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Fünf Scheiben Mitleid für den BDB

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Man könnte jetzt einen Klagegesang über den Niedergang und der Selbstzerstörung des BDBs verfallen. Aber vielleicht ist es besser, dem Bund Deutscher Berufsboxer einfach ein paar dicke Scheiben Mitleid zu schenken.
Der BDB bekommt von mir die erste dicke Scheibe Mitleid dafür, dass sie überfordert sind. Der BDB muss Woche für Woche dutzende Veranstaltungen in Deutschland sanktionieren. Vermutlich muss Herr Pütz jeden Freitag und jeden Samstag, in seiner Funktion als Präsident des BDBs, irgendwelche Boxer zum Ring begleiten, damit sie sich nicht verirren. Wenn so viele Boxkämpfe sanktioniert werden müssen, passieren schon einmal Fehler.
Ein zweite Scheibe Mitleid bekommt der BDB von mir dafür, dass es schon extrem schwer ist angemessen auf Doping zu reagieren. Ist es eine BDB Boxer der Übeltäter, kann man wohl eine Sperre schon einmal vergessen. Ist der Übeltäter ein Boxer, der einen BDB Boxer besiegt hat, muss man wohl erste sich an die Presse wenden, bevor weiter Schritte einleitet. Jeder Schritt muss wohl bedacht sein!
Eine dritte Scheibe Mitleid bekommt der BDB dafür, dass es unglaublich schwer ist den Überblick zu behalten, wer vom BDB und von der EBU gesperrt ist. Will man kontrollieren, wer von der European Boxing Union gesperrt ist, muss man erst die Website der EBU suchen. Was ja schon sehr schwierig ist. Danach muss man die Liste der gesperrten Boxer finden. Da die Seite nicht auf Deutsch ist, muss man rudimentär englisch können. Man könnte sich hier behelfen, indem man sich auf einen Zettel „EBU – List of Suspended Boxers“ oder „Suspensions List“ aufschreibt und diesen neben dem Computer legt, damit man weis, wonach man suchen muss. Man könnte natürlich auch hingehen, und in der oberen Leiste den zweiten Button (auf Deutsch: Knopf) von rechts anklickt. Hier nun tauchen 33 Namen auf. Leider sind sie weder alphabetisch oder nach Gewichtsklassen geordnet. Wodurch die Gefahr extrem hoch ist, dass man einen Namen überliest.
Eine vierte Scheibe Mitleid dafür, dass die drei Hauptpersonen des BDB vermutlich gar nicht erkennen konnten, dass Kahl ein unwürdiger Herausforderer ist. Woher sollen sie es den wissen? Der Kampfrekord ist nur eine Aufzählung von Namen, Daten und Ergebnisse. Der Präsident des BDB Thomas Pütz, der Vizepräsident Sport Volker Grill und der Repräsentant des BDBs bei der EBU Stefan Braune haben doch ihr Wissen über das Boxen bei Universum Box-Promotion unter der Leitung von Klaus-Peter Kohl gelernt.
Eine fünfte Scheibe dafür, dass der Repräsentant des BDBs bei der EBU Stefan Braune vermutlich erheblich überqualifiziert ist, um so etwas wie eine „Suspensions List“ im Auge zu behalten. Als Geschäftsführer von Universum machte er im Auftrag von Klaus-Peter Kohl die Vollversammlung des BDBs zu einer Farce, da nämlich Universum durch übertragene Stimmen allein über den Kurs des Verbandes bestimmte. Danach wurde er bei der Firma Pütz Security angestellt.
Braune Ruf wie Donnerhall vernahm jedes Mitglied der EBU. Sofern ich richtig informiert bin, wurde Braune seit seiner Ernennung durch Pütz nicht ein einziges Mal als EBU Delegierter angefordert. Einfach weil sein Ruf so gut und er überqualifiziert ist. – Aber wie gesagt hier kann ich mich auch irren.
Genug Mitleid verteilt. Der BDB hat Geschichte geschrieben. Er hat erst ihren wichtigsten Titel regelwidrig verschenkt, dann wohl den schlechtesten Titelkampf seiner langen Geschichte sanktioniert und dann war einer der Akteure von diesem auch noch gesperrt.
© Uwe Betker

Thomas Pütz und Stefan Braune – auf zu alten Ufern

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Es gab eine Zeit, da sah es wirklich so aus, als wolle Thomas Pütz den eingetragenen Verein BDB (Bund Deutscher Berufsboxer) zu einem Boxverband für alle Mitglieder machen. Jedenfalls ist Pütz 2010 mit dem Anspruch als neuer Präsident des BDBs angetreten, den Boxverband aus der Umklammerung der Veranstalter zu lösen. Sogar ich hegte die leise Hoffnung, Pütz könnte es ernst meinen und das deutsche Boxen bzw. den BDB retten wollen.
Aber die Aktivitäten der letzten Zeit sind da doch sehr desillusionierend. Da sanktioniert der BDB tatsächlich einen Kampf zwischen Maurice Weber alias Mohammed Lassoued (18 Kämpfe, 16 Siege, 5 durch KO, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) und Andreas Reimer (19 Kämpfe, 7 Siege, 6 durch KO, 10 Niederlagen, 2 Unentschieden) als Deutsche Meisterschaft im Junior Mittelgewicht. Reimer hat in seinem letzten Kampf nur ein Unentschieden erreicht. Vorher war er zwei Jahre und zwei Monate inaktiv und noch davor hatte er zwei Kämpfe in Folge verloren. Einen Kampf gegen solch einen Kontrahenten als Deutsche Meisterschaft anzusetzen, ist, meiner Meinung nach, entweder schlicht eine Beleidigung der Zuschauer oder die Fortsetzung der bekannten BDB-Politik.
Aber es kommt noch schlimmer. Thomas Pütz ernannte Stefan Braune zum deutschen Repräsentanten bei der Europäischen Box-Union (EBU). Zur Erinnerung: Stefan Braune war Geschäftsführer von Universum Box-Promotion. Er war es, der im Auftrag von Klaus-Peter Kohl die Vollversammlung zu einer Farce machte, da nämlich Universum durch übertragene Stimmen (oder darf man sagen gekaufte Stimmen?) allein über den Kurs des Verbandes bestimmte. Stefan Braune, der mittlerweile bei der Firma Pütz Security angestellt ist, steht, in meinen Augen, für so ziemlich alles, was den BDB in Verruf gebracht hat.
Aber vielleicht hat sich ja Braune nach seinem Ausscheiden bei Universum um das deutsche Boxen verdient gemacht. So hätte er ja als Delegierter ein paar hundert Klein- und Kleinstveranstaltungen betreuen können, um etwas zu lernen über das wahre Boxen in Deutschland. Aber weit gefehlt. Er hat „sich aus dem Boxen zurückgezogen und war erst vor Kurzem auf der Undercard des WM-Kampfes zwischen Firat Arslan und Marco Huck als Supervisor wieder auf der Bildfläche aufgetaucht.“
Stefan Braune steht m. E. für Machtmissbrauch und Klientelpolitik, denn er hat, wenn ich richtig informiert bin, immer nur die Interessen eines einzelnen Veranstalters vertreten. So ein Mann soll nun die Interessen aller deutschen Profiboxer und aller deutschen Veranstalter vertreten? Mir kommt es so vor, als ob der BDB endgültig wieder das macht was, was er jahrelang mit so großem Erfolg betrieben hat, nämlich die Interessen von ein oder zwei Veranstaltern zu vertreten. Das kann aber doch wohl nur heißen, der BDB versucht gar nicht mehr, sich den Anschein zu geben, alle zu vertreten. Wie sonst kann eine solche Personalentscheidung von Pütz interpretiert werden? – Mich wundert es da jedenfalls nicht, dass es mittlerweile zwei Konkurrenzverbände zum BDB gibt.
© Uwe Betker

Ein Zeichen von Thomas Pütz

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Thomas Pütz, der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer, bemühte sich die letzten Monate redlich, ein Präsident aller Mitglieder des BDB zu sein. Er distanzierte sich öffentlich von Universum Box-Promotion und versuchte glaubhaft zu vermitteln, dass der BDB nicht Erfüllungsorgan für den hamburger Boxstall ist.
Es ist nicht vergessen, dass Pütz zuerst, unter grotesker Missachtung der Statuten von Klaus-Peter Kohl, durch dessen Geschäftsführer Stefan Braune durchgesetzt worden war. Später wurde Pütz dann in einer korrekten Wahl bestätigt. Nun sind in der letzten Zeit Personalentscheidungen von Pütz getroffen worden, die seine öffentlichen Bemühungen, von Universum unabhängig zu erscheinen, konterkarrieren. So hat er jenen besagten Stefan Braune in seiner Firma Pütz Security angestellt. Eine andere bekannte Persönlichkeit von Universum Box-Promotion, Volker Grill, der bekannte Cutman und Co-Trainer, ist nun Vizepräsident Sport beim BDB.
Nun sind bestimmt beide Personen sehr wohl qualifiziert dazu, ihre neuen Aufgaben zu erfüllen. Aber hat sich Herr Pütz eigentlich darüber Gedanken gemacht, was das für ein Signal nach außen ist? Eine solche Personalpolitik ist auf jeden Fall nicht dazu angetan, Unabhängigkeit von Universum Box-Promotion zu demonstrieren.
© Uwe Betker

Die Nibelungentreue des BDB

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Ich frage mich, ob Klaus-Peter Kohl irgendwo auf dem Sonnedeck seiner Jacht sitzt und denkt: „Die braven …“ und Thomas Pütz im Chefsessel des Büros seiner Sicherheitsfirma: „War doch ein netter Versuch. So gehe ich in die Geschichte ein als der letzte Präsident“ und Dietmar Poszwa zufrieden: „Wir sind gut aufgestellt“ und Dr. Bodo Eckmann in seinem Bürostuhl: „Mit mir ging es erst richtig los“ und Stefan Braune: „Waren das geile Abstimmungen bei den Vollversammlungen.“
Der Grund für meine sehr bösen Phantasien sind die letzten Meldungen der dpa über den Bund Deutscher Berufsboxer:

„Vor dem Amtsgericht Norderstedt ist die am 10. Juni abgehaltene Wahl von Thomas Pütz (Kaltenkirchen) zum Präsidenten des „Bund Deutscher Berufsboxer“ und Michael Facklam zum BDB-Vizepräsidenten für ungültig erklärt worden.
Damit entsprach der Amtsrichter Burghard Schwarz den anklagenden BDB Mitgliedern Ebby Thust (Frankfurt), Enno Werle (Kaiserslautern) und Hagen Sevecke (Hattersheim). Die Kläger sehen nach dpa Informationen bei beiden Funktionären nicht satzungskonforme Vermengungen von ehrenamtlichen Tätigkeiten mit ihren beruflichen Existenzen.
Pütz ist Inhaber von Pütz Security. Das Bewachungs- und Sicherheitsunternehmen steht als Ordnungsdienst für die Events von Universum-Boxpromotion des Promoters Klaus-Peter Kohl mit diesem ebenso in enger geschäftlicher Beziehung wie Facklam, der Steuerberater von Kohl ist.
BDB-Präsident Pütz zu dpa: „Der BDB sanktioniert leider nur noch ganz wenige Boxveranstaltungen in Deutschland. Damit dürfte sich die Verbandstätigkeit und somit die von mir geleistete Vorstandsarbeit bald von selbst erledigen.“ Über das Überleben des Verbandes soll eine Generalversammlung in diesem Jahr entscheiden. Bis dahin steht der BDB ohne rechtsgültige Führung da.
Pütz war im Juni 2010 im zweiten Anlauf gewählt worden, nachdem die Erstauflage zwei Monate zuvor wegen Verstößen gegen die Satzung annulliert worden war. Schon da wurden Zweifel an der Rechtmäßigkeit wegen der Verquickung von Amt und Geschäft laut. Ein Mitglied kündigte an, die Wahl erneut anfechten zu wollen. Der BDB hat nur noch ca. 400 Mitglieder.“

Erinnern wir uns noch mal daran, wie Universum Box-Promotion seinen Kandidaten Thomas Pütz ohne Rücksicht auf Satzung und Wahlordnung, aber mit der geballten Macht der ihnen übertragenen, man könnte auch sagen gekauften, Stimmen durchsetzte. Nunmehr ist wohl endgültig juristisch geklärt, dass Pütz Security und das Steuerberaterbüro von Facklam in geschäftlichen Beziehungen zu Universum Box-Promotion steht. Die sehr lahme Argumentation von Pütz, diese Geschäftsbeziehungen seien ja so unwichtig – die ich im Übrigen auch zu keinem Zeitpunkt glaubhaft fand -, war vor Gericht nicht erfolgreich.
In einem letzten Kraftakt hat Klaus-Peter Kohl seinen Kandidaten Pütz, der sich im Profiboxen dadurch besonders hervorgetan hat, dass er Boxer zum Ring begleitete, durchgesetzt. Er hat dadurch nicht nur die Wahl von Jean-Marcel Nartz verhindert, der einer der Boxkenner Deutschlands ist, sondern er hat damit wohl auch noch dem BDB den Todesstoss versetzt.
Geradezu empörend finde ich aber, mit welchem Gleichmut der Nicht- oder Immer-Noch-Präsident Pütz das vermutliche Dahinscheiden des BDB kommentiert. Er sagt nicht etwa, dass er das Gespräch und den Rat von Nartz suchen will. Er sagt auch nicht, dass er auf Sauerland Event und Arena Box-Promotion zugehen will, die mit österreichischer bzw. mit lettischer Lizenz veranstalten. Und er sagt nicht, wir erarbeiten ein neues Konzept, das es kleineren Veranstaltern ermöglichen soll mit uns zu arbeiten. Nein, das sagt er alles nicht. Das Einzige, was er dazu zu sagen hat, ist: „Der BDB sanktioniert leider nur noch ganz wenige Boxveranstaltungen in Deutschland. Damit dürfte sich die Verbandstätigkeit und somit die von mir geleistete Vorstandsarbeit bald von selbst erledigen.“ Das soll wohl übersetzt heißen: Der BDB bleibt ausschließlich das, was er die letzten Jahre war – ein Vollstreckungsorgan von Klaus-Peter Kohl und Universum Box-Promotion. Wenn Universum untergeht, dann soll auch der BDB untergehen.
Das nenne ich Nibelungentreue – Treue bis in den Untergang: Der Treue zu einer Person und einem Veranstalter soll nun die Arbeit von vielen Funktionären, Punkt- und Ringrichtern und nicht zuletzt von Tausenden von Boxern geopfert werden, die sich in mehr als sechs Jahrzehnten bemüht haben.
Ich kann gar nicht so viel trinken wie ich … möchte.
© Uwe Betker

Ein Fauxpas

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Seit langem schon steht der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) in der Kritik. Man wirft ihm vor, das vollstreckende Organ von Klaus-Peter Kohl und Universum Box-Promotion zu sein. Das hat zur Folge, dass die großen Mitbewerber, Sauerland Event und Arena Boxpromotion, mit ausländischen Verbänden und kleinere Veranstalter mit kleineren lokalen Verbänden, wie zum Beispiel der German Boxing Association (GBA), zusammenarbeiten.
Der neue Präsident des BDB, Thomas Pütz, Inhaber der gleichnamigen Sicherheitsfirma, dessen Wahl wohl noch ein juristisches Nachspiel haben wird, hat angekündigt, nicht „Sprachrohr von Universum“ zu sein. Er sagte weiter. „Ich will der Präsident aller deutschen Promoter sein.“ Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass Herr Pütz sein neues Amt der Stimmenmehrheit von Universum Box-Promotion zu verdanken hat.
Es wird sich zeigen, ob der BDB und Herr Pütz es schaffen werden, auch wirklich alle deutschen Veranstalter gleichermaßen zu repräsentieren. Wenn man die erste Veranstaltung von Felix Sturm in Köln als Probelauf hierzu ansieht, steht nämlich das Vorhaben unter keinem guten Stern.
Thomas Pütz zeigte sich hier als Multitasker. Zum einen fungierte er als Präsident des BDB. Zum anderen war er für die Sicherheit zuständig. Wohl in dieser Funktion ließ er es sich dann auch nicht nehmen, Felix Sturm persönlich zum Ring zu begleiten. Oder hat man schon einmal vorher erlebt, dass der Präsident eines Verbandes einen Boxer zum Ring geleitet?
Pütz-Security war außerdem für die Akkreditierung der Journalisten zuständig. Nicht schlecht staunte der Journalist dann, dass die Bestätigung für die Akkreditierung als Absender „Akkreditierung Universum Boxen“ trug – Universum Boxen und nicht Sturm Box-Promotion. Offensichtlich hat jemand bei der Firma Pütz nicht mitbekommen, dass nicht Universum Box-Promotion, sondern Sturm Box-Promotion in der Köln Arena veranstaltet.
Es entbehrt schon nicht eines gewissen Witzes, sich vor Augen zu führen, dass Felix Sturm Herrn Pütz zweifach für seine Dienste bezahlt (Aufsichtführung über die Veranstaltung im boxerischem und in sicherheitstechnischem Sinne), um dann feststellen zu müssen, dass ein Teil der von ihm bezahlten Dienstleister offensichtlich noch immer nicht verstanden hat, dass Klaus-Peter Kohl, nachdem er nun ohne Fernsehvertrag dasteht, nicht mehr der unbestrittene Alleinherrscher über das Boxen in Deutschland á la BDB ist. Das nennt man wohl einen Fauxpas.
Wenn man sich dann noch die rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Felix Sturm und Universum Box-Promotion vor Augen und die damit verbundene Kampfpause sowie die Zahlungen von Sturm an Kohl, kann Sturm Box-Promotion nicht glücklich darüber sein, dass die Firma Pütz es nicht geschafft hat, für einen neuen Kunden einen eigenen Absender zu kreieren.
Wenn dieser Fauxpas ein Zeichen für die neue Repräsentation aller Veranstalter durch Herrn Pütz ist …

(C) Uwe Betker