Box-Blog

Archive for Februar 2014

Foto: Eimer von einem Cutman

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(C) Uwe Betker

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27. Februar 2014 at 23:59

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Foto: Hanteln

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(C) Uwe Betker

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26. Februar 2014 at 23:59

Über das Purse Bid und die Börsen für Boxer

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Wenn sich die Managements von Titelträger und Herausforderer nicht innerhalb einer Frist, die der Verband festgelegt hat, über die Modalitäten einer Pflichtverteidigung einigen können, findet nach Ablauf dieser Frist Purse Bid statt. Bei dieser Versteigerung können dann alle vom jeweiligen Verband lizenzierten Veranstalter mitmachen. Dabei wird ein verschlossener Briefumschlag mit dem Gebot und mit einem Barscheck über zehn Prozent der gebotenen Summe abgegeben. Das höchste Gebot bekommt den Zuschlag und bestimmt dann die Höhe der Börse für beide Boxer.
Auch das dritte Aufeinandertreffen von Robert Stieglitz (49 Kämpfe, 46 Siege, 26 durch KO, 3 Niederlagen, 2 durch KO) und Arthur Abraham (42 Kämpfe, 38 Siege, 28 durch KO, 4 Niederlagen, 1 durch KO), das am 01.03.2014 in Magdeburg stattfinden soll, wurde versteigert. SES Boxing, der Veranstalter des WBO Weltmeisters im Super-Mittelgewicht Stieglitz, setzte sich dabei gegen Sauerland Event, den Promoter von Abraham, durch.
SES Boxing aus Magdeburg ersteigerte den WM Kampf für 3.135.000 Dollar. Sauerland Event aus Berlin bot 1.541.414 Dollar und unterlag mit dem Gebot. Der Weltmeister Robert Stieglitz erhält 75 Prozent und sein Herausforderer Arthur Abraham 25 Prozent dieser 3.135.000 Dollar.
Nun könnte man ja meinen, es sei eine Sensation, dass der kleine Veranstalter es geschafft hat, den größeren zu überbieten. Eine Überraschung ist das sicher schon, aber keine Sensation. Der Veranstalter des amtierenden Weltmeisters hat natürlich ein Interesse daran, den Kampf selber auszurichten – oder wie es Ulf Steinforth formulierte: „Natürlich freue ich mich, dass wir hier das Purse Bid gewinnen konnten. Aber besonders für Robert, mein SES-Team und unseren TV-Partner SAT.1 freue ich mich, denn so besteht für uns mehr Planungssicherheit. Wir halten nun wieder die Fäden in den Händen.“
Bei einem Purse Bid ist in der Regel der Veranstalter des Titelverteidigers im Vorteil, u. a. wegen der prozentualen Aufteilung. Es ist nämlich zu bedenken, dass die Teilung, 75 Prozent für den Weltmeister und 25 für den Herausforderer, nur eine formale und keine reale ist. Alle Boxer, von denen ich gehört habe, nämlich, die einen Vertrag mit einem Veranstalter haben, haben einen Vertrag mit einer Obergrenze für Börsen. Das bedeutet ja wohl. dass der eigene Boxer nicht den Betrag bekommt, der ihm laut Purse Bid zustehen würde, sondern die vertraglich vereinbarte Obergrenze.
Die Obergrenze wurde seinerzeit in „Boxveranstaltungsrahmenverträgen“ eingeführt, als Universum beinahe an den sich immer weiter um 10% steigernden Börsen von Dariusz Michalczewski zerbrochen ist. Immerhin boxte Michalczewski 26-mal um den WBO Titel im Halbschwergewicht. Durch diese Obergrenze ist nun die Chance für den Titelverteidiger gestiegen, bei einem Purse Bid „die Fäden in der Händen“ zu behalten, was natürlich auch in seinem Interesse ist.
© Uwe Betker

Foto: Özlem Sahin vs. Corina Carlescu

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Özlem Sahin vs. Corina Carlescu (5)
(C) Andreas Grunwald / Sportfotodienst Stuttgart

Foto: Andre Bunga

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(C) Uwe Betker

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21. Februar 2014 at 23:59

Foto: Vaseline

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(C) Uwe Betker

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21. Februar 2014 at 23:59

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Eine zuversichtliche Jessica Balogun

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Auf der Veranstaltung im Fight Club Wuppertal, am 15.02.2014, hatte ich Gelegenheit, mit Jessica Balogun (25 Kämpfe, 23 Siege, 11 durch KO, 2 Niederlagen) zu sprechen. Balogun fordert am 01.03.2014 in Magdeburg die ungeschlagene Weltmeisterin im Mittelgewicht nach Version WBF und WBO, Christina Hammer (16 Kämpfe, 16 Siege, 8 durch KO), heraus. Am 02.06.2012 boxte sie in Herning, Dänemark gegen Cecilia Braekhus. Damals ging es um den WBA, WBC und WBO Titel im Weltergewicht. Sie verlor nach Punkten. Nun bekommt sie eine Chance zwei Gewichtsklassen höher. Balogun kam direkt aus dem Trainingslager zur Veranstaltung. Sie berichtete, in dieser Vorbereitung gerade zum ersten Mal zehn Runden Sparring gemacht zu haben und meinte, jetzt schon im Gewichtslimit zu sein. Sie erzählte, es liege noch eine weitere Woche Sparring vor ihr und sie fühle sich gut und fit. Bemerkenswert an dem Gespräch war, dass Balogun unglaublich entspannt und selbstsicher wirkte. Auch Fragen nach ihrem verlorenen WM Kampf gegen Braekhus änderten daran nichts. Sie betonte, sie sei heute eine andere Person, viel reifer, zielgerichteter und willensstärker. Sie ist sich darüber im Klaren, dass es sehr schwer werden dürfte, nach Punkten zu gewinnen. Aber trotzdem ist sie siegessicher. Ich hatte während dieses Gesprächs mit Jessica Balogun nicht das Gefühl, ihre Selbstsicherheit, ihre Ruhe – sie schien wirklich geradezu in sich selbst zu ruhen – könnten gespielt oder aufgesetzt sein. So vor Kraft und Selbstbewusstsein strotzend habe ich sie noch nie gesehen.
© Uwe Betker