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Foto: Steve Jamoye vs. Luis Solis

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Steve Jamoye vs. Luis Solis  (5)
(C) Uwe Betker

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13. Oktober 2013 at 23:59

Foto: Steve Jamoye vs. Luis Solis

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Steve Jamoye vs. Luis Solis
(C) Uwe Betker

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20. August 2013 at 23:59

Foto: Steve Jamoye vs. Luis Solis

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Steve Jamoye vs. Luis Solis  (3)
(C) Uwe Betker

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4. August 2013 at 23:59

Foto: Steve Jamoye vs. Luis Solis

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Steve Jamoye vs. Luis Solis  (2)
(C) Uwe Betker

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27. Mai 2013 at 23:59

Foto: Das Blut von Steve Jamoye

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Steve Jamoye
(C) Uwe Betker

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26. März 2013 at 23:59

Großes Boxen in Herstal

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Boxen in Belgien ist immer etwas Besonderes. Es ist vor allem immer, jedenfalls nach meiner Erfahrung, gutes Boxen. Die Hall Omnisports „La Prealle“ in Herstal, in der Provinz Lüttich, war am Samstag Ausgrabungsort eines großen Boxabends. Als Vorprogramm gab es acht Amateurkämpfe.
Im ersten Profikampf traten die beiden Debütanten Jérémy Beccu und Jozef Torac im Super Bantamgewicht aufeinander. Beccu, der als Amateur in der französischen Nationalstaffel geboxt hatte und der Hauptsparringspartner von Stéphane Jamoye gewesen war, machte kurzen Prozess. Er machte von der ersten Sekunde an Druck. Er verteilte seine Schläge schön auf Kopf und Körper. Ein Leberhaken zwang Torac in der neutralen Ecke zu Boden. Zwar stand er bald wieder und der Kampf wurde noch einmal fortgesetzt, aber den dann folgenden Schlägen gegenüber war er hilf- und wehrlos. Der Ringrichter ging dazwischen und brach den Kampf ab. TKO 1.
Im zweiten Kampf traten die beiden bis dahin ungeschlagenen Cruisergewichtler Alexandru Jur (8 Kämpfe, 8 Siege, 4 durch KO) und Fabrice Clément (3 Kämpfe, 2 Siege, 1 Unentschieden) gegeneinander an. Das Gefecht, das sich die Beiden lieferten, war hart und gewiss nichts für Boxästheten. Jus punktete mit seiner linken Führhand, die er schön steif und gerade schlug. Clément versuchte sein Glück in überfallartigen Angriffen. Der Kampf wogte hin und her und war geprägt von harten Schlagabtäuschen. Am Ende gewann Jur den Vierrunder zu Recht einstimmig nach Punkten.
Hiernach betraten Michael Recloux (35 Kämpfe, 21 Siege, 8 durch KO, 12 Niederlagen, 1 durch KO, 2 Unentschieden) und Jessy Moreaux (41 Kämpfe, 7 Siege, 4 durch KO, 31 Niederlagen, 5 durch KO, 3 Unentschieden). Der Kampf fand im Halbschwergewicht statt. Um es vorweg zu sagen: Der Kampf war großartig. Hier standen sich zwei Männer gegenüber, die sich nichts schenkten, dabei aber stets sehr fair boxten. In der dritten Runde ging Moreaux nach einem rechten Körperhaken, der viel zu tief war und dort traf, wo er nicht treffen durfte, zu Boden. Der Ringrichter zählte ihn, die Situation verkennend, an. Seinen Irrtum erkennend, gab er ihm aber anschließend genug Zeit, sich zu erholen.
Recloux und Moreaux boten dem Publikum über acht Runden eine große Ringschlacht. Obwohl Moreaux der schwächere Boxer war, gab er nicht auf. Es bestand zu keiner Sekunde die Gefahr, dass er aus dem Kampf aussteigen würde. Immer wieder suchte er seine Chance. Immer wieder stellte er sich dem Kampf, dem Kampf zweier tapferer Krieger. Diesen Kampf würde ich persönlich jederzeit gegen ein Dutzend sogenannter Weltmeisterschaften eintauschen, die ich im letzten Jahr gesehen habe. Und dabei war dieser Kampf nicht einmal der beste des Abends. Am Ende gewann Recloux einstimmig nach Punkten.
Der nachfolgende Kampf stellte den vorangegangen noch in den Schatten. Steve Jamoye (13 Kämpfe, 13 Siege, 2 durch KO) und Luis Solis (17 Kämpfe, 11 Siege, 9 durch KO, 2 Niederalgen, 1 durch KO, 4 Unentschieden) boxten um den vakanten WBC Youth Silver Titel im Junior Weltergewicht. 10 Runden lang schlugen die beiden aus allen Position aufeinander ein. Dabei gingen sie ein extrem hohes Tempo. So ein Boxen wird dem deutschen Fernsehzuschauer vorenthalten, weil die TV-Sender Angst davor haben den Zuschauern schnelles Boxen in den unteren Gewichtsklassen zu zeigen.
Obwohl es immer wieder so aussah, als ob bald ein KO kommen würde, ging der Kampf über die volle Distanz. Jamoye war zwar der Bessere, aber auch er wackelte ein oder zwei Mal. Am Ende gewann er verdient nach Punkten.
In der gleichen Gewichtsklasse traten Sabrina Giuliani (11 Kämpfe, 11 Siege) und Dalia Vasarhely (5 Kämpfe, 3 Siege, 2 Niederlagen) gegeneinander an. Giuliani verteidigte erfolgreich ihren Europameistertitel der EBU in einem etwas einseitigen Gefecht. Sie musste hierfür über die volle Distanz von 10 Runden gehen.
Hauptkampf und Höhepunkt der gelungenen Veranstaltung war die Europameisterschaft im Bantamgewicht. Der Titelverteidiger Stephane Jamoye (28 Kämpfe, 25 Siege, 15 durch KO, 3 Niederlagen, 1 durch KO) bekam es mit Ashley Sexton (18 Kämpfe, 14 Siege, 5 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO, 2 Unentschieden) zu tun. Stephane Jamoye boxt spektakulär. Er hat schnelle Hände, sehr gute Reflexe und ist schnell auf den Beinen. In den ersten zwei Runde punktete er vor allem mit seiner linken Führhand, die er sehr variabel einsetzte. Aus Gefahrenmomenten tanzte er elegant heraus. In der dritten Runde häuften sich die Schlagabtäusche. Wiederum eine Runde später erlitt er einen Cut, wohl durch einen Kopfstoß unter dem linken Auge, der ihn aber nicht behinderte und auch nicht davon abhielt, Sexton zu jagen.
In den folgenden Runden ging Jamoye mehr zum Körper, was Saxton nicht angenehm war. In der sechsten Runde wurde Saxton ein Punkt für Halten abgezogen. Am Ende der folgenden Runde ging er nach einem Leberhaken runter. Er kam jedoch wieder hoch und rettete sich in die Pause. Bereits in der ersten Aktion nach der Pause musste Saxton wieder zu Boden und wieder schaffte er es, rechtzeitig hoch zu kommen. Dem dann folgenden Schlaghagel hatte er aber nichts mehr entgegenzusetzen. Der Ringrichter ging dazwischen, um ihn vor weiteren Schlägen zu schützen. Stephane Jamoye zeigte eine sehr beeindruckende Leistung. Er wird wohl seinen nächsten Kampf in Las Vegas bestreiten. Er ist bei Oscar de la Hoya unter Vertrag und soll wohl schon bald um einen WM-Titel boxen.
© Uwe Betker

Foto: Steve Jamoye vs. Boris Berg

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(C) Uwe Betker

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7. Juli 2011 at 23:59

Foto: Steve Jamoye vs. Boris Berg

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(C) Uwe Betker

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26. Juni 2011 at 23:59

Ein Blick hinüber nach Belgien (2)

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Eine Tombola, die wohl schon Tradition ist und sehr regen Zuspruch fand – leider habe ich weder den Ardennen Schinken noch den alten Wacholderbrand gewonnen -, trennte bei der „gala de box“ in Vise (Belgien) die Amateur- von den Profikämpfen. Zum Abschluss des sehr unterhaltsamen Abends gab es vier gute Profikämpfe zu sehen. Im ersten trafen Adnan Salihu (8 Kämpfe, 6 Siegen, 4 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und Mike Algoet (70 Kämpfe, 31 Siege, 13 durch KO, 37 Niederlagen, 4 durch KO, 1 Unentschieden) aufeinander. Bei dem auf acht Runden angesetzten Kampf ging es um die wallonische Meisterschaft im Mittelgewicht. Daher wurde vor dem Kampf im Ring zuerst eine Münze geworfen. Der Gewinner durfte als erster eines von zwei Paaren Boxhandschuhen aussuchen, die auf dem Ringboden lagen. Erst danach wurden den Boxern die Handschuhe im Ring angezogen und die Schnüre abgeklebt.
Der in Schweden geborene Belgier Salihu wurde am Anfang seiner Favoritenrolle durchaus gerecht. Er war von Anfang an der aggressivere Boxer und dominierte die erste Runde. Er holte zwar für seine Schläge zum Teil sehr weit aus, landete aber immer wieder Treffer zum Körper. Im zweiten Durchgang holte Algoet, der Mann aus Brügge, auf. Er punktete mit Ein-Zwei-Kombinationen, wobei auch er versuchte, durch weites Ausholen seinen Schlägen mehr Kraft zu verleihen. In der dritten Runde gewann Salihu wieder die Oberhand. Eine Runde später schickte ihn eine überraschende Rechte zum Kinn zu Boden. Er wurde angezählt, kam aber wieder hoch. Salihu versuchte sich über die Zeit zu retten. Algoet arbeitete ruhig und systematisch weiter und suchte seine Chance. Dann kam er mit einer Linken zum Kinn durch, die sein Gegenüber endgültig fällte. Das unterste Ringseil hielt den Oberkörper des bewusstlosen Salihu noch aufrecht.
Dann brach die Hölle los. Wie aus dem Nichts sprangen mehrere Männer direkt neben mir in dem Ring und attackierten den Sieger. Es entbrannte eine wüste Keilerei, die die Sicherheitskräfte und die Ecke von Algoet für sich entscheiden konnte. Die Herren aus dem Umfeld von Adnan Salihu wurden unter gellenden Pfiffen des Publikums aus der Halle heraus geleitet. Sieger durch KO in Runde 4 Mike Algoet.
Im zweiten Profikampf des Abends bekam es der amtierende belgische Meister im Mittelgewicht Michael Recloux (32 Kämpfe, 19 Siege, 8 durch KO, 11 Niederlagen, 2 Unentschieden) in einem 6-Runder mit dem Deutschen Suleyman Dag (32 Kämpfe, 6 Siege, 3 durch KO, 26 Niederlagen, 18 durch KO) zu tun.
Dag versuchte mit überfallartigen Angriffen zum Erfolg zu kommen. Recloux blieb jedoch unbeeindruckt und boxte souverän seinen Kampf herunter. Dag hatte in der zweiten Runde seine besten Momente und kam zweimal durch. In der dritten verließ ihn dann entweder seine Konzentration oder seine Kraft oder beides. Er blieb mehr stehen und bot Recloux nun ein Ziel. Dag nahm mehr und mehr Schläge. In seiner Not spuckte er seinen Mundschutz aus, um Zeit zu gewinnen. Offensichtlich wollte er nicht weitermachen. Aber seine Ecke überredete ihn, es doch noch mal zu versuchen. Kurze Zeit später wurde er wieder gestellt und nahm erneute Treffer. Der Ringrichter zählte ihn im Stehen an und aus.
Im Junior Weltergewicht boxten Steve Jamoye (7 Kämpfe, 7 Siege, 2 KO) und Boris Berg (9 Kämpfe, 4 Siege, 3 durch KO, 4 Niederlagen, 1 durch KO, 1 Unentschieden) gegeneinander. In der ersten Runde war der kleinere Berg der schnellere und aggressivere Boxer. Immer wieder fand er Lücken in der Deckung seines Gegners. Jamoye schien von der Schlaghärte beeindruckt zu sein. Zu keinem Zeitpunkt konnte er seinen Reichweitenvorteil nutzen. In der zweiten Runde kam es zu immer mehr Schlagabtäuschen, wobei Berg nun anfing, seine Deckung zu vernachlässigen und Kopftreffer nehmen musste. In der dritten Runde gewann dann Jamoye die Oberhand. Er schlug harte Körper-Kopf-Kombinationen. In der vierten Runde musste Berg sogar noch mehr nehmen und wurde schließlich auch im Stehen angezählt. Zur fünften Runde trat er nicht mehr an. Später erklärte er, er hätte sich die rechte Schulter so verletzt, dass ein Knochen herausstehen würde.
Der letzte Kampf war auch der beste Kampf des Abends. Stephane Jamoye (24 Kämpfe, 21 Siege, 11 durch KO, 3 Niederlagen, 1 durch KO) traf im Super Federgewicht auf Luis Singo. Er dominierte den Kampf von Anfang an. Seine schnellen Hände bestimmten das Geschehen. Der Mann aus Ecuador konnte jedoch in der ersten Runde noch gut kontern. Im Verlauf des Kampfes wurde die Überlegenheit von Jamoye dann aber immer deutlicher. In der dritten Runde standen Jamoye und Singo minutenlang Fuß an Fuß in einer Ecke und zeigten einen Infight auf ganz hohem Niveau. Im nächsten Durchgang trafen sie sich erneut in derselben Ecke, um dort weiter zu machen, wo sie vorher aufgehört hatten. Dann musste Singo zu Boden. Er wurde angezählt. Wenige Sekunden später nahm er in der gegenüberliegenden Ecke einen Treffer gegen die Stirn, der den Kampf endgültig beendete. So einen langen Infight habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich möchte an dieser Stelle dem Ringrichter Serge Hendrice ein großes Lob aussprechen, der diesen Infight überhaupt zuließ. Hierzulande wird dergleichen schnell abgebrochen, so dass es leider nur sehr selten zu sehen ist.
Ein Ausflug nach Belgien lohnt sich also: nicht nur wegen der Moules-frites, sondern auch wegen des Boxens. Die Veranstaltung in Vise war sehr unterhaltsam. Es wurde gutes und zum Teil sogar hervorragendes Boxen gezeigt. Ich würde mir wünschen, der deutsche Amateurverband DBV und die deutschen Profiverbände nähmen sich ein Beispiel an Belgien. Sie sollten zusammen und nicht gegeneinander arbeiten. Sieger wäre dann das Boxen und die Zuschauer.
© Uwe Betker