Durchgang wurde er dann doch aktiver und versuchte mit einzelnen Haken sein Ziel zu treffen, was ihm aber nur sehr selten gelang. In der dritten Runde wurde er dann noch stärker und zwang Liesdek, immer wieder weg zu tanzen. Letztlich war Manuel in seinen Aktionen aber doch zu unkontrolliert. In der vierten und letzten Runde war Liesdek wieder Herr im Ring. Er zeigte immer wieder einen guten Jab und schöne Meidbewegungen. Sein Punktsieg war verdient.
Im zweiten Kampf des Abends boxten Robbie Hageman (1 Kampf, 1 Unentschieden) und Radwan Boeka (2 Kämpfe, 1 Niederlage, 1 durch KO, 1 Unentschieden) im Mittelgewicht gegeneinander. Hagemann, der sein Profidebüt gab, und Boeka lieferten sich einen unglaublichen Kampf. Obwohl die erste Runde schon sehr schnell und hart umkämpft war, steigerten sich Tempo und Härte der Auseinandersetzung von Runde zu Runde. Die vierte und letzte Runde war parktisch ein ununterbrochener Schlagabtausch. Am Ende stand ein gerechtes Unentschieden.
Ein paar Worte zu den Ring- und Punktrichtern der Professional Boxing Netherlands. Sie waren alle durch die Bank weg unauffällig und sehr gut. Schlechtere Punktrichter, und von denen es ja bekanntlich sehr viele gibt, hätten dem Debütanten Hageman den Sieg zugeschanzt.
Im dritten Kampf gab Dimitri Sartison (32 Kämpfe, 30 Siege, 18 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) sein Comeback, nach seiner TKO Niederlage in Runde 12 gegen Karoly Balzsay, am 21.04.2012. In diesem Kampf hatte er versucht, WBA Weltmeister im Super Mittelgewicht zu werden. Sein Gegner in Heerlen war Artem Solomko (33 Kämpfe, 11 Siege, 4 durch KO, 21 Niederlagen, 8 durch KO, 1 Unentschieden). Nun sollte man eigentlich meinen, dass ein Mann wie Solomko, der einen eindeutig negativen Kampfrekord hat, kein Problem für Sartison sein sollte. Dem war nun aber nicht so.
In der ersten Runde sah es noch so aus, als ob Sartison seinen Aufbaukampf lässig hinter sich bringen sollte. Aber Solomka wehrte sich tapfer. Obwohl er bereits in der zweiten Runde stark aus der Nase blutete, wurde er von Runde zu Runde stärker. Nicht dass Solomko auch nur die Spur von einer Chance gehabt hätte. Dafür war er schlicht zu limitiert. Aber der notorisch spät startende Sartison kam einfach nicht in den Kampf. Er quälte sich geradezu über die sechs Runden. Seine neunmonatige Ringabstinenz war ihm deutlich anzumerken. Er fand schlicht nicht die richtige Distanz und sein Timing war auch nicht gut. Trotzdem war sein haushoher Punktsieg nie in Gefahr.
Im letzten Kampf trafen im Mittelgewicht Gevorg Khatchikian (18 Kämpfe, 18 Siege, 7 durch KO) und Jetmir Kuqi (10 Kämpfe, 7 Siege, 4 durch KO, 3 Niederlagen, 2 durch KO) aufeinander. Khatchikian gilt als eines der größten Talente im Super Mittelgewicht. Der auf 8 Runden angesetzte Kampf war bereits nach zirka 2 Minuten und 45 Sekunden zu Ende. Ein kleiner Cut über dem rechten Auge von Kuqi führte zum Abbruch. Der Abbruch kam, so wie ich es gesehen habe, viel zu früh. Es musste nur einmal mit dem Handtuch drüber gewischt werden und die Blutung war schon gestoppt. Aber der Ringarzt sah es anders. Die Zuschauer hätten gerne mehr von dem Kampf gesehen. Die wenigen Minuten, die der Kampf gedauert hatte, waren nämlich eng und ausgeglichen.
Die Veranstaltung in Heerlen war sehr gut. – Ach, habe ich das eigentlich schon erwähnt?: – Ich bin dafür, dass bei jeder Boxveranstaltung auch Go-Go Tänzerinnen auftreten.
© Uwe Betker

Das Matchmaking der Universum Box-Promotion

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Am Samstag, dem 21. April veranstaltet Universum Box-Promotion in Schwerin. Im Hauptkampf des Abends treten Karoly Balzsay (26 Kämpfe, 24 Siege, 17 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) und Dimitri Sartison (30 Kämpfe, 29 Siege, 18 Durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) gegeneinander an. Dabei geht es um den WM-Titel der WBA im Mittelgewicht. Das ist eine vielversprechende Kampfansetzung.
Sehr bedenklich finde ich jedoch, dass nur vier Tage vor der Show offensichtlich die Hälfte der Gegner noch nicht feststeht. Absolut unverständlich ist, dass sogar der Gegner von Marcel Meyerdiercks (21 Kämpfe, 21 Siege, 5 durch KO) noch nicht feststeht. Immerhin boxt er um den Intercontinental Titel der WBO. Es ist zu befürchten, dass der alte und neue Matchmaker von Universum, Taouab Mohamed Hedi, das macht, wofür er schon berühmt ist. War dieses Matchmaking nicht mit für den Niedergang von Universum verantwortlich? War nicht der neue Besitzer des Boxstalls, Waldemar Kluch, mit einem anderen sportlichen Anspruch angetreten?
© Uwe Betker

Seltsames Klappern

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Klappern gehört zum Geschäft und will man in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, so muss man sehr laut klappern. Aber manchmal kann das schon seltsame Blüten treiben, wie bei dem jetzt anstehenden WM-Kampf der WBO im Super Mittelgewicht.
Es begann damit, dass der WBA-Champion Dimitri Sartison (28 Kämpfe, 27 Siege, 17 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) kurzfristig verletzungsbedingt ausfiel. Dadurch musste für die Veranstaltung in der magdeburger Bördelandhalle ein neuer Gegner für Robert Stieglitz (41 Kämpfe, 39 Siege, 23 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) gefunden werden. Den fand man dann in Khoren Gevor (36 Kämpfe, 31 Siege, 16 durch KO, 5 Niederlagen, 2 durch KO).
Der Rechtsausleger Gevor ist die Nummer 11 der WBO und die Nummer 25 der unabhängigen Weltrangliste. Stieglitz ist die Nummer 6 in der Welt. Gevor kämpfte und verlor in WM-Kämpfen gegen Arthur Abraham (18.08.2007, L KO 11), Felix Sturm (11.07.2009, L 12) und in seinem letzten Kampf gegen Dimitri Sartison (31.07.2010, L 12).
Nun beginnt das Klappern. Wenige Tage vor seinem vierten Versuch Weltmeister zu werden ging das Management des armenischen Herausforderers an die Öffentlichkeit und forderte ein neues Kampfgericht. Gevors Manager Peter Schulze: „Wir wollen niemandem irgendetwas unterstellen, aber ich denke, im Sinne des fairen und ehrlichen Sports sollten nicht immer dieselben Punktrichter am Ring sitzen, wenn Robert Stieglitz in den Ring steigt. Das Kampfgericht, das für Samstag vorgeschlagen wurde, ist mit dem von Roberts letztem Kampf nahezu identisch. Da sollte die WBO eigentlich besser darauf achten, dass unterschiedliches Personal zum Einsatz kommt. Es geht hier schließlich um die Glaubwürdigkeit des Verbands und des Sports an sich. Wie gesagt, wir unterstellen keine bösen Absichten. Wir sprechen das Thema jetzt – im Vorfeld des Kampfes – an, damit es nicht hinterher zu Diskussionen kommt, falls es eine knappe Punktentscheidung geben sollte.“ Abgesehen davon, dass Schulze prinzipiell mit allem, was er gesagt hat, Recht hat, schwingt hier natürlich schon eine unausgesprochene Unterstellung mit.
Der Titelverteidiger Robert Stieglitz schlägt als Erwiderung martialische Töne an. Er verkündet: „Ich bin der Weltmeister und werde es auch bleiben. Ich werde Khoren Gevor seine Grenzen aufweisen. Ich kann ihn mit meiner Schlagkraft vernichten.“ – Klappern gehört zwar zum Geschäft, aber muss man seinen Gegner direkt vernichten wollen? Reicht es nicht ihn einfach zu schlagen?
© Uwe Betker