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Gibt es Universum Box-Promotion noch?

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Wenn ich die Entwicklungen bei Universum so beobachte, dann scheint es mir fast so, als hätte der vormals größte Veranstalter von Profiboxkämpfen diesseits des Atlantiks seinen Betrieb eingestellt. Man sehe sich nur einmal die Internetpräsenz an. Da ist festzustellen, dass sie ziemlich veraltet ist. Immer noch werden da die beiden Schwergewichtler Markus Tomala (9 Kämpfe, 7 Siege, 3 durch KO, 2 Niederlagen) und Mahmoud Omeirat Charr (16 Kämpfe, 16 Siege, 8 durch KO) als Universum-Boxer geführt. Als Außenstehender weiß man dann einfach nicht, wer überhaupt noch für den hamburger Veranstalter boxt und wer nicht. Ja, man kann sich sogar schon die Frage stellen, ob Universum Box-Promotion überhaupt noch existiert.
Offensichtlich hat Universum nicht wenige seiner Boxer entweder rausgeschmissen oder hat ihre Verträge nicht verlängert oder hat sie zum Gehen bewegt. Andere werden jedoch durch Prozesse daran gehindert, woanders zu boxen, wie es unlängst dem WBA-Weltmeister im Mittelgewicht Gennady Golvkin (20 Kämpfe, 20 Siege, 17 durch KO) erging. Auch ist ja die Frage: Ist ein Veranstalter immer noch ein Veranstalter, auch wenn er nicht mehr selber veranstaltet, sondern seine Boxer nur noch ins Ausland schickt?
Gleichzeitig hörte ich letzte Woche ein Gerücht, demzufolge Klaus-Peter Kohl, der alte und neue Chef von Universum, sich nach Weihnachten in Nizza mit den Klitschkos getroffen hat, um darüber zu verhandeln, mit bei RTL zu boxen.
© Uwe Betker

Die Angst von Sauerland Event

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Die Angst geht um bei Sauerland Event, die Angst keinen Hauptkämpfer mehr für die ARD zu haben. Daher wird wohl auch alles getan, diejenigen, die man denn hat, auch zu behalten. Diese Angst ist auch nicht ganz unberechtigt. Erst verliert Arthur Abraham desaströs gegen Carl Froch (27.11.2010) im Super-Six-Turnier. Dann offenbart der WBO Weltmeister im Cruisergewicht Muamer Hukic alias Marco Huck in seinem letzten Kampf mentale, physische und technische Schwächen. – Ich erinnere noch einmal: Er durfte seinen Titel nur behalten, obwohl er von Denis Lebedev (18.12.2010) klar geschlagen wurde, weil zwei Punktrichter (Lahcen Oumghar und Manuel Oliver Palomo) wohl partout den Kampfverlauf nicht durch ihre Punktwertung wiedergeben wollten.
Nun gilt es das zu verteidigen, was man hat. Sebastian Sylvester (38 Kämpfe, 34 Siege, 16 durch KO, 3 Niederlagen, 2 durch KO, 1 Unentschieden) hat den Titel des Weltmeisters im Mittelgewicht der IBF, und diesen Titel gilt es um jeden Preis zu verteidigen. Der berliner Veranstalter wählt den sichersten Weg einen Titel zu verteidigen. Man sucht sich einen Gegner, der überhaupt keine Gefahr für den eigenen Boxer darstellt. Diesen Gegner hat man in Mehdi Bouadla (24 Kämpfe, 21 Siege, 10 durch KO, 3 Niederlagen) gefunden. Der Herr aus Aulnay-sous-Bois/Frankreich ist die Nummer 41 der Weltrangliste und immerhin die Nummer 2 der französischen Rangliste – wie aber wohl jeder weiß, liegt in Frankreich das Profiboxen danieder.
In den Regionen der unabhängigen Weltrangliste, in denen sich Bouadla tummelt, sind auch der nächste Gegner von Felix Sturm, Ronald Hearns, und Mahir Oral, der letzte Gegner von Sylvester, zu finden. In dem Kampfrekord des Herausforderers gibt es nur einen bekannten Namen, nämlich Gennady Golvkin. Und der heutige WBA-Weltmeister im Mittelgewicht besiegte ihn in seinem neunten Kampf (07.09.2007) klar nach Punkten.
Nach meiner Meinung boxt Herr Sylvester mit Bouadla nun schon den dritten Gegner innerhalb eines Jahres (Billy Lyell am 30.01.2010 und Mahir Oral am 30.10.2010), der in einem WM-Kampf nichts zu suchen hat.
Die Angst geht um bei Sauerland Event, die Angst…
© Uwe Betker