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Sturm Box-Promotion auf Expansionskurs

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Wenn man den Gerüchten glauben kann, ist Sturm Box-Promotion auf Expansionskurs. Angeblich hat Felix Sturm mit dem münchner TV-Sender SAT 1 einen Vertrag über 10 Veranstaltungen geschlossen. Dabei soll Sturm selber an nur drei bis vier Abenden der Hauptkämpfer sein. Als Boxfan kann man nur froh über diese Nachricht sein. Offensichtlich ist SAT 1 willens, weiter auf Boxen zu setzen.
Gleichzeitig dürfte Sturm nun auf der Suche nach Boxern sein, die entweder schon Hauptkämpfer sind oder in kurzer Zeit zu Hauptkämpfern für diese Veranstaltungen werden können. Im Moment wären meine Empfehlungen: Markus Tomala (9 Kämpfe, 7 Siege, 3 durch KO, 2 Niederlagen), Michael Wallisch (8 Kämpfe, 8 Siege, 5 durch KO) und Erkan Teper (7 Kämpfe, 7 Siege, 5 durch KO) im Schwergewicht, Henry Weber (15 Kämpfe, 14 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage) im Super Mittelgewicht, Gabor Veto (27 Kämpfe, 27 Siege, 21 durch KO), Robert Tlatlik (7 Kämpfe, 7 Siege, 5 durch KO) und Timo Schwarzkopf (5 Kämpfe, 5 Siege, 4 durch KO) im Weltergewicht, Raja Amasheh (13 Kämpfe, 12 Siege, 3 durch KO, 1 Unentschieden) im Fliegengewicht und Özlem Sahin (14 Kämpfe, 13 Siege, 4 durch KO, 1 Unentschieden), die Interims Weltmeisterin in Junior Fliegengewicht nach Version WIBF.
Vermutlich könnte man diese Liste noch erweitern. Diese Damen und Herren sind aber die ersten, die mir einfielen. Wenn Felix Sturm also wirklich will, so hat er eine große Auswahl an möglichen Mitstreitern fürs Boxen bei SAT 1.
© Uwe Betker

Arthur Abraham und die Kriese von Sauerland Event

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Am Samstag, den14.01.2012 boxt in Offenburg Arthur Abraham (35 Kämpfe, 32 Siege, 26 durch KO, 3 Niederlagen) gegen Pablo Oscar Natalio Farias (20 Kämpfe, 19 Siege, 11 durch KO, 1 Niederlage). Dieses Aufeinandertreffen verspricht ein netter Kampf zu werden. Abraham, der ehemalige Weltmeister der IBF im Mittelgewicht, soll nach drei desaströsen Niederlagen wieder aufgebaut werden. Da kommt der Mann aus Argentinien ganz recht. Es ist kein besonders hart schlagender Gegner. Seinen letzten Kampf hatte er verloren und war dabei auch zu Boden gegangen. Er ist aber auch nur die Nummer 71 der unabhängigen Weltrangliste.
Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass Abraham gewinnen wird. Das wie, also durch KO oder nach Punkten, dürfte auch eine Frage der Stallregie sein. Es ist gut und es ist richtig zu versuchen, Arthur Abraham wieder aufzubauen. Man kann sich aber schon fragen, wofür er aufgebaut werden soll. Erklärtes Ziel ist es natürlich, dass Avetik Abrahamyan wieder Weltmeister werden soll – im Super Mittelgewicht. Es fragt sich aber, ob er realistischer Weise überhaupt einen der Weltmeister schlagen kann?
Erstaunlich ist, dass der Kampf Abraham gegen Farias Hauptkampf der ARD ist. Es gab Zeiten – und die sind noch gar nicht so lange her – da konnte man den Eindruck gewinnen, dass alles, was unterhalb einer Weltmeisterschaft rangierte, unter der Würde der ARD war. Und nun wird ein Kampf gezeigt, in dem es um Nichts geht. Offensichtlich ist Sauerland Event in einer sportlichen Krise. Sie haben mit einem Marco Huck (35 Kämpfe, 34 Siege, 25 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) einen Weltmeister im Cruisergwicht, der wohl lieber sein Glück im Schwergewicht versuchen will als erneut in einer Pflichtverteidigung gegen Denis Lebedev (24 Kämpfe, 23 Siege, 17 durch KO, 1 Niederlage) anzutreten. Sie haben mit Yoan Pablo Hernandez (26 Kämpfe, 25 Siege, 13 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) einen Weltmeister, der nur umstritten IBF Weltmeister im Cruisergewicht wurde. Sie haben mit Alexander Povetkin (23 Kämpfe, 23 Sieg, 16 durch KO) einen Weltmeister im Schwergewicht, den niemand auf der Welt als richtigen Weltmeister ansehen mag. Sie haben mit Robert Helenius (17 Kämpfe, 17 Siege, 11 durch KO) einen Europameister, der seinen Titel auf eine sehr-sehr-sehr umstrittene Art gewonnen hat.
Sauerland Event fehlen offensichtlich die Hauptkämpfer. Daher sahen sie sich wohl gezwungen, um überhaupt Titelkämpfe in der Show zu haben, mit Sport Events Steinforth zu kooperieren, um von ihnen die Titelkämpfe, ohne die es wohl doch nicht geht, zu bekommen. Das hat zur Folge, dass Robert Stieglitz (42 Kämpfe, 40 Siege, 23 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) jetzt auch in der ARD seinen WBO Super Mittelgewichtstitel gegen Henry Weber (16 Kämpfe, 15 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage) verteidigen darf. Es darf diesmal sogar eine Frau auf einer Sauerland Show boxen. – Bekanntermaßen ist Wilfried Sauerland ein entschiedener Gegner des Frauenboxens. – Cecilia Braekhus (19 Kämpfe, 19 Sieg, 5 durch KO), die Weltmeisterin der WBC, WBA und WBO im Weltergewicht, wird geduldet, weil sie einen lukrativen TV-Vertrag hat. – Nun also darf Ramona Kühne (19 Kämpfe, 18 Siege, 5 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) sich auf einer Sauerland Veranstaltung präsentieren und ihre WIBF, WBO und WBF Titel im Super Federgewicht gegen Renata Domsodi (8 Kämpfe, 7 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage) verteidigen.
© Uwe Betker