Box-Blog

Archive for September 2012

Foto: Yoan Pablo Hernandez vs. Troy Ross

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(C) Klaus Frevert / http://www.boxfotograf.de

Foto: Irma Balijagic Adler

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(C) Uwe Betker

Written by betker

30. September 2012 at 23:59

Wenig Zeit

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Der in Kursk geborene Russe Alexander Wladimirowitsch Powetkin (25 Kämpfe, 25 Siege, 17 durch KO) dürfte wenig Zeit für sein Hobby, das Boxen, haben. Er lebt zusammen mit seiner Frau Irina und seiner Tochter Arina in Tschechow. Hauptberuflich ist er Abgeordneter im Gebietsparlament von Kursk. Dort verteidigt er zusammen mit seinen politischen Freunden von der Partei Einiges Russland die Demokratie, oder was sich Wladimir Putin darunter so vorstellt.
Aber manchmal findet Powetkin doch noch etwas Zeit und dann verdient er nebenbei mit seinem Hobby Geld, Geld, das jeder Haushalt in der Bundesrepublik zahlen muss; er verdient nämlich an den Rundfunkgebühren. Er ist bei Sauerland Event unter Vertrag und Sauerland Event überträgt bei der ARD. Somit stattet der Gebührenzahler den lupenreinen Demokraten noch mit einem Zusatzeinkommen aus.
Powetkin hat sportlich viel erreicht. Er darf sich Weltmeister im Schwergewicht nach Version WBA nennen. Dies wurde möglich, weil dieser Verband gerne Boxer, die Weltmeister bei mehreren Verbänden sind, zu „Super Champions“ erklärt, um dann den regulären Titel wieder vergeben zu können. Damit kann dann die WBA zweimal Gebühren kassieren. Ein weiterer Grund, warum er Weltmeister werden konnte, ist, dass er erfolgreich bis jetzt den Klitschkos, sozusagen den anderen Weltmeistern, aus dem Weg gehen konnte, was ihm bei mir den Ehrentitel „Zaghafter Zar“ eintrug.
Am 29.09.2012 boxte Powetkin wieder und verteidigte dabei erfolgreich seinen Weltmeistertitel. Da man einem so vielbeschäftigten Mann aber nun mal nicht zumuten kann, gegen einen richtigen Gegner zu boxen, suchte und fand man einen Gegner, den auch ein als Hobby boxender Abgeordneter beeindruckend besiegen kann, Hasim Rahman (61 Kämpfe, 50 Siege, 41 durch KO, 8 Niederlagen, 6 durch KO, 2 Unentschieden).
Rahman hatte vor gefühlten 30 Jahren, aber es sind in Wirklichkeit nur 11, sensationell Lennox Lewis durch KO besiegt. Er war ein paar Monate Weltmeister. Dann schlug Lewis ihn im Rückkampf KO. 2008 tat es diesem dann auch Wladimir Klitschko gleich. Seitdem stand Rahman noch fünfmal im Ring und blieb dabei unbesiegt. Seine Gegner waren von beeindruckender Schwäche. Der erste hatte von seinen letzten vier Kämpfen drei verloren, der Zweite drei von fünf, der Dritte zwei von vier, der Vierte vier von acht und der Fünfte sechs von neun. Diese beindruckende Siegesserie und die dann folgende Pause von 15 Monaten qualifizierten nun Rachman zum WM-Kampf gegen Powetkin. Sich über den Kampfverlauf und den Ausgang dieses Kampfes zu äußern, erübrigt sich.
Was mich an diesem Kampf noch weiter beschäftigt, ist allein die Frage, warum eigentlich die Gebührenzahler in Deutschland einem russischen Abgeordneten sein Hobby bezahlen sollen, wo dieser noch nicht einmal um einen richtigen Titel oder zumindest gegen einen richtigen Gegner boxen will. Warum zeigt die ARD kein richtiges Boxen?
© Uwe Betker

Foto: Pratzen

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(c) Uwe Betker

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30. September 2012 at 23:59

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Foto: Fahnen

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(C) Uwe Betker

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25. September 2012 at 23:59

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Foto: Yoan Pablo Hernandez vs. Troy Ross

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Ein großer Sieg für David Haye, aber was nun?

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Der Kampf zwischen David Haye (28 Kämpfe, 26 Siege, 24 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und Dereck Chisora (19 Kämpfe, 15 Siege, 9 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) fand statt. Haye gewann ihn. Und er gewann ihn überzeugend. In den ersten fünf Runden war grandioses Schwergewichtsboxen zu sehen. Im sechsten Durchgang dann bewies Haye, dass er einer der Stärksten in dieser Gewichtsklasse ist. Er ist der erste Boxer, der Chisora vorzeitig besiegen konnte. Damit war der Versuch, seine enttäuschend schwache und uninspirierte Leistung vom 02.07.2011 gegen Wladimir Klitschko vergessen zu machen, weitestgehend geglückt.
Wie nicht anders zu erwarten war, forderte er nach seinem Sieg über Chisora einen Klitschko heraus. Da er weiß, dass ein Rückkampf mit Wladimir kaum sportlich Sinn machen würde und vermutlich auch nicht zu vermarkten ist, forderte er diesmal Vitali Klitschko heraus. Aber den wollen viele boxen. Offensichtlich weiß das Haye auch. Denn er hat seine Lizenz, die den luxemburger Verband F.L.B. (Fédération Luxembourgeoise de Boxe) in eine Kriese gestürzt hat, zurück gegeben.
© Uwe Betker