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Posts Tagged ‘Schlagabtausch

Der Cologne Beatdown in Köln Nippes

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Der Cologne Beatdown in der Halle des ESV Olympia in Köln Nippes ist schon Tradition. Am 06. Juli 2019 hatte Bihes Barakat eine Veranstaltung mit vierzehn Kämpfen zusammengestellt. Zu sehen gab es sechs K1-Kämpfe, davon einer von Frauen, einen Frauen Kickbox- und sieben Boxkämpfe, von denen zwei Profiboxkämpfe waren, die jeweils auf sechs Runden angesetzt waren.
In dem ersten Profiboxkampf des Abends trafen Marc Dube (8 Kämpfe, 8 Siege, 6 durch KO) und Cankan Günyzülü (20 Kämpfe, 2 Siege, 1 durch KO, 18 Niederlagen, 16 durch KO) im Super Weltergewicht aufeinander. Der Rechtsausleger Dube machte den Kampf. Er umkreiste seinen Gegner, boxte an und verteilte gut. Seine rechten Körperhaken waren schön. Am Ende der ersten Runde stellte Dube Günyzülü an den Seilen. Kurze Zeit später kam er mit einer Linken zum Kopf durch, die Günyzülü zu Boden zwang. Nur wenige Sekunden später, war die Runde zu Ende. In der nächsten Runde wollte Dube es wissen. Er machte Druck und suchte den vorzeitigen Sieg, den er dann auch fand. Gleich zu Beginn der zweiten Runde ging Günyzülü schon wieder zu Boden, diesmal nach einem rechten Kopfhaken. Kurze Zeit später sackte er dann ein und ging erneut auf die Bretter. Zwar stellte er sich noch mal dem Kampf aber der souveräne GBA Ringrichter Ahmed Bencheikh nahm ihn raus.
Sieger durch TKO in Runde 2, nach 53 Sekunden: Marc Dube.

Im zweiten und letzten Profiboxkampf maßen im Halbschwergewicht Moritz Tristan Hütten (3 Kämpfe, 3 Siege, 3 durch KO) und Gordan Zoric (29 Kämpfe, 5 Siege, 3 durch KO, 24 Niederlagen, 24 durch KO) ihr Können. Die Rollen waren nach wenigen Sekunden verteilt. Hütten ging auf einen vorzeitigen Erfolg, während Zoric nur überleben wollte. Hütten trieb seinen Gegner systematisch vor sich her und versuchte, ihn zu stellen. Zoric versuchte, sich an den Seilen entlang bewegend, Hütten zu entkommen. Schon nach kurzer Zeit „verlor“ Zoric seinen Mundschutz – um Zeit zu schinden. Zoric war sichtlich überfordert. Er drehte zweimal ab, wofür er auch ermahnt wurde. In der zweiten Runde stellte sich Zoric dem Schlagabtausch, der von seiner Seite unkontrolliert und wild, von Hüttens Seite jedoch überlegt und ruhig geführt wurde. Es endete mit dem KO von Zoric.
Sieger durch KO Runde 2, nach 10 Sekunden: Moritz Tristan Hütten.
© Uwe Betker

Gastbeitrag: Essener Boxing Fight Night „The Return“

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Özlem Sahin ist neue WIBA Weltmeisterin im Mini Fliegengewicht. Sie sicherte sich den vakanten Titel in zehn Runden gegen die Französin Anne Sophie da Costa. Außerdem feierte auf der Vierten Essener Boxnacht der Lokalmatador Patrick Korte ein souveränes Comeback im Schwergewicht.

(C) Andreas Bornewasser


Es war der erwartet schwere Schlagabtausch, und er ging über die gesamte Distanz. Doch letztendlich gewann Özlem Sahin verdient gegen die aufopferungsvoll kämpfende Französin mit dem klingenden Namen Anne Sophie da Costa nach einstimmigem Urteil. Dementsprechend groß war die Freude in der Ecke der 42-jährigen neuen WIBA Weltmeisterin bis 47,6 kg. Dort waren die Chancen auf einen Titelgewinn vor dem ersten Gongschlag nämlich mit 50:50 bewertet worden. Doch hätte das Pendel überhaupt in die Richtung der 36-jährigen Linksauslegerin aus Reims ausschlagen können? Eher nein. Zwar drückte sie beizeiten aufs Tempo und setzte Sahin auch unter Druck, so dass die sechs Jahre jüngere Französin durchaus vier Runden für sich entscheiden konnte, schaffte es aber nicht, ihre Kontrahentin wesentlich zu verunsichern oder gar in zu große Bedrängnis zu bringen. Nur in den ersten beiden und in der siebten sowie achten Runde, machte Costa deutlich, dass sie durchaus den Titel mit nach Frankreich nehmen wollte. Sie versäumte es aber, den Kampf in seiner Gesamtheit zu dominieren.
Sahin dagegen zeigte sich gut vorbereitet, variierte während des Kampfes Tempo und Distanz und hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten – zu häufiges Ausweichen über Costas Schlaghandseite – das Geschehen im Viereck ab der dritten Runde weitestgehend unter Kontrolle. Ein um das andere Mal zog sie rückwärtsgehend ihre Gegnerin mit sich, um sie plötzlich abzufangen und mit präzisen Stößen zu stoppen. Im Verlaufe des Kampfes platzierte sie sogar einige schöne Aufwärtshaken am Kinn der Französin.
Warum die neue Titelträgerin dagegen in der Mitte der zweiten Kampfhälfte die Zügel schleifen ließ, wird wohl ihr Geheimnis bleiben, denn Costas Führhand fand plötzlich häufiger ihr Ziel, was Sahin sichtlich verunsicherte. Mehrmals gingen ihre Blicke in ihre Ecke, wo ihr Trainer Sebastian Tlatlik sie lautstark unterstützte und verstärkt auf ihre Distanzprobleme hinwies. Zu diesem Zeitpunkt war der Titel nämlich noch nicht eingetütet. Erst ab der neunten Runde schaffte es Sahin wieder, eine akzeptable Kampfdistanz zu finden und ihrer Gegnerin den Schneid abzukaufen. Dass in der letzten Runde beide Kämpferinnen nochmal das Letzte aus sich herausholten, liegt in der Natur des Boxsportes. Doch nur eine Verletzung oder ein Knockout hätten zu diesem Zeitpunkt den Titel nach Frankreich gehen lassen.

(C) Andreas Bornewasser


Mit einem Unentschieden musste sich dagegen der Kölner Rene Oeffner zufrieden geben. Der Rechtsauslager bekam es mit dem ungeschlagenen Artur Shevchuk zu tun, der sich die Punkteteilung redlich verdiente. Immer wieder setzte er den 22-jährigen Kämpfer vom May Boxing mit Serien und Kombinationen unter Druck, die zwar ihre Wirkung verfehlten, Oeffner aber kaum Möglichkeiten boten, seinerseits die Initiative zu ergreifen. So blieben dem Kölner nur vereinzelte Führ- oder Schlaghände als Aktionen. Die trafen zwar ihr Ziel, waren aber – im wahrsten Sinne des Wortes – ohne durchschlagenden Erfolg. „Ballere rein“, coachte Rüdiger May schließlich in der Pause zur letzten des auf sechs Runden angesetzten Kampfes. Eine Aufforderung, die leider ungehört verhallte.

(C) Andreas Bornewasser


Apropos Hall. Als Patrick Korte am Sonntag Morgen erwachte, hallten bestimmt noch die zahlreichen Glückwünsche in seinen Ohren wider, die er im Anschluss an seinem erfolgreichen Kampf hörte. Nach zehn Schwergewichtsrunden durfte der Essener Lokalmatador am Vorabend stolz und zufrieden seine Arme in die Höhe strecken. Dieser Punktsieg über Edson Cesar Antonio könnte der Karriere des 35-jährigen, der gut trainiert war, nun die erhoffte positive Wendung geben.
Der Kampf stand deutlich unter der Devise, Sicherheit zuerst, keine Experimente. So beließ es das Boxer-Trainer Gespann, Korte-Tlatlik, an diesem Abend bei drei einstudierten Aktionen, die letztendlich für den 41-jährigen Brasilianer ausreichten. Der Sieg war somit zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Für weitere Herausforderungen wird sich der Linksausleger Korte allerdings steigern und dabei weniger auf Couching, dafür mehr auf seinen Instinkt setzen müssen. Dass er diesen hat, bewies er in früheren Kämpfen mehrfach.
(C) Manfred Fammler

Boxen im Panther Gym in Köln

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Im Panther Gym, von Cemal Gülsen, in Köln wurden am 09. März 2019 gut zwei Dutzend Amateurboxkämpfen, ein K1 Turnier und sechs Profiboxkämpfe, fünf Vierrunder und ein Titelkampf, ausgetragen.
Den Anfang bei den Profis machten Terry Zunke und Mario Obenauer (3 Kämpfe, 3 Niederlagen, 3 durch KO) im Halbschwergewicht. Der Debütant Zunke machte den Kampf über eine schöne schnelle Führhand zum Kopf. Mitte der Runde ging er vermehrt zum Körper. Ende der Runde schickte er mit einem Leberhaken Obenauer zeitverzögert zu Boden. Dieser stellte sich jedoch wieder zum Kampf. Die letzten Sekunden gestalteten sich als ein hektischer Schlagabtausch. In der zweiten Runde versuchte Obenauer, Zunke den Kampf anzutragen. Hierdurch kam es zu mehr Aktionen, bei denen Zunke mehr Hände ins Ziel brachte. Obenauer schien bereits schwer nach Luft zu schnappen. Er nahm einige gute Treffer zu Kopf und Körper. In der dritten Runde wurde er immer wieder an den Seilen gestellt. Zweimal verlor er seinen Mundschutz. Für das zweite Mal wurde er mit einem Punktabzug bestraft. Wenige Sekunden vor der Rundenpause wurde er mit einer rechten Geraden zum Kopf gefällt. In der vierten Runde ging Zunke ruhig und methodisch zu Werk. Er trieb seinen Gegner vor sich her und suchte die Lücke. Obenauer versuchte nur noch zu überleben. Dann wurde er wieder an den Seilen gestellt und beantwortete die Schläge nicht. Der GBA Ringrichter Ruslan Svider nahm ihn aus den Kampf. Sieger durch TKO in Runde 4, nach 2:26 Minuten: Terry Zunke.
Ebenfalls im Halbschwergewicht boxten Mohammed Boulahya (12 Kämpfe, 4 Siege, 4 durch KO, 7 Niederlagen, 3 durch KO, 1 Unentschieden) und Badran Badran. Badran wirkte ein wenig überfordert und Boulahya boxerisch und physisch überlegen. Bereits der erste Körpertreffer ließ Badran einknicken. Dann wurde er in einer neutralen Ecke gestellt und nahm Schlag und Schlag. Ringrichter Svider nahm ihn aus dem Kampf heraus. Sieger durch TKO in Runde 1 nach 41 Sekunden: Mohammed Boulahya.
Pascal Wolter (2 Kämpfe, 2 Siege, 2 durch KO) und Murteza Husein (5 Kämpfe, 1 Sieg, 1 durch KO, 4 Niederlagen, 4 durch KO) kämpften sodann im Cruisergewicht. Wolter machte Druck. Er versuchte Husein zu überrollen. Schon nach wenigen Sekunden fand sich Wolter am Boden wieder. Ringrichter Izzet Kurnaz wertete dies als Ausrutscher. Später war es dann aber wirklich ein Niederschlag. Wolter stürmte nach vorne, geradewegs in eine Rechte von Husein. Wolter versuchte mit Links-Rechts, Links-Rechts zum Ziel zu kommen. Husein nahm den Kopf runter und ging in den Mann hinein. Anfang der dritten Runde kam Wolter mit einer Rechten zum Körper durch, die Husein zu Boden zwang. Auf dem Boden kniend sah er das Handtuch seiner Ecke vor sich auf den Boden fallen. Sieger durch TKO in Runde 3, nach 1:45 Minuten: Pascal Wolter.
Die beiden Debütanten Nazar Thiaka und Cihad Akipa kämpften anschließend im Super Mittelgewicht gegeneinander. Akipa ging erstaunlich ruhig ans Werk. Er beherrschte die Ringmitte und machte Druck. Er verteilte gut und kam immer wieder mit harten Treffern durch. Thiaka verließ sich auf seine schnellen Beine. Er ging immer wieder schnell rein und raus und kreiste um seinen Gegner. In der zweiten Runde hatte er seine Momente, wenn er Akipa in den Rückwärtsgang zwang. Akipa hatte aber mehr vom Kampf. In der dritten Runde verlor Akipa ein wenig seine boxerische Linie und Thiaka spielte sein Schnelligkeit aus; er brachte nun auch mehr Hände ins Ziel. In der vierten Runde machte dann Akipa wieder mehr Druck und versuchte, den KO zu erzwingen. Sieger nach Punkten: Cihad Akipa
Im Super Weltergewicht boxten Sergey Wotschel (17 Kämpfe, 12 Siege, 6 durch KO, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden) und Robin Schöngarth (5 Kämpfe, 5 Niederlagen, 5 durch KO). Wotschel machte den Kampf. Er machte Druck, trieb seinen Gegner vor sich her, stellte ihn immer wieder an den Seilen und ging schön zum Körper. Dann stellte er Schöngarth in einer neutralen Ecke und holte ihn mit zwei Leberhaken von den Beinen. Sieger durch KO, nach 1:52 Minuten: Sergey Wotschel.
Den Abschluss bildete die WBU Europameisterschaft im Cruisergewicht, die zwischen Fatih Altunkaya (7 Kämpfe, 7 Siege, 6 durch KO) und Lars Burry (6 Kämpfe, 4 Siege, 2 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO) ausgeboxt wurde. Altunkaya trieb seinen Gegner vor sich her und deckte ihn ein. Immer wieder kam er mit harten Körpertreffern durch, die Burry sichtlich Schmerzen bereiteten. Burry ging nach mehreren brutalen Körpertreffern in einer neutralen Ecke auf die Knie. Der Ringrichter Kornelius Bernds zählte bis acht. Zur zweiten Runde trat Burry nicht mehr an. Er hatte sich die rechte Hand verletzt. Sieger durch TKO in Runde 2: Fatih Altunkaya.
Das Panther Gym in Köln ist ein guter Ort für Profiboxen. Ich hoffe, hier noch viele unterhaltsame Abende mit Profiboxen geboten zu bekommen.
© Uwe Betker

Vorweihnachtliches Boxen in Moers

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Klaus Waschkewitz stellte kurz vor Weihnachten, am 15.12.2018, im Ennis Sportpark Moers eine schöne Kampfsportveranstaltung auf die Beine. Es gab zwölf Kämpfe zu sehen, vier K1- , zwei Amateur- und sechs Profiboxkämpfe zu sehen.

René Oeffner (15 Kämpfe, 14 Siege, 9 durch KO, 1 Niederlage) und Yesilat Berkta (48 Kämpfe, 6 Siege, 5 durch KO, 42 Niederlagen, 26 durch KO) machten bei den Profis den Anfang. Der auf sechs Runden angesetzte Kampf im Super Mittelgewicht begann mit technisch schönem Boxen von Oeffner. Mit schön steifer Führhand bestimmte er das Kampfgeschehen. Wenn die Lücke sich zeigte, stieß er mit einer graden Schlaghand hinein. In der zweiten Runde arbeiteten beide viel in der Halb- und Nahdistanz. In der dritten Runde standen sie viel Fuß an Fuß an den Seilen. Mehrfach kam Oeffner mit harten linken Körperhaken durch, die Berkta spürte. In der vierten Runde boxte Oeffner wieder auf Distanz. Immer wieder trafen seine Graden den Kopf von Berkta. Dieser versuchte, mit Schwingern zu punkten, die aber meist ins Leere gingen oder auf die Deckung. In der ersten Hälfte der fünften Runde boxte Oeffner lang und in der zweiten nah. Anfang der sechsten Runde zog GBA Ringrichter Kornelius Bernds Berkta einen Punkt ab für wiederholtes Kniehochziehen. Es wurde ihm dann nochmals ein Punkt abgezogen, wegen mehrfachen Mundschutzausspuckens. Insgesamt wurde diese Runde intensiv geführt; Berkta zeigte vor allem eine unglaubliche Härte sich selbst gegenüber. Einstimmiger Punktsieger (59:53, 60:53 und 59:53): René Oeffner.

Yaser Yüksel (8 Kämpfe, 6 Siege, 3 durch KO, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) boxte im Super Weltergewicht gegen Armani Aziz (5 Kämpfe, 5 Niederlagen) Den Sechsrunder begann Yüksel mit einer Demonstration seiner überlegenen Reflexe. Er kreiste zum Teil um seinen Gegner mit hängender Deckung und wich den Schlägen von Aziz scheinbar mühelos aus. In der zweiten Runde erhöhte er den Druck und suchte den Schlagabtausch, was sich dann meist sehr munter gestaltete. In der dritten erhöhte Yüksel das Tempo und kam immer wieder, vor allem mit harten Rechten, zum Kopf durch. In der vierten und fünften Runde versuchte Aziz durch schnellere Beine den Abtausch zu vermeiden, was auch zunächst gelang. Dann kam Yüksel aber wieder stärker zurück; es gab viele harte und schnelle Schlagabtäusche. In der sechsten Runde ging Yüksel auf einen KO aus. Mehrfach stellte er sein Gegenüber an den Seilen und deckte ihn ein. Aziz nahm viele harte Treffer, blieb aber stehen: Punktsieger (59:55,60:54 und 57:58): Yaser Yüksel

Sadettin Keser (7 Kämpfe, 4 Siege, 2 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und Aleksander Jankovic (84 Kämpfe, 19 Siege, 13 durch KO, 65 Niederlagen, 45 durch KO) boxten eine auf sechs Runden angesetzte Begegnung im Super Mittelgewicht aus. Keser machte den Kampf. Er boxte an, überbrückte schnell die Distanz und schlug dann mit der Rechten zum Körper, gefolgt von einem rechten Uppercut. In der zweiten Runde stellte er seinen Gegner in einer neutralen Ecke und holte ihn mit mehreren Körpertreffern von den Beinen. Hiernach ging dann Jankovic noch zweimal nach rechten Körperhaken runter. Die Ecke von Jankovic wedelte mit dem Handtuch und Ringrichter Roman Morawiec beendete den Kampf. Sieger durch TKO in Runde 2:21 Minuten: Sadettin Keser.

Es folgte ein Sechsrunder im Schwergewicht zwischen Vincenco Arangio und Emmrulah Kaya (4 Kämpfe, 3 Siege, 1 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO). Von der ersten Sekunde an lag ein KO in der Luft. Arangio konnte die allererste Aktion entscheiden. Er boxte etwas kontrollierter als Kaya. Dieser war aber der Aggressivere. Beide suchten den Abtausch. Beide boxten wenig an. In der zweiten Runde wogte der Kampf hin und her. Arangio stand an den Seilen, Kaya holte aus und wollte einen Schwinger landen, Arangio wich zur Seite aus und Kaya kam, getragen vom Schwung seines Schlages, mit seinem Oberkörper über die Seile. Beim Umdrehen erwischte ihn ein perfekter und brutaler Aufwärtshaken von  Arangio, der sein Kinn traf. Kaya schlug hart auf die Bretter auf. Der sehr umsichtig agierende Ringrichter Bernds zählte den auf dem Boden liegenden Kaya aus und holte gleichzeitig seinen Mundschutz heraus. Sieger durch KO in Runde 2, nach 2:22 Minuten: Vincenco Arangio.

Danijel Arandelovic (12 Kämpfe, 6 Siege, 6 durch KO, 6 Niederlagen, 2 durch KO) und Alpay Yaman (6 Kämpfe, 6 Siege, 5 durch KO) boxten anschließend die Deutsche Meisterschaft GBA im Halbschwergewicht aus. Auch in diesem Kampf machte keiner der Kontrahenten Anstalten, Gefangene zu machen. Arandelovic hatte eine höhere „work rate“, aber Yaman brachte die härteren Hände ins Ziel. Er boxte auch sauberer. Arandelovic ging Kopf voran in den Mann. In der zweiten Runde ging Yaman mehr zum Körper und erzielte dadurch auch Wirkung. Man hatte den Eindruck, als würde Arandelovic sich überlegen, ob er überhaupt zur dritten Runde antreten wollte. Was folgte waren zwei sehr harte und hektische Schlagabtäusche, an deren Ende Arandelovic mit dem rechten Fuß umknickte und aufgab. Sieger durch TKO in Runde 3, nach 47 Sekunden: Alpay Yaman.

Im Hauptkampf des Abends ging es um den Eurasia Titel der WBF im Halbschwergewicht. Dafür trafen Slavoljub Mitic (18 Kämpfe, 9 Siege, 6 durch KO, 9 Niederlagen, 5 durch KO) und Rami Ali (12 Kämpfe, 11 Siege, 11 durch KO, 1 Niederlage) aufeinander. Ali boxte souverän und kontrolliert. Er trieb seinen Gegner vor sich her, boxte an und verteilte gut. In der zweiten Runde erhöhte Ali den Druck. Immer wieder stellte er Mitic an den Seilen, ohne dabei zu überhasten. In der dritten Runde stellte Ali Mitic in dessen eigener Ecke und deckte ihn ein. Der kam nur mit Mühe noch mal raus. Direkt in der nächsten Situation wurde Mitic in der nächsten Ecke erneut gestellt. Diesmal ging er nach einem linken Körperhaken zu Boden. Nur wenige Sekunden später und nur ein paar Zentimeter weiter ging er an den Seilen, nach einem Körperhaken, wieder zu Boden. Das wiederholte sich direkt darauf nochmal und der Ringrichter Jens-Uwe Baum, der bis dahin nur wenig zu tun hatte, beendete den Kampf. Sieger durch TKO in Runde 1:08 Minuten: Rami Ali.

Weihnachtsgebäck oder Glühwein gab es bei diesem vorweihnachtlichen Boxen in Moers nicht. Aber gute Kämpfe gab es zu sehen. Für einen Boxfan genau das Richtige in der Vorweihnachtszeit.

© Uwe Betker

In der Waschkaue: Die 1. Übacher Profi Boxnacht

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Die „Waschkaue“ in Übach Pallenberg war am 08.12.2018 Austragungsort der 1. Übacher Profi Boxnacht. Hinter Black Lion Event Promotion, dem Veranstalter, verbirgt sich niemand anderes als Daniel Bulabula. Es gab insgesamt zwölf Boxkämpfe zu sehen, vier Amateur- und acht Profiboxkämpfe. Hinzu kamen eine Gospelgruppe, zwei Singer-songwriter, zwei Nummerngirls und die Stimme des deutschen Profiboxens, Thomas Bielefeld.

Den Anfang machten im Schwergewicht Hünkar Palat (5 Kämpfe, 3 Siege, 3 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und Ulas Acikgöz (6 Kämpfe, 6 Niederlagen, 6 durch KO). Der auf vier Runden angesetzte Kampf war kurz. Palat bestimmte den Kampf und  Acikgöz versuchte zu überleben. Palat stellte sich sogar vor seinen Gegner hin und ließ sich ohne Deckung schlagen, um zu zeigen, wie schwach die Schläge seines Gegners waren. Kurze Zeit später gab Acikgöz verletzungsbedingt auf. Ob er sich bei der oben beschriebenen Aktion tatsächlich verletzt hatte, war mir nicht ersichtlich. Sieger durch TKO in Runde 1, nach 2:45: Hünkar Palat.

Es folgte ein Kampf zwischen Rashad Karimov (34 Kämpfe, 31 Siege, 27 durch KO, 3 Niederlagen) und Ruslan Muradov (6 Kämpfe, 3 Siege, 2 durch KO, 3 Niederlagen, 3 durch KO) im Halbschwergewicht, der  deutlich besser war als der vorangegangene. Karimov machte den Kampf, aber Muradov hielt dagegen. Man stand viel Fuß an Fuß und suchte den Schlagabtausch. Am Ende der ersten Runde war Muradov sichtlich beeindruckt von einem Körpertreffer, den er nehmen musste. Mitte der zweiten Runde wollte Karimov dann den Kampf beenden. Mehrfach stellte er sein Gegenüber an den Seilen und deckte ihn mit Körpertreffern ein. Mit der ersten Aktion in der dritten Runde, einem linken Körperhaken, gefolgt von einem rechten Kopfhaken, fällte Karimov seinen Gegner dann. GBA Ringrichter Jusuf Visnjic zählte bis Acht. Kurze Zeit später ging Muradov erneut nach Körpertreffern runter. Während noch gezählt wurde, flog ein Handtuch in den Ring. Sieger durch TKO in Runde 3, nach 1:03 Minuten: Rashad Karimov.

Danach kam ein Frauenboxkampf zwischen Annika Tielke und Jenny Smodis, zwei Debütantinnen. Es war ein harter Kampf und Tielke machte ihn. Sie trug ihrer Gegnerin den Kampf an und deckte sie ein. In der zweiten Runde konnte Smodis dem Druck kaum noch  standhalten und hatte kaum etwas entgegenzusetzen. Zur dritten Runde trat sie dann auch nicht mehr an. Siegerin durch TKO in Runde 3: Annika Tielke.

Jurij Frank (16 Kämpfe, 12 Siege, 12 durch KO, 4 Niederlagen, 2 durch KO) und Dzianis Krana Luban stiegen als die Nächsten in den Ring. Sie bestritten einen Vier-Runden-Kampf im Schwergewicht. Frank, der erheblich größer war, er ist 2,17 Meter – machte von Anfang ernst. Schon nach kurzer Zeit fand sich Luban am Boden wieder. Ringrichter Kazim Kurnaz wertete einen Wischer als Ausrutscher. Beim nächsten Mal wurde er aber dann doch angezählt. Danach ging es Luban nur noch darum zu überleben und Frank darum, seine Beute zu erlegen. Eine Linke fällte Luban erneut und wieder wurde er angezählt. Am Anfang der zweiten Runde traf Frank seinen Gegner mit einer linken Grade, Luban ging wieder zu Boden und seine Ecke warf das Handtuch. Sieger durch TKO in Runde 2 nach 30 Sekunden: Juriy Frank.

Der Kampf zwischen Pascal Wolters und Samuel Zade (2 Kämpfe, 2 Niederlagen, 2 durch KO) im Schwergewicht begann hektisch. Wolters versuchte sein Gegenüber zu überrollen, das gelang aber nicht. Dadurch gestaltete sich der Kampf dann hart und verbissen. Beide Boxer hatten ihre Momente. In der zweiten Runde erhöhte Wolters den Druck. Immer wieder stürmte er auf seinen Gegner zu und versuchte Hände ins Ziel zu bringen. Zur dritten Runde trat Zade nicht mehr an. Er hatte sich den linken Arm verletzt. Sieger durch TKO in Runde 3: Pascal Wolters.

Es folgte der einzige Titelkampf des Abends. Alexander Frank (17 Kämpfe, 16 Siege, 13 durch KO, 1 Unentschieden) und Roman Golovashchenko boxten um den Titel der UBO und der WBCA. Golovashchenko besetzte die Ringmitte, nutzte seinen Reichweitenvorteil und punktete mit seiner linken Graden, gefolgt von einer rechten Graden. Frank kreiste um ihn herum und suchte eine Lücke. In der zweiten Runde machte Frank mehr. Er schlug linke und rechte Haken an der Deckung vorbei zum Kopf. Golovashchenko konnte sich seinen Gegner immer weniger vom Hals halten. In der dritten Runde merkte er das selber und versuchte es dann, als größerer Boxer, mit einem überfallartigen Angriff, der aber buchstäblich ins Leere lief. Frank hatte den Kampf im Griff. Am Anfang der fünften Runde knickte Golovashchenko um, fiel zu Boden und verletzte sich den Rücken. Er wurde mit einer Trage aus der Halle getragen und ins Krankenhaus gefahren. Bis er endlich abgeholt wurde, dauerte es gefühlt eine kleine Ewigkeit, weil irgendwelche humanoide Wesen den Rettungsweg zugeparkt hatten. Sieger durch TKO in Runde 5, nach 25 Sekunden: Alexander Frank.

Im Halbschwergewicht boxten sodann Martin Houben (4 Kämpfe, 4 Siege, 3 durch KO) und Edi Sejdinavic einen Vierrunder aus. Es war eine einzige Martin Houben Show. Er demonstrierte seine gute boxerische Schule und zeigte eine schöne steife Führhand und eine gute Rechte. Sein Gegner versuchte, ihm den Kampf kaputt zu machen, indem er jeden Trick versuchte, den Kampf schmutzig zu machen. Auf die meisten dieser Aktionen hatte Houben allerdings die richtige Antwort. Am Ende der zweiten Runde stellte er sein Gegenüber und kam mit zwei knackigen Links-Rechts-Kombination zum Kopf durch, die Sejdinavic durchschüttelten. In der dritten Runde streute er mehr Körperhaken und Aufwärtshaken ein. Die Frage war nur, ob Houben es schaffen würde, vorzeitig zu gewinnen. Er versuchte es, aber Sejdinavic hielt dagegen.  Er klammerte, lief weg, sprang in  Houben hinein, usw. – Insgesamt: Ein richtig guter Vierrunder. Am Ende stand ein Punktsieg (40:37) für Martin Houben.

Den Hauptkampf des Abends bestritt der Veranstalter Daniel Bulabula (3 Kämpfe, 3 Siege, 1 durch KO). Er traf auf Samef Yaser. Der Schwergewichtskampf  war auf sechs Runden angesetzt, Yaser verschanzte sich hinter seiner Doppeldeckung, schob sich an seinen Gegner heran und feuerte dort Haken ab. Bulabula boxte an, um dann zu verteilen. Im ersten Durchgang war Yaser der Erfolgreichere. In der zweiten Runde kam  Bulabula auf. Er brachte mehr Hände ins Ziel und brachte seinen Gegner mehr und mehr in Schwierigkeiten. In der dritten Runde verlor Yaser noch mehr seine Linie, er schlug mehr Schwinger und  Bulabula konterte ihn mit Kopfhaken ab. Am Ende der Runde punkte Bulabula mehrfach mit schönen linken Graden zum Kopf. In der vierten Runde wurde die Dominanz von Bulabula immer deutlicher. Am Anfang kam er mit einer harten Rechten zum Kopf durch, die Yaser so sehr erschütterte, dass er viel klammerte. Die fünfte Runde ließen beide Boxer es etwas ruhiger angehen. Am Ende der Runde kam Bulabula mit einem rechten Kopfhaken durch. Er setzte nach, worauf es zu einem schönen und heftigen Schlagabtausch kam. In die sechsten und letzten Runde startete Yaser besser und er kam nun seinerseits mit einer Rechten zum Kopf durch. Dann übernahm aber Bulabula erneut das Kommando. Es wurde intensiv bis zur letzten Sekunde gefightet. Sieger nach Punkten (60:55): Daniel Bulabula.

Für den 07. Dezember 2019 ist die nächste Übacher Profi Boxnacht abgekündigt.

© Uwe Betker

Heimspiel für Timo Rost

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Der Düsseldorfer Timo Rost ist seit mehr als einem Jahr Profiboxer. In diesem Zeitraum hat er fünf Kämpfe bestritten, die er alle für sich entscheiden konnte, zwei durch KO. In seiner Heimatstadt Düsseldorf hat er aber noch nie geboxt. Bislang mussten seine Freunde und Fans mit ihm immer nach Wuppertal, Düren, Essen und Heerlen fahren.

Timo Rost boxt jetzt also zum ersten Mal in der schönsten Stadt am Rhein, in Düsseldorf. Austragungsort ist die Classic Remise. Der ehemalige Ringlokschuppen in Oberbilk ist bekannt als der Ort, an dem Freunde von automobilen Oldtimern und Sammlerfahrzeugen ihre Träume aus Stahl und Blech bewundern und verwirklichen können. Diese Location kann man schon als einen durchaus angemessenen Ort für das erste Heimspiel von Rost bezeichnen.

Der Gegner von Rost ist Tiran Metz, mit bürgerlichem Namen Tiran Mkrtchyan. Er ist 32 Jahre alt und sehr viel erfahrener als Rost: Er wird in den Ranglisten weit über ihm geführt. Metz absolvierte bis jetzt 22 Kämpfe, von denen er 15 gewinnen konnte, 6 durch KO. Hinzu kommen drei Niederlagen und 3 Unentschieden. Metz ging 2013 mit Vincent Feigenbutz schon über die Runden. Er bereitete sich vier Monate auf den Kampf vor. Es ist also ein klassisches Aufeinandertreffen von Erfahrung und Jugend. Allerdings kann man bei Rost Jugend in Anführungszeichen setzen, denn er ist 27 Jahre alt.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass der auf acht Runden angesetzte Kampf im Super Mittelgewicht, das Limit bis 76,203 kg, hart werden wird. Keiner der beiden Boxer ist ein ausgesprochener KO-Schläger. Beide sind technische Boxer und beide suchen den Schlagabtausch.

Wir dürfen uns auf einen spannenden Kampf beim ersten Heimspiel von Timo Rost freuen!

© Uwe Betker

Dieser Text enstand für das Programmheft der Veranstaltung, welches leider nicht erscheint.

Boxen in Herne – fünf Vierrunder

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Die Ruhrstadt Arena in Herne war am 02.06.2018 Austragungsort einer Kampfsportveranstaltung. Veranstalter war WiTo Sport-Events, von Isa Topal. Insgesamt gab es dreizehn Kämpfe zusehen, sechs nach K1 Regeln, zwei nach Amateurboxregeln und fünf Profiboxkämpfe, wobei die Profikämpfe alle auf vier Runden angesetzt waren.
Leider habe ich den ersten Kampf verpasst. Es war eine Begegnung im Super Mittelgewicht zwischen Mihalis Davis (2 Kämpfe, 1 Sieg, 1 Niederlage, 1 durch KO) und Emir Recepaga (4 Kämpfe, 4 Niederlagen, 1 durch KO). Laut dem Punktrichter waren die ersten beiden Runden ausgeglichen. In der ersten Runde gab es nur wenige Aktionen, weil beide sich abtasteten. Die zweite war munterer. Die dritte und vierte Runde dominierte dann Davis. Punktsieger: Mihalis Davis.

Im Schwergewicht trafen die beiden Debütanten Rinus Douma und Piotr Wilczek aufeinander. Beide zeigten gutes Boxen. Sie überhasteten nicht und verteilten gut. Wilczek war der etwas aktivere. Die zweite Runde war munter. Beide standen lange Fuß an Fuß und deckten sich gegenseitig ein. Wilczek stellte sich in der dritten Runde mehrfach in eine Ecke, um Douma dort zum Schlagabtausch aufzufordern. Am Ende der Runde stand Douma in einer neutralen Ecke und es gab einen harten und verbissenen Schlagabtausch. In der vierten Runde wurde der Kampf nochmals härter. Douma, in der gleichen Ecke gestellt, wurde fast eine Minute lang nicht raus gelassen. Punktsieger: Piotr Wilczek.

Ebenfalls im Schwergewicht boxten Frederik Kretschmar (3 Kämpfe, 3 Siege) und Paul Zummach. Beide tasteten sich zunächst zwei Minuten lang gegenseitig ab. Dann machten sie mehr. Am Ende der Runde gab es einen munteren Schlagabtausch. In der zweiten Runde erhöhte Kretschmar den Druck. Immer wieder kam es zum Kräftemessen, wobei Kretschmar gut zum Körper durch kam. Die dritte Runde war intensiv. Beide schenkten sich nichts. Kretschmar behielt dabei wieder die Oberhand. In der vierten Runde verwaltete er nur noch seinen Punktevorsprung. Punktsieger: Frederik Kretschmar.

Im Super Weltergewicht trafen Armin Malekzadeh (2 Kämpfe, 2 Siege, 2 durch KO) und Nicolae Dragos (12 Kämpfe, 1 Sieg, 1 durch KO, 10 Niederlagen, 5 durch KO, 1 Unentschieden) aufeinander. Malekzadeh sprang durch die Seile in den Ring, vollführte eine Rolle und kam auf den Füßen zu stehen – ein sehenswerter Auftritt. Ähnlich spektakulär agierte Malekzadeh auch im Kampf. Er wollte von der ersten Sekunde an den KO. Er verteilte gut und es war nur eine Frage der Zeit, wann Dragos KO gehen würde. In der ersten Runde habe ich keinen Schlag von Dragos gesehen. Er war zu sehr damit beschäftigt sich zu decken. Ende der Runde fing er an, aus der Nase zu bluten. Es sah so aus, als hätte Dragos am Anfang der zweiten Runde dreimal versucht zurück zu schlagen. Dafür wurde er allerdings jeweils böse bestraft. Am Ende der Runde sah Dragos Gesicht aus wie ein blutiges Stück Fleisch. Zur dritten Runde trat er nicht mehr an. Sieger durch TKO in Runde 3: Armin Malekzadeh.

Ivan Freidenberg (4 Kämpfe, 1 Sieg, 2 Niederlagen, 1 durch KO, 1 Unentschieden) und Batscho Broian (1 Kampf, 1 Sieg, 1 durch KO) bestritten im Weltergewicht den letzten Kampf des Abends. Broian, ein Debütant, boxte systematisch und druckvoll. Er trieb Freidenberg vor sich her. In der zweiten Runde hielt der verstärkt dagegen. Er versuchte an Broian, einen Rechtsausleger, heranzukommen und ihm durch Körperhaken die Luft zu nehmen, was aber nicht leicht war. Broian konterte ihn meist ab. In der dritten Runde verlor Broian ein wenig seine boxerische Linie und versuchte das durch Faxenmachen zu kaschieren, dennoch blieb er der Herr im Ring. Zur vierten Runde trat Freidenberg nicht mehr an.
Sieger durch TKO in Runde 4: Batscho Broian.
Der GBA Ringrichter Kazim Kurnaz hatte einen ruhigen Abend. Er hatte praktisch nichts zu tun.
Die Vierrunder waren unterhaltsam. Zwei der Boxer sollte man im Auge behalten.Wenn WiTo Sport-Events wieder eine Veranstaltung auf die Beine stellen könnte, würde mich das freuen. Ich würde auch gerne wieder hinfahren.
© Uwe Betker