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Wenn nur das Wörtchen wenn nicht wär,…

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Wenn nur das Wörtchen wenn nicht wär, dann wär die nächste Kampfansetzung für den amtierenden Weltmeister im Cruisergewicht nach Version WBO vielleicht richtig gut. Muamer Hukic alias Marco Huck (32 Kämpfe, 31 Siege, 23 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) boxt am 02.04.2011 in Halle/Westfalen gegen den ehemaligen Europameister und Weltmeister der WBC im Cruisergewicht Giacobbe Fragomeni (31 Kämpfe, 27 Siege, 11 durch KO, 3 Niederlagen, 2 durch KO, 1 Unentschieden).
Fragomeni könnte man durchaus als würdigen Herausforderer für Huck betrachten, wenn man ihn auch für eine lösbare Aufgabe halten könnte, weil er keinen Punch hat und von seinen letzten 3 Kämpfen 2 verloren hat. Aber damit tut man ihm unrecht. Er ist immerhin die Nummer 27 der unabhängigen Weltrangliste. Er verlor seinen WM-Gürtel gegen keinen geringeren als Zsolt Erdei – und das auch nur knapp. Der Kampf, der am 21.11.2009 stattgefunden hat, war so hart, dass Erdei anschließend beschloss, wieder in seiner alten Gewichtsklasse, dem Halbschwergewicht anzutreten. Eine seiner anderen Niederlagen musste der Mann aus Mailand gegen David Haye (17.11.2006) hinnehmen. Das war jener David Haye, der jetzt Weltmeister der WBA im Schwergewicht ist.
Fragomeni wäre also schon ein guter Gegner, wenn da nicht diese unerledigte Geschichte mit Denis Lebedev vom 19.12.2010 wäre. Es hat wohl keiner, der den Kampf gesehen hat, vergessen, dass Huck nur deshalb noch Weltmeister ist, weil zwei Punkrichter (Lahcen Oumghar und Manuel Oliver Palomo, ich nenne ihre Namen immer wieder, in der schwachen Hoffnung, sie hier nie wieder zu sehen) partout nicht dem Kampfverlauf entsprechend punkten wollten und ihm dadurch den Sieg zugeschanzt haben.
Es bleibt also ein fader Beigeschmack, weil es scheint, als hätte Marco Huck nicht den Mut dazu, Denis Lebedev (22 Kämpfe, 21 Siege, 16 durch KO, 1 Niederlage) einen Rückkampf zu geben. Und Sauerland Event scheint seinem Weltmeister Huck auch einen Sieg gegen ihn nicht zuzutrauen. Wie kann man es sich denn sonst erklären, dass ein Kampf der förmlich nach einer Neuauflage schreit und mit Sicherheit eine gute Einschaltquote erzielen würde, nicht stattfinden soll. Das Super-Six-Turnier im Cruisergewicht ist auch keine Option. Erst unlängst, nämlich in der Pressekonferenz nach der Veranstaltung in Mülheim, wurde mitgeteilt, dass noch gar nicht feststünde, ob und wann dieses Turnier stattfinden soll. Deswegen kann ich eine Kampfansetzung Huck gegen Fragomeni auch nicht gut finden, sondern ich halte sie für schlecht. Selbst wenn Huck diesen Kampf super eindrucksvoll gewinnt, verliert er, in meinen Augen, an Reputation und sein Veranstalter Sauerland Event an Glaubwürdigkeit.
© Uwe Betker

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