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Gedanken zum Phänomen Elina Tissen

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Elina Tissen ist ein Phänomen. Vermutlich gibt es kaum eine Boxerin, die so viel Ablehnung unter den Boxfans erfährt wie sie. Dabei ist Tissen (17 Kämpfe, 15 Siege, 6 durch KO, 2 Niederlagen) amtierende Weltmeisterin in drei Gewichtsklassen. Sie hat nicht weniger als fünf WM Titel.
Man könnte sich natürlich auch annehmen, die, die an ihr Kritik üben, sind nur neidisch. Aber dieser Ansatz fasst zu kurz. Wieso sollten denn Boxfans neidisch auf eine Boxerin sein? Die 26-jährige Boxerin sieht ja gut aus, wirkt charmant und nett. Sie ist auch Beispiel für eine gelungene Integration. In Orynbor (Orenburg, Russland) geboren, zieht sie mit zwölf nach Warendorf bei Münster. Sie nimmt die deutsche Staatsangehörigkeit an und macht eine Ausbildung zur Erzieherin. Wo ist da ein Grund für die Ablehnung?
Mir persönlich ist Elina Tissen zu zu. Sie ist mir zu aufdringlich, zu großsprecherisch, zu seltsam, zu selbstverliebt und zu laut. Halt zu zu. Beispiele gefällig? Frau Tissen wird von ihrem Management nicht als Weltmeisterin, sondern als „Worldchampionesse“ vermarktet. (Ich hoffe ich habe das Wort richtig geschrieben, denn aussprechen kann ich es nicht.) Dann mag ich ihren Kampfnamen nicht „Elin the Machine“. Wie kann man nur aus einer jungen Dame eine Maschine machen? Dies sind aber nur persönliche Empfindlichkeiten von mir.
Unangenehmer wird es, wenn sie einfach von der WIBF zur Boxerin des Jahres 2010 erklärt wird, ohne überhaupt nur einen WIBF Kampf bestritten zu haben. Oder wenn Frau Tissen mögliche zukünftige Gegnerinnen aus der Halle wirft. So geschehen 2011. Die Herausgeworfene war Goda Dailydait (8 Kämpfe, 8 Siege, 2 durch KO). Oder wenn sie die angesprochene Dailydait einfach nicht boxt, obwohl sie die Pflichtherausfoderin ist. Warum nun Elina Tissen nicht auf einer Veranstaltung Khalil BoxPromotion boxt, ist letztlich nicht ganz klar. Aber es drängt sich der Verdacht auf, das Management von Tissen könnte den Kampf auf keinen Fall gewollt haben.
Nun boxt sie am 01.Juni in Essen gegen Doris Köhler (25 Kämpfe, 11 Siege, 5 durch KO, 12 Niederlagen, 2 durch KO, 2 Unentschieden). Dabei geht es um die WM Titel im Federgewicht von den drei Verbänden GBC (Global Boxing Council), WIBF (Women’s International Boxing Federation) und GBU (Global Boxing Union). So weit so schlecht. Aber noch schlimmer wird diese Kampfansetzung durch die Tatsache, dass Tissen bereits am 24.03.2012 gegen Köhler geboxt und nach Punkten gesiegt hat. Die Punktrichter werteten den Kampf 100:89, 100:89 und 100-91. Von den drei Punktrichtern wertete nur einer eine einzige Runde unentschieden. Alle anderen Rundenwertungen gingen an Tissen. Die Dame aus Wien gewann nicht eine einzige Runde.
Wenn Tissen Köhler jetzt in einem Interview stark redet und über ihre Entwicklung im letzten Jahr spekuliert, dann empfinde ich dies einfach nur als eine Beleidigung der Intelligenz der Boxfans. Frau Köhler verlor nach ihrem Kampf gegen Tissen noch gegen Ina Menzer, am 21.04.2012 und gegen Gaelle Amand, am 29.06.2012. Hiernach erreichte sie gegen eine Dame mit einem Kampfrekord von 3 Siegen, 24 Niederlagen, 2 Unentschieden in 29 Kämpfen immerhin ein Unentschieden. Dann siegte sie sogar noch drei Mal in Folge. Ihre erste Gegnerin gab ihr Profidebüt, die nächste hatte alle ihre drei Kämpfe verloren und die Letzte hatte zwölf Kämpfe in Folge verloren. Der WM Kampf zwischen Tissen und Köhler ist, nach meiner Meinung, einfach nur eine beschämend unwürdige Kampfansetzung.
Trotzdem kann ich nur jedem empfehlen, zu diesem Kampfabend hinzugehen. Die Veranstaltung verspricht wirklich gut zu werden, wenn man einmal absieht von dem letzten Kampf, den man als Ausfeger ansehen kann. Der Veranstalter Granit Shala schickt sich an, dem Profiboxen in Essen neue Impulse zu geben. Im richtigen Hauptkampf ist der Junior Weltergewichtler Bihes Barakat (21 Kämpfe, 18 Siege, 15 durch KO, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) zu sehen und der Barakat Kampf ist mit Sicherheit sehenswert.
© Uwe Betker

Ein großer Frauenboxkampf wirft seinen Schatten voraus

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Ende April wird es vermutlich zu einem großen Frauenboxkampf in Deutschland kommen. Elina Tissen (17 Kämpfe, 15 Siege, 6 durch KO, 2 Niederlagen) muss ihre Titel der WIBF und GBU (Women`s International Boxing Federation und Global Boxing Union) im Federgewicht gegen Goda Dailydait (8 Kämpfe, 8 Siege, 2 durch KO) verteidigen. Dailydaits Veranstalter Khalil BoxPromotion hat die Pflichtverteidigung von „Elin the Machine“ (- Wie kann man sich selber nur zu einem Ding erklären?) ersteigert.
Besonders brisant wird das Aufeinandertreffen der Beiden dadurch, dass 2011 Tissen Dailydait und ihren Trainer Thorsten Brück bei einer Veranstaltung aus dem Saal hat entfernen lassen. Offensichtlich wollten Tissen und ihr Management nicht, dass ein zukünftige Gegnerin und direkte Konkurrentin sie boxen sehen könnte.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Tissen, ihre Promoterin Miriam Bohn und ihr Trainer Maiki Hundt nicht Angst bekommen. Auch größere Veranstalter (z.B. Sauerland Event) und bekanntere Boxer (Dominik Britsch) haben es schließlich schon vorgezogen, sich aus einer Pflicht herauszustehlen und lieber einen Titel niederzulegen, als einen schweren Gegner auf einer Fremdveranstaltung zu boxen. Im Falle von Sauerland Event und Dominik Britsch hat es allerdings beiden nichts genutzt. Sauerland büßte erheblich an Glaubwürdigkeit ein, weil der Titel erst dann zurückgegeben wurde, als die Versteigerung der Pflichtverteidigung verloren war. Und der Mittelgewichtler Dominik Britsch mutierte von „einem der größten deutschen Hoffnungsträger“, zum „Absteiger des Jahres 2012“ – der mit den Haaren.
Man kann nur hoffen, dass der Kampf zwischen Elina Tissen und Goda Dailydait stattfinden wird, denn er verspricht ein großer zu werden.
© Uwe Betker

Boxerin des Jahres

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Goda Dailydait.
Goda Dailydait (8 Kämpfe, 8 Siege, 2 durch KO) – WBF Weltmeisterin und WIBF Interimsweltmeisterin im Federgewicht. Wie Dailydait es schaffte, innerhalb so kurzer Zeit so weit zu kommen und das noch ohne die Unterstützung eines großen Veranstalters, ist schon bemerkenswert. Sie wirkt zwar noch nicht wie eine fertige Boxerin, aber sie ist die logische Gegnerin für Ramona Kühne (20 Kämpfe, 19 Siege, 6 durch KO, 1 Niederlage), der WBF, WBO und WIBF Weltmeisterin.

Foto: Goda Dailydait

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16. Januar 2012 at 23:59

Jahresrückblick 2011 – She’s A Rainbow: Frauenboxen

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Obwohl im deutschen Fernsehen kein Frauenboxen zu sehen ist, – wenn man einmal von den Ausschnitten absieht, die die ARD manchmal zeigt – ist das Frauenboxen nicht tot. Im Gegenteil, bei den boxenden Frauen gibt es relativ viele, die das Zeug dazu haben, Weltklasseboxerinnen zu werden, bzw. die schon weltklasse sind. Da aber die weibliche Form des Profiboxens gründlich durch die Möchtegernnachfolgerinnen von Regina Halmich diskreditiert wurde, gibt es keinen deutschen TV-Sender, der noch den Mut hätte, Frauenboxen zu zeigen.
Daher müssen Boxerinnen schon sehr überzeugend sein, um Trainer zu finden, die sich darauf einlassen, mit ihnen zu arbeiten. Geld ist mit ihnen jedenfalls zurzeit nicht zu verdienen. Einer der überzeugt wurde, ist Manni Faber in Krefeld. Er ging 2011 mit der Leichtgewichtlerin Derya Saki (1 Kampf, 1 Sieg, 1 KO) an den Start. Saki sah in ihrem ersten Kampf so beeindruckend aus, dass sie eindeutig zu den großen Talenten zu rechen ist.
In Dortmund arbeitet Thorsten Brück mit Goda Dailydait (6 Kämpfe, 6 Siege, 2 durch KO). Dailydait, eine technisch gut ausgebildete Boxerin, ist wohl die beste deutsche Federgewichtlerin. Damit hat sie dann allerdings auch die damit verbundenen Probleme: Wie bekommt man Kämpfe und wer soll sie bezahlen?
Von Karlsruhe aus versucht Dominik Junge mit Raja Amasheh (13 Kämpfe, 12 Siege, 3 durch KO, 1 Unentschieden) die Weltspitze im Fliegengewicht anzugreifen. Gerade weil Amasheh 2011 inkonsistente Leistungen zeigte – sie hat neben Arbeit und Boxen auch noch ihren Master gemacht – ist zu erwarten, dass sie bald einen gewaltigen Leistungssprung machen wird und die anderen im Fliegengewicht boxenden Deutschen (Syuzanna Kentikyan und Nadia Raoui) herausfordern wird.
Wenn das Boxen gerecht und fair wäre und eben nicht so, wie es nun mal ist, wäre Nadia Raoui (15 Kämpfe, 13 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) schon Weltmeisterin der WBA und WBO. So aber gaben die zwei deutschen Punktrichter des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), Werner Kasimir und Frank-Michael Maaß, ihr nicht den Sieg im Kampf gegen Syuzanna Kentikyan (24.04.2010), obwohl nahezu alle Beobachter sie klar haben gewinnen sehen. Nun versucht sie weiter von Herne aus, zusammen mit ihren Trainern Dirk Kiekhäfer und Dr. Andreas Künkler, Weltmeisterin zu werden.
Syuzanna, genannt Susianna, Kentikian (30 Kämpfe, 29 Siege, 16 durch KO) darf sich immer noch Weltmeisterin der WBA und WBO im Fliegengewicht nennen. Sie gehört zu der Generation von Boxerinnen, die von ihrem Veranstalter Universum Box-Promotion als Nachfolgerin von Regina Halmich präsentiert wurden. Ihr umstrittener Sieg über Nadia Raoui und ihr No Contests über Arely Mucino (17.07.2010) gehören zu den Kämpfen, die das Frauenboxen wohl nachhaltig beschädigt haben. Ihre sportlichen „Leistungen“ und ihr kurzzeitiges Werben für ein Süßwarenprodukt, das im Verhältnis mehr Fett und Zucker beinhaltet als z. B. eine Sahnetorte, haben der selbsternannten „Killer Queen“ den Spottnamen „Milch-Schnitte“ eingetragen. Mittlerweile boxt sie zusammen mit anderen Boxerinnen für Ulf Steinforth und sein SES Sports Events. Sie wird betreut von Magomed Schaburow.
Mario Guedes aus Aachen trainiert Jessica Balogun (23 Kämpfe, 22 Siege, 10 durch KO, 1 Niederlage), eine der besten Weltergewichtlerinnen der Welt. Damit wäre sie die logische und zwangsläufige Wahl als Gegnerin für die norwegische Boxerin Cecilia Braekhus (19 Kämpfe, 19 Siege, 5 durch KO), die für Sauerland Event boxt. Es ist aber zu befürchten, dass Balogun, weil sie eben so gut ist, erst dann ihre Chance bekommt, wenn keine billigeren und leichteren Gegnerinnen mehr in der Rangliste zu finden sind.
Die für mich beste und attraktivste Boxerin ist die Interims Weltmeisterin der WIBF im Junior Fliegengewicht, Özlem Sahin (14 Kämpfe, 13 Siege, 4 durch KO, 1 Unentschieden). Die natürliche Minimumgewichtlerin, die von Conny Mittermeier in Stuttgart trainiert wird, boxte zuletzt auf den Veranstaltungen von Arena Boxpromotion. Offensichtlich hat sie aber keinen Vertrag mit dem Veranstalter Ahmet Öner. Obwohl die deutschen und türkischen Medien ungewöhnlich stark und positiv auf sie reagieren und sie immer wieder Gegenstand der Berichterstattung ist, hat sich noch kein TV-Sender gefunden, der den Mut hätte, ihre Kämpfe zu übertragen. Es scheint mir auch, als ob Arena Boxpromotion kein Konzept hätte, was sie mit Sahin machen wollen.
Trotz allem – das Frauenboxen lebt.
© Uwe Betker

Foto: Goda Dailydait

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Written by betker

6. August 2011 at 23:59

Elina Tissen, Maiki Hundt und ein Rauswurf

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Elina Tissen (15 Kämpfe, 13 Siege, 6 durch KO, 2 Niederlagen) gewann am 23.07.2011 den Titel des Global Boxing Council (GBC) im Super Bantamgewicht im Cultura – Sparkassentheater in Rietberg gegen Fatuma Zarika (29 Kämpfe, 23 Siege, 14 durch KO, 5 Niederlagen, 1 Unentschieden). Für Aufregung sorgte vorher der Rauswurf von einigen zahlenden Zuschauern. Das Management von Elina Tissen ließ Goda Dailydait (5 Kämpfe, 5 Siege, 2 durch KO) samt Trainer und mitgereisten Boxfans aus der Halle werfen. Ich hatte Gelegenheit mit Thorsten Brück über die Vorkommnisse zu sprechen.

Betker:
Herr Brück, Sie sind also jemand, den man aus Boxveranstaltungen rausschmeißt.
Brück:
Ja, das kann man so sagen. Aber ernsthaft: Wenn ich betrunken gewesen wäre oder wenn ich rumgepöbelt hätte, dann hätte ich es ja noch verstanden, dass man mich rausschmeißt. Aber jeder der mich kennt, weiß, dass ich so etwas nicht mache und dass ich ein sportlich fairer Mensch bin.
Betker:
Was ist eigentlich in Rietberg genau passiert?
Brück:
Was genau passiert ist? Das kann ich noch nicht einmal sagen. Auf einmal standen drei Hünen hinter mir, so zwei mal zwei Meter. Die haben dann gesagt: „Ansage vom Management, ihr verlasst sofort hier die Veranstaltung!“
Betker:
Ihr heißt, Sie und Goda Dailydait?
Brück:
Genau – und dann noch unser zweiter Sekundant, der war auch dabei an dem Abend.Und alle, die mit uns zusammen gekommen waren, duften dann mit uns auch wieder die Veranstaltung verlassen.
Betker:
Haben Sie Ihr Eintrittsgeld zurückbekommen?
Brück:
Ja, das haben wir zurück bekommen.
Betker:
Na, immerhin.
Brück:
Das wäre ja auch noch eine zusätzliche Dreistigkeit gewesen, wenn man uns einfach so rausschmeißt, ohne uns unser Geld zurück zu zahlen. Es lag ja auch kein Grund für den Rausschmiss vor – keine, dass man hätte sagen können: Selber schuld!
Betker:
Es gab also keine Erklärung, warum das Management beschlossen hatte, sie vom Veranstaltungsort entfernen zu lassen?
Brück:
Nein – ohne Erklärung. Ich habe den Mann von der Security noch gefragt, aus welchem Grund das hier alles passiert. Aber er sagte nur: „Wir brauchen hier nicht diskutieren. Wir haben hier die Order und – – – Bitteschön. Wir haben hier das Hausrecht.“
Betker:
Aha.
Brück:
Was soll man dann noch versuchen mit solchen Menschen zu reden? Das bringt dann auch nichts.
Betker:
Ja, aber es hätte doch sein können, dass die Herren von der Security sagen, dass Goda …
Brück:
von der Tissen noch lernen könnte.
Betker:
Haben Sie überhaupt etwas von der Veranstaltung gesehen?
Brück:
[gedehnt] Doch. Also ich muss ja sagen: Ich war noch nie so erschüttert, wie an diesen Abend. Auch mein Trainerkollege, der mir das Boxen beigebracht hat als ich mit fünf mit dem Boxen anfing, sagte das. Ich bin mittlerweile 45 – Sie können sich also leicht ausrechnen, wie lange wir schon zusammen arbeiten. Er saß neben mir, den Mund ganz weit offen und konnte es nicht fassen. Er sagte zu mir: „Ganz ehrlich, ich bin jetzt ganz fix und fertig. Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen soll. Wenn ich das jetzt nicht hier mit eigenen Augen gesehen hätte, ich hätte das nie geglaubt. Wenn mir das jemand erzählt hätte, ich hätte das niemals geglaubt. Das gibt es gar nicht. Das gibt es gar nicht! So ein schlechtes Boxen. Wo gibt es denn zwei mal zwei Minuten Kämpfe?“ So etwas habe ich auch noch nie, nie gesehen. Ich kenne so etwas nicht. Ich bin jetzt 40 Jahre dabei, aber ich kann mich nicht erinnern, dass es je einen Kampf gab über zwei mal zwei Minuten. Und dann auch noch auf einer Veranstaltung, wo es um eine Weltmeisterschaft geht. Das ist schon – – – krass.
Betker:
Die zwei mal zwei Minuten Kämpfe tauchen auf Boxrec nicht auf.
Brück:
Das glaube ich. Wie sollten sie denn auch jemanden verständlich machen, was das überhaupt soll. Ich kann mir auch nicht erklären, wofür das gut war. Also ich war recht enttäuscht. Dann war Pause, und wir gingen runter, um etwas trinken. Dabei hat wohl Maiki [Hundt, der Manager und Trainer von Elina Tissen] die Goda gesichtet. Dann kam innerhalb von eineinhalb Minuten auch schon der Rausschmiss.
Betker:
Aber warum schmeißt er die Goda Dailydait raus? Goda ist auf Boxrec auf Position 7 und Elina Tissen ist auf 2 im Federgewicht. Dementsprechend wäre es eine logische Geschichte, dass sich die Beiden irgendwann im Ring treffen.
Brück:
Ja, vielleicht irgendwann einmal. Aber ich denke, dass sie das so lange hinauszögern wollen wie nur irgend möglich. Die wollen den Kampf der Beiden nicht. Das vermute ich jedenfalls. Wenn man zurückverfolgt, was die alles an Kommentaren abgelassen haben, als Goda den Interconti[nental] Titel [02.04.2011 gegen Doris Köhler] geholt hat, da war Maiki [Hundt] ja auch da. Dann kamen hinterher die Beschimpfung: „Die hat ja nur mit einem Arm boxen können. Die hat sich ja verletzt. Bla bla bla.“ Dann habe ich gekontert und gesagt, dass wir gerne dazu bereit sind, gegen Tissen zu boxen. Da hat er gleich geantwortet; „Ja, die Goda ist sportlich ja noch gar nicht gereift genug, um in einer Veranstaltung gegen die Tissen antreten zu können.“
So gab sich im Internet ein Wort das andere. Goda hat dann sehr schön reagiert und geschrieben: „Jetzt müssten wir doch wunderbar in das Beuteschema von dem Team Tissen passen, weil die sucht sich doch eh nur Kranke und Schwache aus“. Da war er wohl ein wenig gekränkt und hat uns aus Rache aus seiner Veranstaltung entfernen lassen.
Betker:
Ja, aber …
Brück:
Das ist nur eine Spielerei. Was soll das denn? Die haben doch damals viel mehr gegen die [Ina] Menzer verbal geschossen, als was wir gemacht haben. Wir wollen doch nur einen sportlichen Vergleich, mehr doch nicht.
Betker:
OK.
Brück:
Die tönen doch immer so herum, wie gut sie ist. Sie hat doch bis jetzt praktisch fast nur Schwache geboxt. Das weiß doch jeder. Jedesmal, wenn sie dann eine Starke bekommen hat, haben alle immer gesagt: „Oh Mann, dass ging aber nicht mit rechten Dingen zu.“ Ich war damals in Rietberg gewesen [09.10.2010] als Stacey Reile aus Miami gekommen ist. Das Ding hat Tissen ganz klar verloren. Da geht es nicht um Sympathie oder Antipathie. Sport ist Sport und beim Sport soll die Bessere gewinnen. Ein fairer Kampf gegen Goda Dailydait wäre eine richtige Herausforderung für Frau Tissen. Dann kann sie ja mal unter Beweis stellen, ob sie so gut ist wie Maiki immer behauptet.
© Uwe Betker